„Der Tag, an dem KI zum Chef wird“, ist überraschend nah — 56 % der Geschäftsleiter gaben an, dass „ein Großteil ihrer Arbeit durch KI erledigt werden kann“.

„Der Tag, an dem KI zum Chef wird“, ist überraschend nah — 56 % der Geschäftsleiter gaben an, dass „ein Großteil ihrer Arbeit durch KI erledigt werden kann“.

1. „Es sind nicht nur die Arbeitsplätze vor Ort, die durch KI ersetzt werden“

Die Veränderungen der Arbeit durch KI wurden bisher oft als Automatisierung von „Routineaufgaben“ beschrieben. Doch die aktuelle Untersuchung zeigt, dass der Einfluss auch auf die **Entscheidungsträger (Geschäftsführer)** gerichtet ist.


Laut einer von Hotwire Global veröffentlichten Studie glauben **56% der Geschäftsleiter, dass KI in fünf Jahren den Großteil ihrer Arbeit übernehmen wird**. Zudem fühlen sich **69% durch KI „gestärkt (empowered)“**.

„Bequemlichkeit“ und „Ersetzung“ koexistieren – dieser Widerspruch steht im Mittelpunkt der KI-Diskussion im Jahr 2026.


2. Die drei Phasen der Veränderung laut Zahlen: Kollege → Vorgesetzter → Kundenvertreter

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Rolle der KI schnell verändert.

  • 21%: fühlen sich bereits, als ob KI ein Kollege wäre

  • 62%: begrüßen „KI-Mitarbeiter“, die Routineaufgaben übernehmen

  • 43%: wären bereit, von einem „KI-Vorgesetzten“ verwaltet zu werden, der Aufgaben zuteilt und bewertet

  • 82%: verlassen sich bei Kaufentscheidungen auf Ratschläge von KI

  • 32%: vertrauen darauf, dass KI autonom Einkäufe tätigt


Bemerkenswert ist, dass KI nicht nur am „Arbeitsplatz“, sondern auch auf der „Marktseite (Einkauf)“ an Einfluss gewinnt.
Das bedeutet, dass KI innerhalb des Unternehmens zu einem „Arbeitnehmer“ wird und außerhalb des Unternehmens zu einem „Käufervertreter“. Unternehmen müssen daher nicht nur für Menschen verständlich erklären, sondern auch so gestalten, dass sie von KI richtig verstanden, empfohlen und ausgewählt werden.


3. „Arbeit“ ist ein Bündel von Aufgaben, nicht eine Berufsbezeichnung: Deshalb kann „der Großteil durch KI erledigt werden“

Wenn man hört, dass „KI die Arbeit übernimmt“, entsteht leicht der Eindruck, dass ganze Berufe verschwinden. Aber in Wirklichkeit ist Arbeit ein Bündel von Aufgaben.
KI ist besonders gut in Bereichen wie Informationssammlung, -organisation, -zusammenfassung, -vergleich, Erstellung von Erstentwürfen, Routineentscheidungen und Workflow-Ausführung, die leicht zerlegbar und regelbar sind. Im Gegensatz dazu bleiben Bereiche wie Interessenausgleich, Werturteile, Verantwortlichkeit, ethische Entscheidungen und Vertrauensaufbau, die „Überzeugung“ erfordern, eher bestehen.


Deshalb ist die Frage nicht „wird KI übernehmen oder nicht“, sondern
**„Wohin verlagert sich der Schwerpunkt menschlicher Arbeit, wenn Aufgaben an KI übergehen?“**
Wenn sich die Arbeit der Führungskräfte von „Erstellung von Dokumenten“ zu „Gestaltung und Überwachung von Entscheidungen“ verlagert, scheint es tatsächlich so, dass „der Großteil der Arbeit“ von KI übernommen werden kann.


