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Fluten und Hitzewellen auch mit „Zahlen“ verfolgen — Kann das neue, weltweit einheitliche Maß für Klimaanpassung vor Ort helfen?

Fluten und Hitzewellen auch mit „Zahlen“ verfolgen — Kann das neue, weltweit einheitliche Maß für Klimaanpassung vor Ort helfen?

2026年01月10日 00:25

„Anpassung“ in „messbare Politik“ verwandeln – Die „Belém-Indikatoren“ von COP30 und ihre Bedeutung für Afrika

Wenn es um Klimaschutzmaßnahmen geht, steht oft die Reduzierung von Treibhausgasen (Minderung) im Mittelpunkt. Doch auch die „Anpassung“ an bereits bestehende Schäden wie Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, Küstenerosion, Ernteschäden und klimabedingte Migration ist eine entscheidende Frontlinie zum Schutz von Leben und Lebensgrundlagen. Ein langjähriges Problem war das Fehlen eines weltweit einheitlichen Maßstabs, um den Fortschritt der Anpassung zu bewerten.


Laut einem im Januar 2026 von Phys.org veröffentlichten Artikel einigten sich die Länder auf der COP30 im Jahr 2025 (Belém, Brasilien) auf einen neuen Rahmen zur Verfolgung des Fortschritts bei der Anpassung – die **„Belém-Anpassungsindikatoren“**. Das Ziel ist einfach: Die Länder sollen nicht nur glauben, dass sie sich anpassen, sondern es soll überprüft werden können, ob die Anpassungsfähigkeit weltweit tatsächlich gestiegen ist.



Was sind die „Belém-Indikatoren“?

Laut dem Artikel von Phys.org werden die Belém-Indikatoren als **etwa 60 „einfache Messpunkte“** beschrieben. Sie konzentrieren sich auf Bereiche, die direkt mit dem „alltäglichen Leben“ verbunden sind, wie Wassersicherheit, Lebensmittelsysteme, Gesundheit, Wohnraum, Frühwarnsysteme, Ökosysteme und lokale Wirtschaft. Der Schwerpunkt liegt darauf, zu überprüfen, ob Gemeinschaften tatsächlich sicherer geworden sind und Schäden widerstehen können, anstatt nur Pläne und politische Dokumente zu erstellen.


In einem UNFCCC-Dokument (vom November 2025) werden die angenommenen Indikatoren als **„Belém-Anpassungsindikatoren im Anhang“ organisiert und betont, dass sie freiwillig (voluntary) und nicht vorschreibend (non-prescriptive) sind. Wichtig ist auch, dass die Indikatoren keine neuen finanziellen Verpflichtungen oder Verantwortlichkeiten (wie Entschädigungen) schaffen.**


Anmerkung: „60“ oder „59“? Während Phys.org von 60 spricht, wird in offiziellen und erläuternden Dokumenten zu COP30 oft die Zahl 59 genannt. Der Unterschied könnte auf unterschiedliche Zählweisen (z.B. bei integrierten oder kombinierten Indikatoren) zurückzuführen sein. In diesem Artikel wird daher von „etwa 60 (offizielle Dokumente sprechen von 59)“ ausgegangen.



Warum ist das für Afrika wichtig? Die gleichzeitige Bewältigung von „großen Schäden“ und „Unsichtbarkeit“

Der Artikel von Phys.org geht davon aus, dass Afrika besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist und nennt Beispiele wie großflächige Evakuierungen aufgrund von Überschwemmungen und den Druck auf Gesundheit, Ernährung und Energie durch Rekordtemperaturen in der Sahelzone. Gleichzeitig wird auf die kreative Anpassung vor Ort hingewiesen, wie lokale Frühwarnsysteme, naturbasierte Anpassungen, Spargruppen der Bewohner und landwirtschaftliche Innovationen.


Hier kommen die „Indikatoren“ ins Spiel. Bisher war es schwierig, international zu erklären, wo Anpassungen erfolgreich sind und wo nicht. In Afrika wird dies noch komplizierter, da nationale Durchschnittswerte Unterschiede zwischen Stadt und Land, Einkommensschichten und verletzlichen Gruppen (Geschlecht, Behinderung, indigene Völker usw.) verschleiern können. Phys.org sieht die Indikatoren als Möglichkeit, „Gerechtigkeit“ ins Licht zu rücken und die am stärksten gefährdeten Menschen sichtbar zu machen.



