Beeinflussen Essgewohnheiten in der Kindheit die Zukunft? Untersuchung der Auswirkungen auf die Gesundheit in der Pubertät

Beeinflussen Essgewohnheiten in der Kindheit die Zukunft? Untersuchung der Auswirkungen auf die Gesundheit in der Pubertät

Laut einer aktuellen Studie (BMC Pediatrics, 2025), die eine Geburtskohorte von 2.014 Personen in der kanadischen Provinz Québec bis zum Alter von 15 Jahren verfolgte, steht die Neigung zu übermäßigem Essen in der frühen Kindheit (2,5 bis 6 Jahre) signifikant im Zusammenhang mit selbstberichteten Werten von Angst, Impulsivität und Hyperaktivität während der Pubertät, jedoch nur bei Mädchen. Andererseits wurde das bei etwa 30 % beobachtete wählerische Essverhalten (Picky Eating) nicht mit mentalen Symptomen in der Pubertät in Verbindung gebracht und wird als stabiles, entwicklungsbedingtes Verhalten beschrieben. Obwohl die Studie eine Korrelation und keine Kausalität aufzeigt, wird nahegelegt, dass Eltern eher auf die emotionalen Aspekte und den Stress ihrer Kinder achten sollten, anstatt die Essensmenge durch Disziplin zu kontrollieren. In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich Diskussionen wie „Übermäßige Essensbeschränkungen sind kontraproduktiv“ und „Könnte der Zusammenhang, der nur bei Mädchen beobachtet wird, auf soziale Überwachung oder Geschlechternormen zurückzuführen sein?“ Die Studie steht im Einklang mit anderen Längsschnittstudien über die Essreaktivität in der frühen Kindheit und den Konsum von zuckerhaltigen Getränken in Bezug auf die mentale Gesundheit. Zur Prävention sind ein Gefühl der Sicherheit am Esstisch, Auswahlmöglichkeiten, Routinen und bei Bedarf professionelle Beratung entscheidend.