4. Die Bedingung für einen KI-Vorgesetzten ist nicht „Intelligenz“, sondern ein „nachvollziehbares System“

Während 43% bereit sind, einen KI-Vorgesetzten zu akzeptieren, gibt es immer noch Widerstand bei der Mehrheit. Der Kern des Widerstands liegt eher in der Nachvollziehbarkeit der Bewertung als in den Fähigkeiten der KI.


Wenn KI an Bewertungen und Zuweisungen beteiligt ist, sind mindestens diese Punkte erforderlich.

  • Erklärung der Bewertungsmaßstäbe: Was wurde als gut angesehen?

  • Herkunft der Daten: Welche Daten wurden zur Beurteilung verwendet und gibt es Verzerrungen?

  • Ausnahmebehandlung: Wo greift der Mensch ein?

  • Verantwortlichkeit: Wer ist der letztendliche Verantwortliche?


Je intelligenter KI wird, desto eher entsteht die Haltung „Es ist in Ordnung, wenn es ein Blackbox-System ist“. Doch in dem Moment, in dem Bewertungen in einer Blackbox durchgeführt werden, wird das Vertrauen in die Organisation zerstört. Der Erfolg eines KI-Vorgesetzten hängt nicht vom Algorithmus, sondern vom Governance-Design ab.


5. Neue Herausforderung für Marken: „Wie wird man von KI zusammengefasst?“

Laut der Umfrage überwachen 60% „wie KI ihre eigene Marke beschreibt“, während **22% nicht zuversichtlich sind, dass die Zusammenfassung durch KI korrekt ist**.


Dies bedeutet, dass sich das Schlachtfeld der PR und des Marketings von „Suchergebnissen“ zu „Zusammenfassungen und Empfehlungen durch KI“ verlagert.

Zukünftige Markenstrategien müssen vor auffälligen Kampagnen

  • Primärinformationen pflegen (offizielle Informationen kontinuierlich aktualisieren)

  • Missverständliche Punkte klarstellen (FAQ, Vergleichstabellen, Begründungen)

  • Eine Struktur schaffen, die für KI leicht zugänglich ist (klare Informationsstandorte, Vermeidung veralteter Informationen)
    solche „Informationshygiene“ wird entscheidend sein.


6. Reaktionen in sozialen Medien (Tendenzen): Überraschung, Ironie und Pragmatismus

Solche Zahlen neigen dazu, in sozialen Medien für Aufregung zu sorgen. Die Reaktionen sind jedoch nicht einheitlich. Wenn man Diskussionen zu ähnlichen Themen verfolgt, zeichnen sich im Wesentlichen drei Strömungen ab.

① Überraschung und Besorgnis: „Werden auch die Führungskräfte ersetzt?“

Die Annahme, dass „nur die Arbeitsplätze vor Ort ersetzt werden“, wird erschüttert, und die „Automatisierung von Entscheidungen“ rückt in den Fokus. Besonders die kurze Zeitspanne von „fünf Jahren“ ist ein starker Reiz, und es wird leicht angenommen, dass „KI besonders gut in Meetings und Abstimmungen ist“.

② Ironie und Widerstand: „Hat KI überhaupt Ergebnisse geliefert?“

Gleichzeitig gibt es auch Diskussionen darüber, dass KI-Investitionen nicht die erwarteten Ergebnisse liefern. In Diskussionen auf Reddit und Hacker News wird wiederholt, dass **„letztlich kein ROI sichtbar ist“, „die Implementierung aufwendig ist“ und „die Belastung vor Ort zunimmt“**.
Das bedeutet, dass in sozialen Medien sowohl die Angst vor einer „Zukunft, in der KI die Arbeit übernimmt“ als auch der Spott über eine „mögliche Überbewertung“ gleichzeitig existieren.

③ Pragmatismus: „Dann sollten wir uns zuerst auf die Nutzung und Gestaltung konzentrieren“

Auf LinkedIn neigen Diskussionen dazu, sich weniger auf Emotionen und mehr auf „wie man gestaltet und kontrolliert“ zu konzentrieren. Je autonomer KI wird, desto mehr wird „Betrieb, Überwachung und Verantwortlichkeit“ betont, anstatt nur „Implementierung“.


