Ein Körper, der nicht stürzt, wird durch "Tanzen" geschaffen – Warum Online-Tanz das Sturzrisiko bei älteren Frauen senkt

Ein Körper, der nicht stürzt, wird durch "Tanzen" geschaffen – Warum Online-Tanz das Sturzrisiko bei älteren Frauen senkt

„Ich habe Angst zu fallen, deshalb möchte ich nicht nach draußen gehen.“


Je älter man wird, desto realer wird dieses Gefühl. Ein Sturz kann bei älteren Menschen leicht zu schweren Verletzungen führen, was letztendlich dazu führt, dass sie weniger ausgehen und sich weniger bewegen, wodurch Muskelkraft und Gleichgewicht weiter abnehmen – dieser Teufelskreis ist schwer allein durch den eigenen Willen zu durchbrechen.


Auf der anderen Seite ist es schwierig, Bewegung zur Gewohnheit zu machen, auch wenn man weiß, dass sie wichtig ist, um das Sturzrisiko zu senken. Kein Transportmittel, gefährliche Straßen durch Schnee und Eis, keine Zeit wegen Pflege von Familienmitgliedern oder Hausarbeit, weit entfernte Sporteinrichtungen……. Zudem gibt es Menschen, die sich schon beim Gedanken an „Bewegung“ zurückziehen. Hier kommt als etwas unerwartete, aber sinnvolle Option Tanzen ins Spiel.


Tanzen ist nicht nur „spaßige Bewegung“, sondern auch „Gleichgewichtstraining“

Man hört oft, dass Tanzen gut für die Gesundheit ist. Es hebt die Stimmung, fördert soziale Kontakte und fordert den Kopf. Diese Aspekte sind zweifellos wichtig. Doch das Interessante an diesem Artikel ist, dass er das praktische Thema „Sturzprävention“ direkt mit Tanzen in Verbindung bringt.


Ein Schlüssel zur Sturzprävention ist die Stabilität der Haltung (posturale Stabilität). Wir erkennen Hindernisse mit den Augen, spüren die Körperhaltung und Beschleunigungsänderungen mit dem Innenohr und erhalten Informationen über die Position und Bewegung des Körpers durch die Empfindungen in den Fußsohlen und Gelenken. Das Gehirn integriert diese Informationen und gibt Befehle an die Muskeln. Mit zunehmendem Alter verändern sich diese Mechanismen allmählich, und selbst das Stehen kann zu einem „Schwanken“ führen. Je größer das Schwanken, desto instabiler ist man, was als erhöhtes Sturzrisiko angesehen werden kann.


Hier setzt das Tanzen an. Denn die Tanzschritte bestehen nicht nur aus Fußbewegungen.
Gewichtsverlagerung, Einbeinstand, Bewegungen außerhalb der Körperachse, präzise Kontrolle im Rhythmus……kurz gesagt, es kann leicht zu einem Wiedererlernen des Gleichgewichts werden.


Studieninhalt: Zweimal wöchentlich 12 Wochen lang „Ballett x Modern“ über Zoom

Der Artikel stellt ein Online-Tanzprogramm für Frauen über 65 Jahre in Montreal, Kanada, vor. Es wurde über Zoom zweimal wöchentlich, jeweils 75 Minuten, über 12 Wochen durchgeführt. Der Inhalt war eine Art „Fusion aus Ballett und Modern Dance“ mit folgendem Ablauf:


  • 15 Minuten Aufwärmen

  • Bewegungen mit Beugen und Strecken der Knie (Plié)

  • Einbeinstand mit gestrecktem anderen Bein (Tendu)

  • Schritte im Walzerrhythmus (Balancé)

  • „Beinahe-Sturz“-Bewegungen und moderne Tanzelemente mit Rundung der Wirbelsäule (Limon/Graham-Techniken)

  • Abschließend im Sitzen dehnen


Der Punkt ist, dass diese Bewegungen Gewichtsverlagerung, Einbeinstand und Körperbewegungen außerhalb der Achse natürlich beinhalten. Um auch online Sicherheit zu gewährleisten, waren technische Unterstützung und Personal, das die Teilnehmer im Auge behielt, über Zoom anwesend.


Die Teilnehmer wurden vor Beginn, in der Mitte und am Ende persönlich bewertet, wobei die Beinkraft, das dynamische Gleichgewicht und die Haltungsstabilität gemessen wurden.


