„Weil es Winter ist“ vor dem Trinken. Der Grund, warum zu viel Vitamin-D-Supplement tatsächlich gefährlich ist.

„Weil es Winter ist“ vor dem Trinken. Der Grund, warum zu viel Vitamin-D-Supplement tatsächlich gefährlich ist.

Die Selbstverständlichkeit von "Vitamin D im Winter"

Wenn es kälter wird und die Tage kürzer werden, häufen sich in den sozialen Medien Beiträge wie "Habe angefangen, Vitamin D zu nehmen" oder "Im Winter unverzichtbar". Tatsächlich wird angenommen, dass Vitamin D die Knochengesundheit beeinflusst und auch an Muskeln und Immunität beteiligt ist. In sonnenarmen Jahreszeiten neigt man dazu, sich Sorgen zu machen, ob man genug davon bekommt.  


Das Problem ist jedoch nicht nur, ob es notwendig ist, sondern auch, wie viel man einnehmen sollte. Laut einem Bericht der dpa wird darauf hingewiesen, dass **viele handelsübliche Vitamin-D-Präparate "zu hoch dosiert"** sind. Anlass dazu gab eine **Untersuchung der Stiftung Warentest (Ausgabe 1/2026)**. Offenbach Zeitung



Grundsätzliches: Vitamin D ist "schwer nur durch die Ernährung zu decken", aber nicht "jeder hat einen Mangel"

Vitamin D kann aus fettreichen Fischen wie Lachs und Makrele, Milchprodukten und Pflanzenölen aufgenommen werden, aber die Ernährung deckt nur einen "Teil des Ganzen" ab — im Artikel wird als Expertenmeinung ein Anteil von etwa "10 %" genannt. Der Rest wird in der Haut durch Sonnenlicht (UV-Strahlung) synthetisiert.  


Andererseits ist es nicht so einfach, dass "Winter = alle haben einen Mangel". Der Artikel zeigt anhand von Daten des RKI (Robert Koch-Institut), dass eine bestimmte Anzahl von Erwachsenen in Deutschland "ausreichend versorgt" ist und dass diese Gruppe keinen großen Nutzen von zusätzlichen Nahrungsergänzungsmitteln hat. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln zur Vorbeugung von Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht ausreichend belegt ist. Offenbach Zeitung


"Wer sollte es einnehmen?" ist tatsächlich eine Frage mit erheblichen Unterschieden

Der Artikel nennt klare Gruppen mit "hohem Mangelrisiko". Dazu gehören Menschen, die wenig Sonnenlicht ausgesetzt sind (bettlägerig, selten im Freien, extrem wenig Hautexposition). Hinzu kommen **ältere Menschen, Übergewichtige, Menschen mit dunkler Hautfarbe und bestimmte Erkrankungen (Nieren, Verdauungstrakt)**, bei denen der Bedarf steigen könnte. Dies wird besonders zwischen Oktober und März relevant.


Wichtig ist hier, dass "ob man genug hat", nur durch einen Bluttest festgestellt werden kann. Der Artikel beschreibt den Ablauf der Messung in Absprache mit einem Arzt und weist darauf hin, dass die Kosten unter bestimmten Umständen von der Versicherung übernommen werden können oder es Richtwerte für die Selbstkosten gibt (Hinweis: Messungen am Ende des Winters sind schwierig zu interpretieren, da die Speicher erschöpft sind). Offenbach Zeitung



Der Hauptstreitpunkt: "Menge" — viele Produkte sind "überdosiert"

Hier liegt der Schwerpunkt des Themas. Laut Artikel wurden viele der 25 von Stiftung Warentest geprüften Produkte als hoch dosiert eingestuft, und einige wurden als "ungeeignet" bewertet, da sie ein Niveau aufweisen, das bei langfristiger Einnahme ein Risiko für Nierenschäden birgt.  


Wie viel ist also gut? Der Artikel empfiehlt gemäß dem Rat des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), die Aufnahme aus Nahrungsergänzungsmitteln auf maximal 20 µg (800 IU) pro Tag zu begrenzen. Diese Grenze wird auch auf Informationsseiten für Verbraucher wiederholt.  