7. Was Unternehmen jetzt tun sollten, ist nicht „KI einführen“, sondern „die Voraussetzungen für KI schaffen“

Letztendlich wird der Erfolg der KI-Implementierung mehr von der Vorbereitung als von der Auswahl der Werkzeuge bestimmt.
Drei konkrete Punkte sind entscheidend.

  1. Zerlegung der Aufgaben: Aufgaben in Einheiten aufteilen, die an KI übergeben werden können, und Kriterien sowie Ausnahmen sprachlich festlegen

  2. Berechtigungsdesign: Unterscheidung zwischen Ansicht, Vorschlag und Ausführung, schrittweise Übergabe von Berechtigungen (basierend auf Protokollen und Überprüfungen)

  3. Aktualisierung der Bewertung: Bewertungskriterien von der Menge der Ergebnisse auf Problemstellung, Überprüfung, Risikomanagement und Lernrate erweitern


Je mehr KI zum „Kollegen“ wird, desto mehr verlagert sich der Wert des Menschen von „Handarbeit“ zu „Grenzziehung“ und „Übernahme von Verantwortung“.


8. Fazit: KI wird zum Kollegen, Kundenvertreter und Vorgesetzten – daher besteht die menschliche Rolle darin, „Grenzen zu gestalten“

Diese Zahlen könnten als angstmachende Schlagzeilen dienen. Doch das Wesentliche liegt woanders.
Je mehr KI kann, desto wichtiger wird die Fähigkeit, fortlaufend zu gestalten, was man überlässt und was der Mensch übernimmt.


In fünf Jahren könnte sich das Arbeitsumfeld stark verändert haben.
Dann stellt sich die Frage, ob man auf der „ersetzten Seite“ oder auf der „gestaltenden Seite der Grenzen“ steht. Der Wendepunkt hat bereits begonnen.



Quellen-URL

  1. Die wichtigsten Punkte der Umfrage (Hauptzahlen, Kommentare, 60% Markenüberwachung / 22% kein Vertrauen usw.) auf der Quelle (GlobeNewswire)
    https://www.globenewswire.com/news-release/2026/01/21/3222718/0/en/56-of-Global-Business-Leaders-Believe-AI-Will-Do-Their-Job-in-Five-Years.html

  2. Der von Ihnen angegebene Artikel (Seite auf aktiencheck.de: als Quelle für den GlobeNewswire-Artikel)
    https://www.aktiencheck.de/news/Artikel-56_of_Global_Business_Leaders_Believe_AI_Will_Do_Their_Job_Five_Years-19389973

  3. Die von Hotwire erklärte Seite zum Konzept der „Agentic Organizations“ (z.B. „Der nächste Kunde ist ein Algorithmus“)
    https://www.hotwireglobal.com/agentic-organizations/

  4. Der Kontext von „fehlenden Ergebnissen bei KI-Investitionen“ (56% ohne finanzielle Rendite usw.) berichtet von Reuters (im Zusammenhang mit der PwC CEO-Umfrage)
    https://www.reuters.com/business/davos/ceo-revenue-confidence-hits-5-year-low-pwc-survey-2026-01-19/

  5. Primärinformationen der PwC CEO-Umfrage (56% „keine signifikanten finanziellen Auswirkungen“ usw.)
    https://www.pwc.com/gx/en/news-room/press-releases/2026/pwc-2026-global-ceo-survey.html

  6. Beispiele für Reaktionen in sozialen Medien (Reddit: Diskussionen über die Rendite von KI-Investitionen und „Hype voraus“)
    https://www.reddit.com/r/investing/comments/1qi413x/majority_of_ceos_report_zero_payoff_from_ai/

  7. Beispiele für Reaktionen in sozialen Medien (Hacker News: Diskussionen zum gleichen Thema)
    https://news.ycombinator.com/item?id=46696636