Der Einfluss des „Körperbildes“ auf die Sportnoten von Mädchen in der Mittelschule - Das Gefühl „Ich glaube, ich kann es schaffen“ ist am stärksten: Der Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und Sportnoten

Der Einfluss des „Körperbildes“ auf die Sportnoten von Mädchen in der Mittelschule - Das Gefühl „Ich glaube, ich kann es schaffen“ ist am stärksten: Der Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und Sportnoten

Was passiert, wenn "gesehen werden" zu "gemessen werden" wird

Der am 24. September 2025 auf Phys.org veröffentlichte Artikel konzentriert sich auf den Zeitpunkt, an dem in der letzten Klasse der schwedischen Grundschule (6. Klasse) erstmals Noten im Sportunterricht vergeben werden, und berichtet über den Zusammenhang mit dem Körperbild der Kinder. Es gibt zwei Hauptpunkte: ① Je höher das Vertrauen in die eigenen körperlichen Fähigkeiten (Selbstwirksamkeit), desto besser die Noten (geschlechtsunabhängig). ② Bei Mädchen gilt: Je unzufriedener sie mit ihrem Aussehen oder ihrer Fitness sind, desto schlechter sind die Noten. Die Studie bezieht sich auf etwa 450 schwedische Sechstklässler. Die Befragungen wurden in einem Längsschnittdesign zu drei Zeitpunkten durchgeführt: zu Beginn des Herbstsemesters, nach der Notenvergabe und am Ende des Frühjahrssemesters. Die Studie deutet darauf hin, dass die "Bewertung" in einer entwicklungspsychologisch sensiblen Phase das Interesse und Verhalten der Kinder nachhaltig beeinflussen kann. Phys.org


Herkunft und Zuverlässigkeit der Forschung

Diese Ergebnisse basieren auf einer Pressemitteilung der Universität Göteborg (19. September) und einem begutachteten Artikel im Fachjournal European Physical Education Review (SAGE) mit dem Titel „Grading the physical self“. Die leitende Psychologin der Studie, Carolina Lunde, weist darauf hin, dass Noten die langfristigen Ziele des Lehrplans (ein positives Körperbild und lebenslange Bewegung) beeinträchtigen könnten. Die Nachrichten und der Originalartikel stimmen in ihrem Veröffentlichungsdatum, der Intention der Studie, den Messzeitpunkten und der Interpretation der Geschlechterunterschiede überein. Göteborgs universitet


Warum ist der negative Zusammenhang nur bei Mädchen stärker?

Die Pressemitteilung nennt als Hintergrund, dass der Druck durch Schönheitsnormen relativ stärker auf Mädchen lastet und der Sportunterricht Situationen beinhaltet, in denen der Körper entblößt wird (Umkleiden, beobachtet werden). Je höher die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, desto eher vermeiden Mädchen beobachtete Situationen, was letztlich zu einer Reduzierung der Ausführungsgelegenheiten im Unterricht und zu einer Benachteiligung bei der Bewertung führen kann. Gegen Ende des Schuljahres wurde auch eine Tendenz zu einem geringeren Interesse an Gesundheit und Aktivität festgestellt. Die Bewertung könnte kurzfristige Rangordnungen schaffen, während sie langfristige Gewohnheiten beeinträchtigen könnte – ein Paradoxon. Göteborgs universitet


Wie man "Ich kann das schaffen"-Gefühle fördert – im japanischen Kontext

Die japanischen Lehrpläne (Gesundheits- und Sportunterricht) betrachten die Bewertung im Sportunterricht aus drei Perspektiven: **„Wissen und Fähigkeiten“, „Denken, Urteilen und Ausdrücken“ sowie „Einstellung zum eigenständigen Lernen“. Dies zielt darauf ab, sich von einem reinen Fähigkeitsfokus zu lösen und die Selbstwirksamkeit und intrinsische Motivation zu schützen. Um die in den Dokumenten festgelegten Prinzipien in die Praxis umzusetzen, sind jedochkonkrete Unterrichtsdesigns und Bewertungsansätze erforderlich. 文部科学省


Schlüssel zur Umsetzung (Vorschläge)

  • Reduzierung der Zuschauerrolle: Anstatt vor der ganzen Klasse, sollte die Ausführung und gegenseitige Unterstützung inKleingruppen/Partnerarbeit erfolgen. Dadurch wird die Dichte der Zuschauerblicke verringert und die Anzahl der Versuche erhöht.

