Die Zahl der Patienten mit chronischer Nierenerkrankung weltweit steigt rasant an! 800 Millionen Menschen tragen das stille Risiko — der Zusammenhang zwischen Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit und den Nieren.

Die Zahl der Patienten mit chronischer Nierenerkrankung weltweit steigt rasant an! 800 Millionen Menschen tragen das stille Risiko — der Zusammenhang zwischen Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit und den Nieren.

Vorwort——Die "stille" weltweite Krankheit

Chronische Nierenerkrankung (CKD) schreitet oft unbemerkt fort und erfordert im Endstadium Dialyse oder Transplantation. Laut aktuellen internationalen Schätzungen leiden weltweit 788 Millionen Menschen an CKD, und sie steht im Jahr 2023 auf Platz 9 der Todesursachen. Zudem sind **etwa 12 %** der kardiovaskulären Todesfälle mit Nierenfunktionsstörungen verbunden. Diese Zahlen zeigen, dass CKD trotz ihrer Unsichtbarkeit ins Zentrum der globalen Gesundheitsprobleme gerückt ist.ZDFheute


Was den Anstieg antreibt

Von geschätzten 378 Millionen im Jahr 1990 auf das Doppelte im Jahr 2023. Die Haupttreiber sind die Alterung der Bevölkerung und der weltweite Anstieg von Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit. Diese Faktoren belasten die Nierenglomeruli chronisch und beeinträchtigen die Nierenfunktion über viele Jahre. Die aktuelle Schätzung basiert auf einer Modellierung, die 204 Länder und Regionen sowie über 2200 Datenquellen integriert. Das Forschungsteam unter der Leitung von Theo Vos von der University of Washington veröffentlichte die Ergebnisse in 'The Lancet'.fehmarn24.de


Regionale Unterschiede——Hochprävalenzgebiete und Ausnahmen

Die weltweite Prävalenzrate liegt bei etwa 14 %. Besonders hoch ist sie in **Nordafrika und dem Nahen Osten mit etwa 18 %**, und auch in Südasien, Afrika südlich der Sahara und Lateinamerika liegt sie über dem Durchschnitt. Im Gegensatz dazu liegt Deutschland bei 8,4 %, mit einem rückläufigen Trend seit 1990. Auch in einkommensstarken Ländern ist CKD nicht selten——in Ländern wie Japan, wo die Lebenserwartung hoch und die Belastung durch Lebensstilkrankheiten groß ist, sind besondere Maßnahmen zur Vermeidung von Übersehen erforderlich.fehmarn24.de


"Anfangs still"——daher ist Urintest effektiv

CKD zeigt in den frühen Stadien (Stadium 1-3) kaum Symptome. Ein einfacher Urintest (Albuminurie) und ein Bluttest zur Bestimmung der eGFR können zur Früherkennung genutzt werden und sollten bekannter sein. Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit, familiärer Vorbelastung, Raucher und ältere Menschen sollten besonders vorsichtig sein. Eine frühzeitige Erkennung bietet große Chancen zur Verlangsamung des Fortschreitens.The Times of India


Aktueller Stand der Fortschrittshemmung——Lebensstil und medikamentöse Therapie

Neben der Kontrolle von Salz, Eiweiß, Gewicht, Rauchen, Schlaf und Bewegung sind ACE-Hemmer/ARB der Standard zum Nierenschutz. In jüngster Zeit wurde die Wirksamkeit von SGLT2-Inhibitoren etabliert, die unabhängig vom Vorhandensein von Diabetes die Progression von CKD verlangsamen. Durch die Optimierung dieser Behandlungen kann das Risiko des Übergangs zu terminalem Nierenversagen gesenkt und kardiovaskuläre Ereignisse reduziert werden (Hinweis: Die Wahl der Behandlung sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden). Wenn Politik und medizinische Versorgung Hand in Hand gehen, könnte dies auch die Abhängigkeit von Transplantationen relativ verringern.ZDFheute


Zeichen der Hoffnung——Zunahme der Transplantationen

Im schlimmsten Fall ist eine Nierentransplantation erforderlich, aber die Anzahl der Transplantationen stieg von etwa 1,59 Millionen im Jahr 1990 auf etwa 4,59 Millionen im Jahr 2023. Der Fortschritt in der Medizintechnik und der Infrastruktur ist erkennbar. Allerdings gibt es strukturelle Einschränkungen durch den Mangel an Spendern und große regionale Unterschiede. Eine umfassende Strategie der Primär-, Sekundär- (Früherkennung) und Tertiärprävention (Fortschrittshemmung) ist unerlässlich.fehmarn24.de


Herausforderungen und Chancen in Japan

In Japan, wo die Bevölkerung altert, ist die Belastung durch CKD, wie sie durch diabetische Nephropathie repräsentiert wird, erheblich. Die Verbreitung von Urin-Albumin-Tests bei Gesundheitsuntersuchungen, die Ergebnisse der Behandlung von Lebensstilkrankheiten und die Struktur der Patientenaufklärung bieten großes Verbesserungspotenzial. Umgekehrt könnte Japan ein weltweit führendes Modell werden, wenn es gelingt, **"Urinuntersuchung × Gesundheitsberatung × Optimierung der medikamentösen Therapie"** konsequent umzusetzen.


Medien berichten über "Krise" und "Lösungen"

Deutsche Nachrichten weisen darauf hin, dass "CKD nicht genügend politische Aufmerksamkeit erhält, obwohl es wirksame Medikamente gibt". Auch Leitartikel in medizinischen Fachzeitschriften warnen wiederholt vor den regionalen Unterschieden in der Prävalenz und den Schwächen der Versorgungssysteme. Wie man das Gewicht der berichteten Platz 9 der Todesursachen und 1,48 Millionen Todesfälle in ein verbessertes Testverhalten und einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung umsetzt——das ist die Herausforderung.fehmarn24.de


Selbstcheck und Maßnahmen, die Sie jetzt ergreifen können

  • Falls Sie im letzten Jahr keinen Urin- (Albumin) und eGFR-Test gemacht haben, vereinbaren Sie einen Termin.

  • Machen Sie die Überwachung von Blutdruck, Blutzucker und Gewicht zu einer Gewohnheit. Setzen Sie blutdrucksenkende Medikamente und Diabetesmedikamente nicht eigenmächtig ab.

  • Zielen Sie auf einen Salzkonsum von unter 6 g pro Tag (achten Sie auf auswärtiges Essen und verarbeitete Lebensmittel).

  • Machen Sie mäßige aerobe Übungen wie zügiges Gehen 150 Minuten pro Woche.

  • Rauchen schädigt die Nierengefäße. Nutzen Sie Raucherentwöhnungsprogramme.
    (Hinweis: Individuelle Beratung mit Ihrem Arzt besprechen)



Zusammenfassung——Weil es "still" ist, sollten wir proaktiv sein

CKD schreitet still voran. Doch Tests sind einfach und es gibt Möglichkeiten zur Fortschrittshemmung. Durch die Ausweitung von Screening-Programmen auf nationaler und kommunaler Ebene, die Optimierung der Behandlung durch medizinisches Fachpersonal und die Überprüfung unserer eigenen Lebensgewohnheiten können wir die Anzahl der Menschen, die Dialyse oder Transplantation benötigen, erheblich reduzieren.In einer Ära von 800 Millionen Menschen sollten wir mit Handeln reagieren.ZDFheute


Referenzartikel

Etwa 800 Millionen Menschen mit chronischer Nierenerkrankung
Quelle: https://www.fehmarn24.de/welt/fast-800-millionen-menschen-mit-chronischer-nierenkrankheit-zr-94028394.html