Präventivmedizin 2.0, die im Darm beginnt: Wirken Ballaststoffe bei jedem Menschen unterschiedlich? Die Ära des "Präzisions-Mikrobioms", die auch die mentale Gesundheit beeinflusst.

Präventivmedizin 2.0, die im Darm beginnt: Wirken Ballaststoffe bei jedem Menschen unterschiedlich? Die Ära des "Präzisions-Mikrobioms", die auch die mentale Gesundheit beeinflusst.

Die Analyse des Darmmikrobioms und die Forschung zur Darm-Hirn-Achse schreiten voran, wodurch eine individuell optimierte präventive Medizin immer realistischer wird. Durch die Shotgun-Metagenomanalyse kann nicht nur das "Vorhandensein" von Bakterien, sondern auch deren Stoffwechselfunktion erfasst werden, was es ermöglicht, Prä-, Pro- und Postbiotika sowie die Ernährung individuell zu optimieren. Besonders die Reaktionen auf Präbiotika wie Inulin variieren stark von Person zu Person, was einen Wandel von standardisierten Ernährungsempfehlungen erfordert. Künstliche Intelligenz verbessert die Risikovorhersage, indem sie Metagenomik, Blutmetaboliten und Immunindikatoren kombiniert, was zu einer erweiterten Anwendung wie der Verbesserung der Genauigkeit von Darmkrebsscreenings führt. In sozialen Netzwerken koexistieren Erwartungen und Vorsicht, wobei Einfachheit und Transparenz der Beweise entscheidend sind. In Zukunft wird eine Governance wichtig sein, die den PDCA-Zyklus von Tests über Interventionen bis zur erneuten Messung mit der klinischen Praxis verbindet.