Der "einflussreichste Lehrer der Welt": Ein Lehrer an einer öffentlichen Schule in São Paulo — Wie er das Lernen "über das Klassenzimmer hinaus" erweiterte

Der "einflussreichste Lehrer der Welt": Ein Lehrer an einer öffentlichen Schule in São Paulo — Wie er das Lernen "über das Klassenzimmer hinaus" erweiterte

In der Welt der Bildung wird derzeit ein "neuer Maßstab" eingeführt. Es geht nicht nur darum, guten Unterricht zu geben, sondern auch darum, das Lernen über das Klassenzimmer hinaus, in die Gesellschaft und online zu erweitern. Ein Symbol dafür ist die brasilianische Lehrerin Débora Garofalo aus São Paulo, die als "Global Teacher Influencer of the Year" ausgezeichnet und als "einflussreichste Pädagogin der Welt" vorgestellt wurde. Die Bühne war Dubai. Der Preis wird von der Varkey Foundation verliehen, die auch den Global Teacher Prize organisiert, der als "Nobelpreis" im Bildungsbereich gilt.


"Einfluss" bedeutet nicht die Anzahl der Follower

Der Begriff "Influencer" wird oft leichtfertig verwendet. Doch der Einfluss, der in diesem Kontext besprochen wird, ähnelt weniger der Fähigkeit, Trends zu setzen, als vielmehr der Fähigkeit, Lernmöglichkeiten zu erweitern und das Verhalten der Umgebung zu verändern. Die Varkey Foundation hat diesen Preis ins Leben gerufen, um Lehrer zu würdigen, die über soziale Medien und andere Kanäle den Unterricht über seine traditionellen Grenzen hinaus fortsetzen, den Austausch von Wissen unter Pädagogen fördern und die Gesellschaft positiv beeinflussen.


Tatsächlich endet Garofalos Ansatz nicht bei der Entwicklung "fotogener Lehrmaterialien". Im Mittelpunkt ihrer Bewertung steht ein Lernkonzept, das es Kindern ermöglicht, auch in ressourcenarmen Umgebungen durch "Erstellen", "Testen" und "Verbessern" die Prinzipien der Technologie zu erfahren.


Roboter aus Abfallmaterialien – Kreativität entsteht gerade aus dem "Mangel"

Ein bekanntes Beispiel ihrer Praxis ist das 2015 gestartete Projekt "Robotics with Recycled Materials". Die Bühne ist eine öffentliche Schule am Stadtrand von São Paulo. Auch ohne teure Kits können Kinder Prototypen aus lokalem Schrott und recycelten Materialien bauen und dabei die Grundlagen von Motoren, Schaltungen und Programmierung kennenlernen. Die Zielgruppe sind 6- bis 14-Jährige. Diese Aktivität trägt nicht nur zur Bildung bei, sondern auch zum Recycling, und in Berichten wird erwähnt, dass sie zur "Wiederverwendung von einer Tonne Material" beigetragen hat.


Dies ist eine der idealen Formen der STEM-Bildung. Wenn Technologie als "Mittel" mit alltäglichen und regionalen Herausforderungen verbunden wird, wird das Lernen plötzlich persönlich. Vor allem ist es wichtig, dass die Materialien "Müll" sind. Fehler tun nicht weh. Man kann es wieder zerstören und neu bauen. Eine Umgebung, in der man angstfrei experimentieren kann, fördert das Lernen der Kinder.


Von den "Top 10 der Welt" 2019 zur "einflussreichsten Person der Welt" 2026

Es wird berichtet, dass Garofalo 2019 als erste Frau aus Südamerika Finalistin des Global Teacher Prize wurde. Die aktuelle Auszeichnung ist also keine Geschichte eines plötzlich aufgetauchten Stars, sondern eine Fortsetzung ihrer langjährigen Praxis und Kommunikation.


Es wird auch berichtet, dass die aktuelle Auszeichnung eine "Überraschung ohne vorherige Ankündigung" war. Sie erhielt mitten in der Nacht die Nachricht und reiste spontan nach Dubai – die Schilderung ihrer Überraschung und Tränen hebt nicht nur das dramatische Element der Nachricht hervor, sondern auch die Bedeutung des Moments, in dem Pädagogen gewürdigt werden.


Der Moment, in dem die Ergebnisse aus dem Klassenzimmer die Politik beeinflussen

Bemerkenswert ist, dass das Projekt nicht nur innerhalb der Schule blieb, sondern einen größeren Rahmen beeinflusste. Berichten zufolge wurde ihre Methodik zum Thema eines Buches und in die Politik des Bundesstaates São Paulo integriert. Das bedeutet, dass "guter Unterricht" auf die Ebene von Systemen und Strukturen übertragen und skaliert wurde. Hier zeigt sich das Bild des Lehrers im Zeitalter der sozialen Medien. Die Weisheit der Praxis wird in eine teilbare Form gebracht, die Reproduzierbarkeit erhöht und für andere Regionen nutzbar gemacht. Der Austausch ist weniger Selbstdarstellung als vielmehr der Fluss eines öffentlichen Gutes.