Doch es ist kein „perfektes Maß“: Die Herausforderungen von Datenmangel und „Verwässerung“

Die Annahme der Indikatoren ist ein Fortschritt, aber es gibt auch große Herausforderungen. Der Artikel von Phys.org weist darauf hin, dass einige Punkte in den Verhandlungen „abgeschwächt“ wurden und die Indikatoren dadurch breiter und unklarer geworden sind. Zudem fehlt in vielen afrikanischen Ländern eine regelmäßige Datenerfassungsstruktur, was die Verfolgung von jährlichen Schäden durch Überschwemmungen oder Dürren, regionalen Risikobewertungen und die Überprüfung, ob Gelder tatsächlich bei den Bewohnern ankommen, erschwert.


Diese Bedenken werden auch in anderen Analysen wiederholt. Carbon Brief berichtet, dass das Abschlussdokument betont, dass die Indikatoren **„keine neuen finanziellen Verpflichtungen schaffen“**, und dass Panama, die EU, Kanada und andere die Vereinbarung als überstürzt kritisierten. Zudem wird erwähnt, dass einige Verhandler die Indikatoren geändert haben, was sie möglicherweise schwerer nutzbar macht.


Das SEI (Stockholm Environment Institute) weist ebenfalls darauf hin, dass der von Experten entwickelte Rahmen in den politischen Verhandlungen „verwässert“ wurde, und dass der Schwerpunkt vom technischen Fachwissen auf einen von den beteiligten Ländern geführten politischen Prozess verlagert wurde, was das Risiko einer verlängerten Umsetzung birgt.



Die zwei Jahre von „Belém→Addis“: COP32 als Prüfstein

Die Entscheidung der COP30 ist hier nicht das Ende. UNFCCC-Dokumente sehen einen zweijährigen Prozess namens **„Belém–Addis Vision on Adaptation“** vor, um die Belém-Indikatoren umsetzbar zu machen und technische Arbeiten zur Verbesserung von Methoden und Metadaten voranzutreiben.


Auch in der Zusammenfassung der COP30-Ergebnisse des japanischen Außenministeriums wird darauf hingewiesen, dass die Indikatoren für das GGA (Globales Anpassungsziel) angenommen wurden, jedoch keine vollständige Einigung erzielt wurde. Die Diskussionen sollen im folgenden Jahr fortgesetzt werden, und die **zweijährige „Belém–Addis Vision“** wird die zukünftige Umsetzung prüfen. Zudem ist geplant, dass die COP32 in Äthiopien (Addis Abeba) vom 8. bis 19. November 2027 stattfinden wird, was darauf hindeutet, dass Afrika das „Hauptschlachtfeld der Umsetzung“ sein wird.



Wie es sich auf Industrie, Ernährung und Wasser auswirkt: Verbindung von Forschung und Finanzierung

Auf die Frage, ob die Indikatoren nur „auf dem Papier existieren“, bietet CGIAR einen interessanten Punkt. Der Kompromiss von COP30 war vorsichtig und politisch, aber die Tatsache, dass mehrere Indikatoren direkt mit Ernährung und Landwirtschaft zu tun haben, zeigt, dass Anpassung kein Randthema, sondern ein zentrales Thema geworden ist. Zudem wird betont, dass Daten, Methodik und Unterstützung in Form von Finanzierung und Kapazitäten unerlässlich sind, da „Indikatoren allein nicht zu Handlungen führen“.


Auch das IWMI (International Water Management Institute) sieht einen Wandel von einem „emissionszentrierten“ Ansatz hin zu einem Fokus auf Resilienz und Wasser und betrachtet die Annahme der Indikatoren und die Anpassungsfinanzierung (mit einem Ziel der Ausweitung bis 2035) als zusammengehörig. In bereichsübergreifenden Bereichen wie Wasser und Sanitärversorgung könnten die Indikatoren das Gespräch über „Umsetzung und Finanzierung“ voranbringen.



