Die Falle des "Buzz" – Wen bewegen und wen entfremden emotionale Tweets von Politikern? : Der optimale Punkt der politischen Kommunikation

Die Falle des "Buzz" – Wen bewegen und wen entfremden emotionale Tweets von Politikern? : Der optimale Punkt der politischen Kommunikation

Eine neue Studie von Beth L. Fossen von der Indiana University und David A. Schweidel von der Emory University, veröffentlicht in Information Systems Research, zeigt, dass emotionale Beiträge von Politikern in sozialen Medien zwar "Likes" und geteilte Inhalte erhöhen, jedoch nicht zu einem Anstieg der Follower-Zahlen führen. Die Analyse von etwa 70.000 Beiträgen von US-Senatoren aus dem Jahr 2018 ergab, dass negative Emotionen wie Wut zwar die Reaktionen steigern, aber je größer die politische Vielfalt des Publikums ist, desto schwächer wird dieser Effekt und kann sogar kontraproduktiv sein. Ob jemand einem Politiker folgt oder nicht, wird eher durch inhaltliche Faktoren als durch Emotionalität beeinflusst. Die Veröffentlichung wurde am 15. Oktober auf Phys.org und EurekAlert! berichtet und in der Berichterstattung sowie in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weit verbreitet. In der Praxis des Social-Media-Managements wird die Erkenntnis, dass "Engagement und Wachstum unterschiedliche Dinge sind", als konsistent mit der praktischen Erfahrung angesehen. Strategien, die sich bei Wahlen oder Öffentlichkeitsarbeit auf "Buzz" verlassen, müssen überdacht werden, wenn es darum geht, ein vielfältiges Publikum zu erreichen.