Reaktionen in den sozialen Medien: Glückwünsche und Stolz, und die Frage "Was ändern wir als Nächstes?"

Als die Nachricht sich verbreitete, fielen in den sozialen Medien mehrere Reaktionen auf.


1) Glückwünsche im Stil von "Stolz auf die öffentliche Schule" und "Von der Peripherie in die Welt"
Das Wort "Peripherie" (periferia) hat in Brasilien eine starke Bedeutung. Viele Menschen sind stolz darauf, dass eine Bildungspraxis aus einer resourcenarmen Region außerhalb des Stadtzentrums weltweit Anerkennung gefunden hat. Auch im Artikel wird erwähnt, dass dies "nicht nur mein Preis ist", sondern "der der Schüler und der Gemeinschaft", was die Welle der Zustimmung verstärkte.


2) Praxisbezogene Reaktionen im Stil von "Das möchte ich nachmachen" und "Es geht auch ohne Lehrmaterialien"
Die Robotik mit recycelten Materialien bietet viele "mitnehmbare Ideen", unabhängig von Land oder Schule. In Kommentaren und geteilten Beiträgen wird oft die Konkretheit der Unterrichtsidee (Materialbeschaffung, Themenwahl, Einbindung der Gemeinschaft) hervorgehoben. In der Gemeinschaft der Pädagogen entstehen leicht Gespräche darüber, "wie man dieses Unterrichtskonzept lokal anpassen kann".

3) Politische Diskussionen im Stil von "Bessere Bedingungen für Lehrer und Investitionen in Schulen"
Andererseits enden die Reaktionen nicht nur mit Glückwünschen. Diskussionen wie "Lassen Sie es nicht bei der Heldengeschichte einer Einzelperson" und "Lehrer brauchen nicht nur Applaus, sondern auch Budget und Zeit" entstehen leicht. Die Auszeichnung sollte eine Botschaft zur "Investition in Bildung" sein, was in den Berichten immer wieder betont wird.


4) Fragen im Stil von "Wie sollte Bildung im Zeitalter der sozialen Medien aussehen?"
Da das Wort "Influencer" im Namen des Preises enthalten ist, tauchen auch Themen wie "Sollten Lehrer in sozialen Medien aktiv sein?", "Die Balance zwischen persönlicher Sichtbarkeit und öffentlichem Bildungsauftrag" und "Abhängigkeit von Plattformen" auf. Der Schwerpunkt des Preises liegt jedoch nicht auf "Buzz", sondern auf dem sozialen Einfluss, der das Lernen skaliert. Daher richtet sich die Diskussion eher auf "Was ist eine reproduzierbare Wissensvermittlung?" als auf "Wie vermeidet man kontroverse Veröffentlichungen?".

Warum diese Nachricht auch außerhalb Brasiliens Anklang findet

Der Grund, warum Garofalos Beispiel über Grenzen hinweg Resonanz findet, ist klar. Bildungsungleichheit, Ressourcenmangel, überlastete Lehrer, mangelnde Lernmotivation bei Kindern – diese Herausforderungen gibt es weltweit. In diesem Kontext wurde die Einschränkung "keine teuren Geräte" umgedreht, um lokale Abfallmaterialien als Einstieg ins Lernen zu nutzen, online geteilt und in Systeme integriert. Je ähnlicher die Herausforderungen in einem Land sind, desto eher wird diese Geschichte als "unsere eigene" wahrgenommen.


Und noch etwas: Im Mittelpunkt des Unterrichts steht nicht die Technologie selbst, sondern das Gefühl der Kinder, "ihre eigene Zukunft gestalten zu können". Aus etwas, das weggeworfen werden sollte, entsteht etwas Bewegliches. Was als wertlos galt, erhält durch Wissen und Kreativität Wert. Diese Erfahrung trägt auch zum Selbstwirksamkeitsgefühl der Kinder bei. Daher handelt es sich bei dieser Geschichte nicht nur um Roboter, sondern auch um "Hoffnung".


Die nächste Aufgabe, die der "einflussreichste der Welt" aufzeigt

Die Auszeichnung ist kein Ziel, sondern stellt der Gesellschaft eine Aufgabe.


Soll die Kreativität in Schulen allein auf dem Engagement Einzelner beruhen? Wie können politische Maßnahmen die Weisheit der Praxis aufnehmen, unterstützen und nachhaltig machen? Soziale Medien können das Lernen erweitern, erhöhen aber auch die Belastung und das Risiko für Lehrer. Deshalb ist es jetzt notwendig, mit der gleichen Energie, mit der "Lob verbreitet" wird, auch "Verbesserungen der Strukturen" voranzutreiben.


Garofalos Erfolg sollte nicht mit der schönen Überschrift "Von der öffentlichen Schule in die Welt" enden. So wie sie Roboter aus Abfallmaterialien geschaffen hat, sollten auch wir Wege finden, die Bildung unter begrenzten Bedingungen voranzubringen – diese Nachricht stellt diese Frage.



Quellen