Der größte Faktor für den Ausstieg aus dem Veganismus war nicht die "Ernährung", sondern die "Einsamkeit" — Die stille Abkehr, die durch die "Reinheitspolizei" verursacht wird.

Der größte Faktor für den Ausstieg aus dem Veganismus war nicht die "Ernährung", sondern die "Einsamkeit" — Die stille Abkehr, die durch die "Reinheitspolizei" verursacht wird.

„Menschen, die mit Veganismus aufgehört haben“ werden oft als „Verräter“ angesehen. Zumindest war dies die Sichtweise des Autors dieses Artikels. Als jemand, der über zehn Jahre vegan lebte, hatte er insgeheim angenommen, dass es diesen Menschen einfach an Entschlossenheit mangelte. Doch anstatt sich auf das übliche „Online-Denunzieren“ zu stürzen, entschied er sich, tatsächlich mit **„50 Personen, die über ein Jahr vegan lebten und dann aufhörten“** zu sprechen. Was er entdeckte, war kein einfaches Verlangen nach Speck, sondern eine Realität, in der viele „nicht weitermachen konnten, selbst wenn sie wollten“. VegOut


1) Der Hauptgrund ist „soziale Isolation“ vor „Ernährung“

Der häufigste Grund im Artikel war soziale Isolation (23 Personen). Und es geht nicht nur um „Unannehmlichkeiten beim Auswärtsessen“. Es geht darum, nicht mehr eingeladen zu werden, die Atmosphäre zu verändern oder Konflikte am Familientisch zu verursachen – kurz gesagt, die Wahl der Ernährung kann die Zugehörigkeit erschüttern. Auch wenn man selbst versucht, es friedlich zu handhaben, kann man von anderen als „jemand, der Umstände macht“ wahrgenommen werden, schreibt der Autor. VegOut


Wichtig ist hier, dass Isolation nicht aus „innerer Schwäche“ entsteht, sondern aus der gesellschaftlichen Struktur, in der Essen im Mittelpunkt der Kommunikation steht. Tatsächlich gibt es Studien, die zeigen, dass Ernährungseinschränkungen die Gelegenheiten zum „gemeinsamen Essen“ verringern und so leicht zu Einsamkeit führen können. ResearchGate


2) „Gesundheitsbedenken“ sind häufig, aber der Zugang zu Unterstützung ist gering

Der zweithäufigste Grund sind gesundheitliche Bedenken (17 Personen). Was den Autor jedoch stutzig machte, war die geringe Zahl derjenigen, die mit Ärzten oder Ernährungsexperten zusammenarbeiteten, die sich mit pflanzlicher Ernährung auskennen (im Artikel waren es vier Personen). Wenn Müdigkeit, Haarausfall oder Verdauungsprobleme auftraten, endete das Gespräch oft mit „Iss Fleisch“, anstatt mit Tests oder Anpassungen. VegOut


Natürlich gibt es individuelle Unterschiede bei jeder Ernährungsweise. Gerade deshalb ist vor dem „Aufhören/Weitermachen“ eine **Planung (Ernährungsplanung + Unterstützungssystem)** notwendig. Laut führenden Ernährungsorganisationen kann eine gut geplante vegetarische/vegane Ernährung ernährungsphysiologisch ausgewogen sein. PubMed


3) Die Atmosphäre im „Vegan-Dorf“ drängt Menschen nach außen

Überraschend schmerzhaft ist die **Reibung unter Veganern (12 Personen)**. Ob es um Bio geht, zweifelhafte Inhaltsstoffe oder naive Fragen – solche „Reinheitsprüfungen“ treffen besonders die, die ohnehin schon kämpfen. Der Autor reflektiert, dass er dies als „leidenschaftliche Aufklärung“ bezeichnete, und sagt nun: „Leidenschaft, die Menschen klein macht, ist keine Aufklärung.“ VegOut


Hier gibt es einen „Wettbewerb um Richtigkeit“. Je mehr man auf der „richtigen“ Seite steht, desto eher möchte man die „falschen“ Menschen ausschließen. Doch in diesem Moment verwandelt sich die Bewegung von einem „Instrument zur Öffnung“ in ein „Instrument zur Auslese“.


