Ein Temperaturanstieg von 1℃ führt zu einem Anstieg des Zuckerkonsums um 0,7g: Die Daten zeigen das wahre Gesicht der "Sommerverführung": Warum der Klimawandel den Zuckerkonsum erhöht

Ein Temperaturanstieg von 1℃ führt zu einem Anstieg des Zuckerkonsums um 0,7g: Die Daten zeigen das wahre Gesicht der "Sommerverführung": Warum der Klimawandel den Zuckerkonsum erhöht

Eine neue Studie, die Kaufdaten und Wetterdaten aus den USA von 2004 bis 2019 vergleicht, kommt zu dem Schluss, dass der Konsum von "Zuckerzusätzen" in Haushalten mit steigenden Temperaturen zunimmt. Der Effekt ist besonders stark bei Temperaturen zwischen 12 und 30°C, wobei der Konsum pro Person und Tag um 0,7 g pro 1°C Anstieg zunimmt. Hauptsächlich sind zuckerhaltige Getränke dafür verantwortlich, aber auch Eis und andere kalte Süßspeisen tragen dazu bei. Über 30°C verlangsamt sich der Anstieg, aber bei einer angenommenen Erwärmung um 5°C bis 2095 wird ein Anstieg um etwa 3 g pro Person und Tag prognostiziert. Die Auswirkungen sind bei einkommensschwachen und gering gebildeten Bevölkerungsgruppen besonders ausgeprägt, was Bedenken hinsichtlich eines erhöhten Gesundheitsrisikos für gefährdete Gruppen wie Außenarbeiter aufwirft. Die American Heart Association empfiehlt, dass Zuckerzusätze weniger als 6 % der täglichen Kalorienaufnahme ausmachen sollten (Richtwerte: 36 g für Männer, 24–25 g für Frauen). In den sozialen Medien wird lebhaft diskutiert: "Der Zusammenhang ist nachvollziehbar", "Verwechsle nicht Korrelation mit Kausalität", "Der eigentliche Kern ist der Zugang zu Wasser und die Ungleichheit bei der Klimatisierung". Es sind mehrschichtige Interventionen erforderlich, darunter Hitzeschutzmaßnahmen, Gesundheitsbildung, Zugang zu ungesüßtem kaltem Wasser und Preispolitik.