Reaktionen in sozialen Medien: Begrüßung und Vorsicht gleichzeitig (Beispiele im öffentlich zugänglichen Bereich)

Obwohl die Vereinbarung stark fachlich geprägt ist, gibt es in den sozialen Medien sowohl Stimmen, die sich Hoffnungen auf eine „Visualisierung der Anpassung“ machen, als auch solche, die warnen, dass ohne Finanzierung und Methodik alles ins Leere laufen könnte. Im Folgenden sind einige öffentlich zugängliche Beiträge zusammengefasst, die im Rahmen einer Suche gefunden wurden (Beiträge können im Kontext oder durch nachfolgende Berichterstattung anders interpretiert werden).


  • „Es ist ein Fortschritt, den Anpassungsfortschritt verfolgen zu können“
    Die Oxford Poverty and Human Development Initiative (OPHI) hat auf X gepostet, dass die COP30 die Belém-Indikatoren gewählt hat, was den Ländern helfen wird, den Fortschritt bei der Anpassung zu verfolgen.

  • „Wir wollen die Anpassungsdiskussion in Afrika voranbringen“
    Power Shift Africa hat auf X Beiträge veröffentlicht, die die Annahme der 59 Belém-Indikatoren und den Belém–Addis-Prozess erwähnen und die Förderung der afrikanischen Anpassungsagenda andeuten.

  • „Indikatoren sind der ‚Einstieg in die Umsetzung‘. Aber es gibt viele ungelöste Fragen“
    Ein CGIAR-Kommentar sieht die 59 Indikatoren und den zweijährigen Belém–Addis-Prozess als „Kompromiss“ und hebt hervor, dass es Bedenken über den Widerstand, methodische Lücken und das Fehlen verbindlicher Finanzierungszusagen gibt. In den sozialen Medien ist ein ähnlicher Tenor zu erkennen („Indikatoren sind gut, aber Methode und Finanzierung müssen zuerst kommen“).

  • „Der Hinweis ‚keine neuen Verpflichtungen‘ wirkt eher leer“
    Laut einem Bericht von Carbon Brief betont das Abkommen, dass „keine neuen finanziellen Verpflichtungen entstehen“, während gleichzeitig Kritik laut wird, dass ohne Finanzierung keine Anpassung möglich ist. Auch in den sozialen Medien ist die Wahrnehmung verbreitet, dass es „zu viele Haftungsausschlüsse“ gibt.



Zukünftige Schwerpunkte: Damit es nicht nur beim „Messen“ bleibt

Ob die Belém-Indikatoren wirklich von Bedeutung sein werden, hängt von den folgenden drei Punkten ab.

  1. Daten und lokale Kapazitäten: Es muss ein System geben, das Länder mit Datenmangel nicht benachteiligt (einfache Erfassung, schrittweise Einführung, Einbeziehung des Wissens lokaler Gemeinschaften).

  2. Transparenz der Finanzierung: Ohne ein Design, das verfolgt, „wohin die Anpassungsfinanzierung geflossen ist“, könnten die Indikatoren zu einem „Bericht um des Berichts willen“ werden.

  3. Afrika als „Gestalter“ und nicht nur als „Empfänger“: Da die COP32 in Addis abgehalten wird, hat die Region, die die Vielfalt vor Ort am besten kennt, die Möglichkeit, die praktische Anwendbarkeit der Indikatoren zu bestimmen.


Anpassung braucht Zeit, um Ergebnisse zu zeigen. Gerade deshalb wird die Seite, die jetzt bestimmt, „was und wie gemessen wird“, die zukünftigen Diskussionen über die Mittelverteilung und Prioritäten anführen. Die Belém-Indikatoren könnten für Afrika sowohl ein „Überwachungsrahmen“ als auch eine „Waffe, um den eigenen Erfolg zu beweisen“ sein. Die zwei Jahre von Belém bis Addis sind ein entscheidender Wendepunkt.



Referenzartikel

Ein neuer globaler Plan zur Klimaanpassung wurde vorgestellt. Was sind die Belém-Indikatoren und warum sind sie für Afrika wichtig?
Quelle: https://phys.org/news/2026-01-climate-global-belem-indicators-africa.html

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