Droht der Generation Z eine Krise!? Das Darmkrebsrisiko ist doppelt so hoch wie bei der Boomer-Generation.

Droht der Generation Z eine Krise!? Das Darmkrebsrisiko ist doppelt so hoch wie bei der Boomer-Generation.

1. Was passiert im Darm von Menschen um die 20?

Die gängige Vorstellung, dass „Darmkrebs eine Krankheit des mittleren und höheren Alters ist“, beginnt zu bröckeln. Ein Forscherteam der Harvard Medical School und anderer Institutionen berichtete, dass junge Menschen, die 1990 geboren wurden, im gleichen Alter doppelt so häufig an Darmkrebs und viermal so häufig an Rektumkrebs erkranken wie die Boomer, die 1950 geboren wurden.DIE WELT
Darüber hinaus wurde ein explosionsartiger Anstieg von **+333% bei 15–19-Jährigen und +185% bei 20–24-Jährigen** in der CDC „WONDER“-Datenbank festgestellt.DIE WELT


2. Gesamtrückgang, aber Anstieg bei jungen Menschen – ein „Widerspruch“

Zwischen 1985 und 2018 hat sich die Inzidenzrate in der gesamten US-Bevölkerung ungefähr halbiert, während sie bei jungen Menschen gestiegen ist.DIE WELT
Auch in Deutschland zeigt sich der gleiche Trend, wobei die Anzahl der Behandlungen bei 20–29-Jährigen in den letzten 20 Jahren um ungefähr 45% gestiegen ist.DIE WELT
Auch die japanischen Statistiken sind bemerkenswert. Laut Daten aus der Präfektur Osaka hat sich die Zahl der jungen Menschen mit Darmkrebs im Alter von 20 bis 49 Jahren im Vergleich zu den 1990er Jahren ungefähr verdoppelt.日刊ゲンダイDIGITAL


3. Der „perfekte Sturm“ der Lebensgewohnheiten

Forscher vermuten, dass folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Verarbeitete Fleischprodukte, fettreiche und zuckerreiche Ernährung

  • Bewegungsmangel und Fettleibigkeit

  • Alkohol und Rauchen

  • Veränderungen im Darmmikrobiom

  • Umweltchemikalien wie Mikroplastik
    sind komplexe Faktoren.focus.de
    Besonders langes Sitzen und hochverarbeitete Lebensmittel werden als „zwei große Risikofaktoren“ genannt. Eine Harvard-Studie analysierte, dass Krebserkrankungen bei unter 49-Jährigen in 30 Jahren um ungefähr 80% gestiegen sind, wobei Magen-Darm-Krebs im Mittelpunkt steht.PRESIDENT Online(プレジデントオンライン)

4. Von 45 auf 40 Jahre? Die weltweite Neufestlegung des Screening-Alters

In den USA hat das US Preventive Services Task Force (USPSTF) im Jahr 2021 beschlossen, das erste Darmspiegelungsscreening von 50 auf 45 Jahre vorzuziehen. Eine Diskussion über 40 Jahre ist im Gange.初回大腸内視鏡を50歳→45歳へ前倒し。40歳案も議論中だ。focus.de
In Japan bleibt das offizielle Screening-Alter bei 40 Jahren (Stuhltest) und 50 Jahren (Endoskopie), aber unter Fachärzten wird die Meinung lauter, dass man „auch ohne familiäre Vorgeschichte ab Ende 30“ beginnen sollte.

5. Die „Ursachendebatte“ in den sozialen Medien

Auf X (ehemals Twitter) finden sich Beiträge wie „Die Ernährung der Generation Z enthält zu viele ‚flüssige Kalorien‘“ und „Bewertet die Inhaltsstoffe von Energydrinks neu“. Auf Reddit im r/GenZ-Forum erhielt ein Thread mit der Behauptung, „Mikroplastik und VAPE (E-Zigaretten) sind die Hauptursachen“, etwa 2.000 Upvotes.Reddit
Auf medizinischen Diskussionsplattformen gibt es jedoch auch die nüchterne Gegenargumentation, dass „der Anstieg der Fälle auch auf Fortschritte in der Erkennungstechnologie zurückzuführen ist und man die Sterblichkeitsrate berücksichtigen sollte“.検出技術の進歩も一因。死亡率で判断すべき」と冷静な反論もある。Reddit
Die Diskussionen sind vielfältig, aber man ist sich einig, dass „es an Aufklärung über Vorsorgeuntersuchungen für junge Menschen mangelt“.

6. Die „vier Selbstverteidigungsregeln“ von Fachärzten

  1. Ernährung anpassen

    • Rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte auf maximal 500 g pro Woche begrenzen, mehr als 25 g Ballaststoffe pro Tag

  2. Täglich mindestens 30 Minuten Aerobic, um die Darmdurchgangszeit zu verkürzenで腸管通過時間を短縮

  3. Gewichtskontrolle: BMI unter 25 halten

  4. Vorsorgeuntersuchungen: Auch in den frühen 40ern bei Blut im Stuhl oder Bauchschmerzen nicht zögern, eine Endoskopie durchzuführen

„Bei Früherkennung liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei über 90%. Gerade weil man jung ist, ist der ‚Mut, nichts zu übersehen‘ wichtig“, sagen Fachärzte.日刊ゲンダイDIGITAL

7. Die Rolle von Unternehmen, Behörden und Medien

  • Lebensmittelindustrie: Klare Kennzeichnung von Zusatzstoffen in hochverarbeiteten Lebensmitteln

  • Schulbildung: Integration von „Darmgesundheit“ in den Lehrplan auf der Oberschule

  • Gesundheitsministerium und Kommunen: Ausweitung der kostenlosen Verteilung von Stuhltests auf Menschen in den 30ern

  • Medien/SNS: Nicht nur schockierende Zahlen, sondern auch Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen bereitstellen

Referenzartikel

„Die Generation Z erkrankt doppelt so häufig an Darmkrebs wie die Boomer - WELT“
Quelle: https://www.welt.de/gesundheit/article687a28913511bc17ac86e98d/Darmkrebs-Die-Gen-Z-erkrankt-doppelt-so-oft-wie-Boomer.html