  • Erweiterung der Wahlmöglichkeiten: Bieten Sie mehrere Aktivitätsoptionen an, um dasselbe Lernziel zu erreichen (z.B. Kurzstreckenlauf, Koordination, Seilspringen). Diversifizieren Sie die Wege zum Erfolgserlebnis.

  • Sprachliche Formulierung der Bewertungskriterien: Legen SieAnstrengung, Selbstregulierung und Zusammenarbeit in konkrete Rubriken um und machen Sie dieProzessbewertung deutlich.

  • Sichere Gestaltung von Umkleiden und Körperwahrnehmung: Vermeiden SieÜberfüllung in Umkleideräumen, achten Sie auf Blicke und bieten Sie Freiheit bei der Kleiderwahl, umUmweltfaktoren zu optimieren.

  • Feedback zur Selbstwirksamkeit: Loben Sie nicht das Ergebnis, sondernden Fortschritt unddie Strategie (z.B. „Die Stabilität deiner Schritte war beeindruckend“ anstelle von „Du warst schnell“).

  • Sichtbarmachung der Stimmen der Lernenden: Nutzen Sie anonymeExit-Karten oder Formulare, um „Ängste“ und „Freude“ regelmäßig zu erfassen und in die Unterrichtsverbesserung einfließen zu lassen.

(Die obigen Vorschläge stimmen mit dem Rahmen der Richtlinien überein. Japanische Materialien betonen immer wiederdie wechselseitige Beziehung von Wissen und Fähigkeiten, die Bedeutung der Einstellung und die Bildung lebenslanger Bewegungsgewohnheiten.) 文部科学省

Reaktionen in den sozialen Medien: Forscher teilen, Bürger erleben

Diese Erkenntnisse wurden hauptsächlich von Bildungs- und Sportforschern aufX (ehemals Twitter) geteilt und als neuer Artikel im EPER vorgestellt. Auch deutsche Wissenschaftsinformationskonten fassten die wichtigsten Punkte zusammen und verbreiteten sie mit dem Universitätslogo. Auf Plattformen für Bürger wurde auf Threads die Meinung geäußert: „Looking back, it's completely unfair to grade kids based on PE performance.“ (Rückblickend ist es völlig unfair, Kinder nach ihrer Leistung im Sportunterricht zu bewerten), was eine Diskussion über die Angemessenheit der Bewertung anregt. Die Sichtbarmachung durch Forscher und die Erfahrungen der Bürger unterstützen die öffentliche Meinung zur „Neugestaltung der Bewertung“. X (formerly Twitter)

 



Nicht Kausalität, sondern „Wege“ lesen

Diese Studie ist alseinjährige Längsschnittstudie konzipiert, dieWege der Zusammenhänge schätzt. Sie behauptet keine Kausalität, ist aber mit bestehenden Forschungen konsistent. Lunde und Kollegen berichteten in früheren Studien über den Zusammenhang zwischenunentschuldigtem Fehlen (Vermeidung von Sportunterricht) und Körperunsicherheit sowie Motivationsverlust. Die aktuellen Ergebnisse lassen einen Kreislauf vermuten: **„Vermeidung→weniger Gelegenheiten zur Ausführung→benachteiligte Bewertung→noch mehr Vermeidung“**. Daher ist es wichtig,die Bewertung so zu gestalten, dass sie „Vermeidung nicht verstärkt“. PubMed


Zusammenfassung der Redaktion: Drei Prinzipien, um die Bewertung zum „Verbündeten“ zu machen

  1. Prozess über Ergebnis: Nicht nur die Punktzahl, sondern auchPlanung→Ausführung→Reflexion sollten bewertet werden.

  2. Wählen und Verbergen können: Bieten Sie Auswahlmöglichkeiten bei Aktivitäten undBlickkontrolle (Kontrolle darüber, wie man gesehen wird).

  3. Unterstützung durch Worte: Verwenden Siepositive Worte über den eigenen Körper undkonkrete Verbesserungsvorschläge, um die Selbstwirksamkeit zu stärken.


Sportunterricht sollte ein Fach sein, das manlieben lernt. Wenn kurzfristige Rangordnungen die langfristige Gesundheitsmotivation beeinträchtigen, sollte die Bewertung geändert werden.„Mit dem Körper, den du jetzt hast, darfst du dich bewegen“ – ein solches Bewertungsdesign könnte letztendlich sowohl die Noten als auch die zukünftige Gesundheit verbessern. Göteborgs universitet


Referenzartikel

Studie zeigt, dass das Körperbild die Noten von Mädchen im Sportunterricht beeinflussen kann
Quelle: https://phys.org/news/2025-09-body-image-girls-grade-physical.html