Hält AI das Zepter beim Einkaufen und Suchen? Der Tag, an dem Googles „AI-Sieg“ die Marktstimmung veränderte

Hält AI das Zepter beim Einkaufen und Suchen? Der Tag, an dem Googles „AI-Sieg“ die Marktstimmung veränderte

Der Aktienkurs von Alphabet (der Muttergesellschaft von Google) kennt kein Halten mehr. Auf dem Markt wurde lange von einem "Kampf um die Vorherrschaft im Bereich generative KI" gesprochen, aber die jüngste Stimmung ist etwas anders. Der Fokus des Wettbewerbs hat sich von der "Intelligenz der Modelle" auf die "Verteilung" und die "Monetarisierung" verlagert, und in diesem Bereich wird Google zunehmend als Gewinner wahrgenommen.


"Der Sieg der KI" ist kein Forschungsergebnis, sondern ein kommerzieller "Implementierungssieg"

In dem aktuellen Kontext des steigenden Aktienkurses wird oft auf die veränderte Perspektive der Investoren hingewiesen. Früher dominierten Szenarien wie "KI zerstört die Suche" oder "ChatGPT ersetzt die Suche" die Diskussion. Doch in letzter Zeit wird darüber gesprochen, dass KI-Erfahrungen eher zusätzliche Fragen und Vertiefungen erzeugen und das Suchverhalten (Queries) erhöhen könnten. Auch Deepwater Asset Management hat in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass KI-Erfahrungen das Bedürfnis der Nutzer nach zusätzlichen Informationen stimulieren und zu einer unerwarteten Beharrlichkeit der Suche führen.


Wichtig ist hier, dass Google nicht passiv auf eine "Ersetzung der Suche" wartet, sondern die Suche, Werbung und den Kauf mit KI neu gestaltet und versucht, die nächsten Schritte auf ihrem eigenen Spielfeld zu sammeln.


Die Bedeutung von Apples Wahl für Gemini: Ein riesiges Vertriebsnetzwerk von außen gewinnen

Ein symbolisches Ereignis ist die Nachricht, dass Apple in seinen nächsten Generationen von KI-Funktionen auf Googles Gemini setzt. Berichten zufolge erreichte Alphabet in diesem Zuge eine Marktkapitalisierung von zeitweise 4 Billionen Dollar, was den Wandel der Investorenstimmung stark unterstrich.


KI gewinnt nicht nur durch das Erstellen eines guten Modells. Diejenigen, die die täglichen Berührungspunkte der Nutzer - OS, Browser, Geräte und Suche - kontrollieren, sind stark. In diesem Sinne ist das Eindringen von Gemini in die iPhone-Infrastruktur, die überwältigend im Alltag verankert ist, fast gleichbedeutend mit dem Gewinn eines "KI-Vertriebsnetzes".


Auch in den sozialen Medien war dieser Punkt ein starker Reiz. In Beiträgen von Investoren-Communities war oft die Rede davon, dass "Google zum Königsmacher der KI geworden ist" und dass "letztendlich das Unternehmen gewinnt, das die Verteilung kontrolliert". Ein Artikel auf Stocktwits zitierte Dan Ives von Wedbush mit den Worten "Google sitzt am Steuer", was die Umkehrung der vor einem Jahr verbreiteten pessimistischen Stimmung symbolisiert.



Gleichzeitig gibt es auch Gegenreaktionen. Elon Musk äußerte Bedenken über die Machtkonzentration bei Google, das auch Android und Chrome besitzt, und machte auf das Risiko aufmerksam, "zu viel zu gewinnen".


Die kürzeste Strecke von "Suche" zu "Kauf" durch die Zusammenarbeit mit Walmart

Ein weiterer "Sieg" ist die Bewegung, Gemini in einen "Einkaufsort" zu verwandeln. Google hat angekündigt, dass es innerhalb von Gemini mit den Beständen von Walmart, Shopify, Wayfair und anderen kooperiert, um den Prozess vom Produktempfehlung bis zum Kauf im Gesprächsverlauf zu erweitern. Ziel ist es, den Checkout (Bezahlung) abzuschließen, ohne das Gespräch zu verlassen, und es wurde berichtet, dass dies zunächst in den USA eingeführt wird.


Auch in der Ankündigung von Walmart wird die Vision beschrieben, dass Gemini Produkte von Walmart/Sam's Club in Gesprächen natürlich präsentiert und durch die Kontoverknüpfung Vorschläge basierend auf Kaufhistorie und Warenkorbintegration macht. Hier ist bemerkenswert, dass es nicht nur um den Wettbewerb um Werbeflächen geht, sondern dass der Fluss von **"Absicht (Wunsch) → Entdeckung → Kauf"** selbst durch KI verkürzt wird.