4) Lebensereignisse sind stärker als Ideale

Schwangerschaft, Kindererziehung, Pflege, Jobwechsel, finanzielle Schwierigkeiten (11 Personen). Wenn das Leben aus den Fugen gerät, dreht sich die Ernährung um „Überleben“ statt „Ideale“. Kostenlose Pizza, mitgebrachte Hühnersuppe, Abende ohne Energie zum Kochen – in solchen Momenten kann Perfektionismus dazu führen, dass eine einzige Ausnahme als „alles ist schlecht“ wahrgenommen wird. Der Autor beschreibt solche Situationen nicht als „moralisches Versagen“, sondern als „Problem der verfügbaren Optionen“. VegOut


5) „Warum mache ich das?“ war nicht in eigenen Worten formuliert

Auch **schwache Motivation (8 Personen)** hat eine leise Wirkung. Menschen, die aus Gesundheitsgründen oder wegen eines Trends begonnen haben, haben keinen Halt, wenn die anfängliche Begeisterung nachlässt. Wenn sie von anderen gefragt werden, können sie es nicht in ihren eigenen Worten erklären. Dann überwiegt der Aufwand. Der Autor fasst zusammen: „Es ist notwendig, nicht das ‚Warum‘ anderer zu verteilen, sondern das eigene ‚Warum‘ der Person gemeinsam zu finden.“ VegOut


6) Die Kosten sind nicht nur „Lebensmittelpreise“ (Zeit, Verfügbarkeit, Wissen)

Zuletzt sind da die Kosten (7 Personen). Hier geht es nicht um die einfache Aussage „Gemüse ist teuer“, sondern um Lebensmittelwüsten, mangelnde Auswahl, Versandkosten bei Online-Bestellungen und vor allem um die **„Zeit und Energie, die für das Kochen benötigt werden“**. Auch wenn Veganismus kostengünstig sein kann, gilt dies oft für Menschen mit „Zugang und Freiraum“. VegOut



Reaktionen auf Reddit: Empathie und Diskussionen verstärkten den „Inhalt des Artikels“

Dieser Artikel wurde auch auf Reddit im r/vegan geteilt, und die Kommentare waren ziemlich symbolisch.

Am häufigsten war die direkte Empathie: „Isolation ist real“. Ein kurzer Satz wie „The isolation aspect is real“ schuf die Atmosphäre. Reddit


Zudem gab es die Klage: „Es gibt Leute, die nicht kommen, selbst wenn ich sie einlade, weil sie ‚Angst vor veganem Essen‘ haben. Dabei ist vieles von dem, was sie normalerweise essen, ohnehin vegan.“ Es wird deutlich, dass nicht „Essen“, sondern „Image“ eine Barriere darstellt. Reddit


Auf der anderen Seite gab es auch Unbehagen über Ratschläge innerhalb der Community. „Es ist zwar richtig zu sagen, ‚Du brauchst keinen Partner/solche Freunde‘, aber für viele Menschen sind soziale Verbindungen unverzichtbar“, wurde angemerkt. Dies verstärkt das Thema des Artikels (Isolation) aus der Perspektive der Betroffenen. Reddit


Im Gesundheitsbereich fielen Kommentare wie „Bildung ist nicht nur für die Allgemeinheit, sondern auch für die medizinische Gemeinschaft notwendig“ auf. Dies stimmt mit dem im Artikel beschriebenen „Mangel an professioneller Unterstützung“ überein. Reddit


Interessant ist auch die Kosten-Debatte.

  • „Wenn man sich auf verarbeitetes Fleisch und Käse konzentriert, könnte es teuer sein. Aber Pasta, Reis und Gemüse sind günstig“, wurde entgegnet. Reddit

  • „Convenience-Food (Tiefkühlkost, Meal Kits etc.) muss nicht unbedingt aus Fleischersatz bestehen. Für Menschen mit wenig Zeit ist das ein Problem“, wurde ergänzt. Reddit

  • „Veganismus ist günstig... bis zu dem Punkt, an dem er es nicht mehr ist. Wenn man Kinder hat und keine Zeit, greift man letztendlich zu ‚sofort essbaren Kalorien‘“, wurde realistisch angemerkt. Reddit


Diese Diskrepanz selbst zeigt, dass die Schwierigkeiten des Veganismus nicht durch „Preisschilder“, sondern durch „Unterschiede in den Lebensbedingungen“ verstärkt werden.


Nebenbei gibt es auch die typischen Abwege der sozialen Medien: „Zu viele Anzeigen, diese Seite ist schrecklich. Aber der Artikel war gut“, was zu einer Diskussion über die Benutzeroberfläche führte (und zu einer „Installiere uBlock“-Debatte), was die „Lesart“ von verbreiteten Artikeln in der modernen Zeit widerspiegelt. Reddit##HTML_TAG_455