In den Tests wurden nur zwei Produkte als "geeignet" eingestuft, und es wurden konkrete Produktnamen und Tagesdosen (200 IU / 400 IU) genannt. Hier ist es wichtig zu betonen, dass dies lediglich die "Bewertung von Warentest zu diesem Zeitpunkt" ist, und wenn Leser nach denselben Kriterien auswählen möchten, sollte "zuerst die Dosierung" im Vordergrund stehen. Offenbach Zeitung



Depotpräparate einmal pro Woche gefährlich? — "Falsche Einnahme" führt zu Überdosierung

In sozialen Medien liest man oft: "Ich habe das genommen, das man nur einmal pro Woche nehmen muss, weil es lästig ist, es täglich zu nehmen". Der Artikel weist jedoch darauf hin, dass Depotpräparate, die einmal pro Woche eingenommen werden, anfällig für "versehentliche" Fehler sind. Wenn man sie versehentlich häufiger einnimmt, kann dies schnell zu einer Überdosierung führen. Offenbach Zeitung


Auch das BfR warnt davor, dass die Einnahme von "hohen Dosen in Intervallen" (Bolus), wie täglich oder wöchentlich, ein Gesundheitsrisiko darstellen kann. Das Sicherheitskonzept (UL = Tolerable Upper Intake Level) basiert auf der Annahme einer "täglichen" kontinuierlichen Einnahme, und hohe Einzeldosen sind ein separates Problem. Bundesinstitut für Risikobewertung



Reaktionen in den sozialen Medien (basierend auf häufigen "Beitragstrends" und nicht auf spezifischen Zitaten)

Im Folgenden werden einige "Online-Diskussionspunkte", die durch diesen Artikel angesprochen werden, als typische Reaktionen in sozialen Medien dargestellt.


1) "Die einfach nehmen"-Fraktion

  • "Jeden Tag im Winter ◯◯IU. Ich habe das Gefühl, dass ich keine Erkältung bekomme."

  • "Ich habe keinen Test gemacht, aber alle nehmen es, also ich auch."
    Viele Menschen setzen auf "gefühlsmäßige" Erfahrungen, während der Artikel betont, dass "einige Menschen ausreichend versorgt sind". Offenbach Zeitung


2) "Je mehr, desto besser"-Fraktion (Überraschung)

  • "Was, ich dachte, je mehr Vitamine, desto besser wirken sie?"

  • "Ich dachte, 5000 IU wären normal..."
    Der Artikel zeigt die Realität der "hohen Dosierungen" und die Obergrenze (800 IU). Offenbach Zeitung


3) "Erst testen"-Fraktion

  • "Bluttest machen und nur bei Mangel einnehmen, oder?"

  • "Am Ende ist die Beratung durch einen Arzt kosteneffizienter"
    Der Artikel betont, dass "nur ein Bluttest Klarheit bringt". Offenbach Zeitung


4) "Ernährung reicht"-Fraktion vs. "Unmöglich"-Fraktion

  • "Fisch essen reicht doch"

  • "Es wird doch gesagt, dass die Ernährung nicht ausreicht"
    Der Punkt, dass "die Ernährung nur einen Teil ausmacht", wird oft zum Konsens in der Debatte. Offenbach Zeitung


5) Gegenargument zur "Depotpräparate sind praktisch"-Fraktion

  • "Einmal pro Woche ist doch viel praktischer"

  • "Nein, ich habe Angst vor Einnahmefehlern"
    Der Artikel warnt vor der Gefahr von "Einnahmefehlern→Überdosierung". Offenbach Zeitung


Die Schlussfolgerung aus diesem Artikel ist einfach

  • Nicht einfach "weil es Winter ist" anfangen. Überprüfen Sie zuerst, ob Sie zur Risikogruppe für einen Mangel gehören. Offenbach Zeitung

  • Wenn Sie es einnehmen, achten Sie zuerst auf die Dosierung. Als Richtwert gilt "bis zu 800 IU (20 µg) aus Nahrungsergänzungsmitteln". Offenbach Zeitung

  • Hohe Dosen einmal pro Woche sind "praktisch" und gleichzeitig "fehleranfällig". Die Gestaltung der Einnahme ist entscheidend. Offenbach Zeitung

  • Bei Unsicherheit Bluttest→Beratung. Die richtige Menge für die richtigen Personen. Offenbach Zeitung


*Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine Behandlung oder Medikation. Personen mit chronischen Erkrankungen, Schwangere oder Personen, die Medikamente einnehmen, sollten vor Beginn oder Erhöhung der Dosis einen medizinischen Fachmann konsultieren.*



Referenzartikel

Oft überdosiert: Worauf es bei Vitamin-D-Präparaten ankommt
Quelle: https://www.op-online.de/leben/gesundheit/