Was hat sich verändert? Nach 6 Wochen weniger „Schwanken“ und am Ende mehr Muskelkraft

Die Ergebnisse sind konkret und gut.
Nach 6 Wochen verringerte sich das seitliche Schwanken im Stehen und das dynamische Gleichgewicht verbesserte sich. Zudem verbesserte sich die Wadenmuskulatur nach 12 Wochen. Die Muskelkraft wurde anhand praktischer Indikatoren wie „Wie oft kann man in 30 Sekunden die Fersen heben?“ bewertet.


Bei Diskussionen über Sturzprävention endet es oft mit „Machen Sie weiter“, aber diese Studie zeigt, „welche Veränderungen zu welchem Zeitpunkt auftreten“. Im Alltag könnte dies bedeuten, dass Bewegungen wie Gewichtsverlagerung beim Gehen, Absteigen von Stufen oder seitliche Bewegungen beim Putzen etwas leichter werden könnten.


„Gerade weil es online ist“, gibt es Menschen, die davon profitieren

Der Artikel spricht über den Wert von Online-Angeboten nicht als „Ersatz während der Pandemie“, sondern als Mittel zur Reduzierung struktureller Barrieren.

  • Weit entfernt wohnen und nicht zum Unterricht kommen können

  • Schwer, das Haus für längere Zeit wegen der Pflege von Familienmitgliedern zu verlassen

  • Angst vor vereisten Straßen im Winter

  • Sporteinrichtungen sind nicht barrierefrei oder man fühlt sich unwohl

  • Tanzlehrer konzentrieren sich in städtischen Gebieten


Online kann man sicher von zu Hause aus teilnehmen. Zudem entsteht durch das Zusammensein ein „lockeres Gemeinschaftsgefühl“. Viele Menschen finden es einfacher, sich zu bewegen, wenn sie die gleiche Musik und Choreografie teilen, als allein Krafttraining zu machen.


Auffällige Reaktionen in sozialen Netzwerken: Empathie und die Kette von „Das könnte ich schaffen“

Wenn der Inhalt dieses Artikels (und die Vorstellung der Studie) geteilt wird, sind in sozialen Netzwerken meist folgende Reaktionstypen zu beobachten:

1) „Auch wenn ich nicht gut im Sport bin, beim Tanzen…“

Je mehr Druck man spürt, „Sport machen zu müssen“, desto mehr wird man durch den Ausdruck **„Bewegung, die nicht wie Bewegung aussieht“** entlastet.
Es sammeln sich leicht empathische Kommentare wie „Das Fitnessstudio ist nichts für mich, aber mit Musik bewegt sich mein Körper“ oder „Wenn es keine Lektion, sondern ‚Tanzzeit‘ ist, könnte ich es fortsetzen“.

2) „Ich verstehe die Angst vor dem Sturz“ (Stimmen von Betroffenen und Familien)

Nicht nur die älteren Menschen selbst, sondern auch die Familienangehörigen, die sich um sie kümmern, reagieren stark.
„Seit meine Mutter einmal gestürzt ist, geht sie weniger aus“, „Im Winter ist es besonders beängstigend“, „Ich möchte eine Option, die ‚zu Hause machbar‘ ist“ – das Gefühl, dass ein Sturz die Freiheit im Leben schnell einschränken kann, erhöht die Intensität der Kommentare.

3) „Online ist überraschend oft die richtige Wahl“

Es gibt das Vorurteil, dass „online einsam macht“, aber tatsächlich motiviert die „Anwesenheit von Menschen“.
„Auch über den Bildschirm hinweg fühle ich mich beobachtet und mache mit“, „Es reicht, zur gleichen Zeit zusammenzukommen, um es fortzusetzen“ sind häufige Stimmen.

4) „Wie sieht es mit der Sicherheit aus?“ – eine realistische Frage

Neben den positiven Reaktionen gibt es immer auch Bedenken zur Sicherheit.
„Ich könnte stürzen“, „Es gibt keinen Platz“, „Ich mache mir Sorgen um mein Knie“ – Stimmen, die sich um die Umsetzung sorgen. Dies ist ein wichtiger Aspekt, und in dem Artikel wird erwähnt, dass „eine Aufsichtsperson über Zoom anwesend war“. Die Studie wurde „mit Sicherheitsdesign“ durchgeführt, was ein Hinweis für die Verallgemeinerung sein kann.