Die Reaktionen in den sozialen Medien sind in diesem Bereich leicht polarisiert. Optimisten sind begeistert: "Nach der Suche kommt der Handel. Wenn Google das übernimmt, sind sie stark" und "Einkaufen wird mit KI standardisiert". Vorsichtige Stimmen hingegen warnen: "Kaufgespräche könnten zu Fehlbestellungen und Rücksendungen führen, was ein logistischer Albtraum wäre" und "Der Umgang mit Zahlungen und persönlichen Daten könnte zu Regulierungen führen". Tatsächlich gibt es in den Artikeln auch Ansichten, dass "agentenbasierter Handel" nicht plötzlich weit verbreitet sein wird und dass übermäßige Automatisierung vermieden werden sollte.


Wer die Standards kontrolliert, gewinnt: Das Ziel des Universal Commerce Protocol (UCP)

Um diese kommerzielle Erweiterung nicht als "vorübergehende Partnerschaft" enden zu lassen, hat Google auch den Universal Commerce Protocol (UCP) als Standardisierungsrahmen eingeführt. Es soll ermöglichen, dass KI-Agenten und Einzelhandelssysteme in einer gemeinsamen Sprache kommunizieren und den Prozess von der Entdeckung bis zur Bezahlung und dem After-Sales-Support verbinden. The Verge berichtet, dass UCP Open Source ist und von großen Zahlungsdienstleistern und zahlreichen Einzelhändlern unterstützt wird.


In den sozialen Medien kam dieses Thema besonders gut bei den "Experten" an. Der Grund ist einfach: Wer die Standards kontrolliert, kann das Ökosystem in Gang setzen. Auch in der Welt der Suchmaschinenwerbung waren die Spieler stark, die die De-facto-Spezifikationen und das Vertriebsnetz kontrollierten. Es wird spekuliert, dass sich das gleiche Szenario auch im KI-Handel wiederholen könnte.


Allerdings zieht die Standardisierung auch leicht das Interesse der Wettbewerbsbehörden auf sich. Als Kehrseite der von den Optimisten beschriebenen "Vorherrschaft" tauchen gleichzeitig Ängste auf, dass "Regulierungen auferlegt werden" und "der Verdacht auf Monopolbildung zunimmt".


Die Grundlage für den "KI-Sieg": Cloud und eigene Chips

KI kann nicht nur durch Apps bestehen. Es werden riesige Rechenressourcen, Datenzentren, Cloud-Verkäufe und die Fähigkeit zur Lieferung eigener Chips benötigt. Reuters berichtet, dass das Wachstum von Google Cloud und die Bewegung, selbst entwickelte KI-Chips auch extern anzubieten, die Sichtweise der Investoren verändert haben.


Hier zeigt sich die Realität der sozialen Medien. Optimisten sagen: "Letztendlich gewinnt derjenige, der auch die Infrastruktur besitzt". Pessimisten hingegen sehen: "Die Investitionsausgaben (CapEx) werden weiter steigen und die Gewinne werden dünner". Je höher der Aktienkurs steigt, desto höher werden auch die Erwartungen, und beim nächsten Quartalsbericht wird nicht mehr die "KI-Geschichte", sondern die "Bestätigung durch Zahlen" gefragt sein.


Die Investorenstimmung hat sich von "mit KI gewinnen" zu "mit KI verdienen" gewandelt

Die jüngsten Nachrichten scheinen die Einschätzung zu verstärken, dass Google nicht nur "im KI-Wettbewerb aufgeholt" hat, sondern **"mehrere Wege geschaffen hat, um mit KI Geld zu verdienen"**.

  • KI-Verteilung über das iPhone (Apple-Kooperation)

  • Neugestaltung des Werts von Queries und Werbung durch die KI-Integration in die Suche

  • Kommerzialisierung von Gemini (Walmart etc.)

  • Monetarisierung durch Cloud und Rechenressourcen (Chips/Datenzentren)


Die Begeisterung in den sozialen Medien entsteht in dem Moment, in dem all dies nicht als "einzelne Ereignisse", sondern als "Kette" verbunden wird. Deshalb verstärken sich neben dem Lob auch die Ängste vor Monopolbildung, Regulierung und Investitionsbelastung mit der gleichen Intensität.



In Phasen steigender Aktienkurse wird die Geschichte vom "Gewinner, der alles nimmt" stärker. Langfristig werden jedoch immer die "Kosten, um weiterhin zu gewinnen" und das "Risiko, zu viel zu gewinnen" zu Problemen. Alphabet befindet sich derzeit in einer Phase, in der es beides gleichzeitig bewältigt und den Markt mit der Präsentation eines "Gewinnpfads" überzeugt.


Die nächste Frage, die der Markt wahrscheinlich sehen möchte, lautet:
"Inwieweit hat KI nicht nur die Verteidigung von Suche und Werbung übernommen, sondern auch begonnen, als neue Einnahmequelle zu fungieren?"
Und wenn diese Zahlen veröffentlicht werden, wird sich die Stimmung in den sozialen Medien von Begeisterung zu "Nachprüfung" ändern.



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