*Unter den Reaktionen in sozialen Netzwerken sind auch Beiträge zu sehen, die die Veröffentlichung der Studie fördern (z. B. Vorstellungen durch universitäre Abteilungen), was darauf hinweist, dass die gesellschaftliche Verbreitung der Forschung voranschreitet.*


Einführung in das „Sturzpräventionstanz“-Programm, das Sie heute beginnen können (Sicherheit zuerst)

Auch wenn man das gleiche Programm wie in der Studie nicht exakt nachbildet, kann man die Denkweise übernehmen. Der Punkt ist, nicht „auffällig zu tanzen“, sondern nach und nach Elemente einzubauen, die das Gleichgewicht betreffen.

  • Umgebung schaffen: Überprüfen Sie die Rutschfestigkeit des Bodens, räumen Sie Kabel und Teppiche weg. Stellen Sie einen stabilen Stuhl oder Tisch in die Nähe.

  • Zu Beginn „eine Stütze bereithalten“: Schon das Berühren der Stuhllehne mit einer Hand kann ein Gefühl der Sicherheit geben.

  • Gewichtsverlagerung sorgfältig durchführen: Langsam nach links und rechts verlagern→kleine Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen→auf ein Bein verlagern.

  • Wadenmuskulatur aktivieren: Leichtes Fersenheben, Fußgelenkkreisen. Überraschend wichtig zur Sturzprävention.

  • Bei Müdigkeit aufhören: Machen Sie eine Pause, bevor Sie außer Atem geraten. Bei Schmerzen abbrechen.

  • Bei Bedenken einen Fachmann konsultieren: Bei Vorerkrankungen oder starker Unsicherheit ist es ratsam, einen Arzt oder Physiotherapeuten zu konsultieren.


Der Vorteil des Tanzens liegt weniger in der „Richtigkeit“ als in der „Leichtigkeit des Fortsetzens“. Die Stimmung steigt mit der Musik, und „nebenbei“ werden Gleichgewicht und Muskelkraft gestärkt. Das ist in der Welt der Sturzprävention ziemlich stark.


Zusammenfassung: Tanzen erhöht die Freiheit des zukünftigen Selbst

Die Botschaft dieses Artikels ist einfach.


Bewegung zur Sturzprävention muss nicht anstrengend sein. Im Gegenteil, es ist besser, wenn sie Spaß macht. Die Online-Form reduziert reale Barrieren wie Mobilität, Wetter und Rollenbelastung und erreicht Menschen, die bisher leicht von Bewegung ausgeschlossen wurden.


„Tanzen“ ist nicht nur ein Hobby oder eine Unterhaltung, sondern auch ein Training, um das Körpergefühl zurückzugewinnen.
Die heutigen 75 Minuten könnten das „Alleine gehen können“, „Nach draußen gehen können“ und „An den gewünschten Ort gehen können“ von morgen unterstützen.


Referenz-URLs (keine Links im Text / hier zusammengefasst)

  1. https://www.concordia.ca/cunews/main/items/the-conversation/2025/bringing-the-dance-studio-home-can-improve-balance-and-reduce-th.html
     Seite der Universität, die den Hintergrund und das Programm der Studie vorstellt (im Kontext der gesellschaftlichen Verbreitung der Forschung).

  2. https://digitalcommons.wku.edu/ijes/vol17/iss1/11/
     Seite des International Journal of Exercise Science mit einer verwandten Studie (zur Überprüfung von Studiendesign, Zielgruppe und Bewertungsindikatoren).

  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11166139/
     Open-Access-Artikel, der sich mit den Auswirkungen von Online-Tanzinterventionen auf Haltungsstabilität, dynamisches Gleichgewicht und Muskelkraft befasst (zur Unterstützung von Hintergrund und Bedeutung).

  4. https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD012424.pub2/full
     Review zur Wirksamkeit von Bewegung (insbesondere Gleichgewichts-/funktionelle Bewegung) in der Sturzprävention (zur Unterstützung allgemeiner Grundlagen).

  5. https://www.frontiersin.org/journals/sports-and-active-living/articles/10.3389/fspor.2024.1384387/full
     Studie,