Warum steigen die Bahnpreise jetzt nacheinander? – Der wahrscheinliche Grund für den Beginn einer "Ära der regelmäßigen Preiserhöhungen alle paar Jahre"

Warum steigen die Bahnpreise jetzt nacheinander? – Der wahrscheinliche Grund für den Beginn einer "Ära der regelmäßigen Preiserhöhungen alle paar Jahre"

Einleitung: Der Schock der aufeinanderfolgenden Preiserhöhungen

Am 6. Dezember 2024 beantragte JR East eine Anpassung der Fahrpreisobergrenze. Dies ist die erste umfassende Fahrpreisanpassung, die das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1987 aus eigener wirtschaftlicher Entscheidung vornimmt. Die durchschnittliche Anpassungsrate beträgt 13,1 %, und die Umsetzung wird für März 2026 erwartet. In der Folge haben auch Seibu Railway und Tsukuba Express eine Preiserhöhung für das Jahr 2025 beantragt, was in der gesamten Metropolregion Tokio zu einem "Preiserhöhungsansturm" führt.



Kapitel 1: Makroökonomische Umgebung - Inflation und hohe Energiekosten

Eisenbahnunternehmen haben einen hohen Stromverbrauch, und der Anstieg der Strompreise ab 2024 traf sie direkt. Laut Statistiken der Energiebehörde sind die Importpreise für LNG, Kohle und Öl um fast das 1,9-fache gestiegen, und auch die Strompreise sind um 10-20 % gestiegen. Darüber hinaus sind die Preise für Baumaterialien und Wartungsmaterialien ebenfalls gestiegen, und gleichzeitig sind die Personalkosten gestiegen. Besonders der Mangel an Wartungspersonal ist ernst, was eine Struktur geschaffen hat, in der die Löhne erhöht werden müssen.



Kapitel 2: Änderungen im System - Barrierefreie Gebühren und veraltete Infrastruktur

Die barrierefreie Gebühr für Bahnhöfe (10 Yen) soll ab dem Geschäftsjahr 2025 in die Grundfahrpreise integriert werden. Dadurch wird sie nicht mehr explizit hinzugefügt, sondern automatisch in die Fahrpreise integriert, was zu einer Erhöhung der gesamten Fahrpreise führt. Außerdem altert die Infrastruktur, und es ist an der Zeit, Brücken und Viadukte zu erneuern. JR East plant Investitionen von 3,2 Billionen Yen in den nächsten fünf Jahren.



Kapitel 3: Nachfragerückgang - Rückgang der Geburtenrate und Remote-Arbeit

Durch die Verbreitung von Telearbeit ist die Nutzung von Pendlerabonnements stark zurückgegangen. Laut einer Umfrage des Innenministeriums beliefen sich die Einnahmen aus Abonnements im Geschäftsjahr 2023 auf nur 86 % des Niveaus vor der Pandemie, und eine vollständige Erholung wird nicht erwartet. Darüber hinaus führt die sinkende Geburtenrate und die alternde Bevölkerung zu einem langfristigen Rückgang der Passagierzahlen.



Kapitel 4: Globale Trends - Preiserhöhungen auch im Ausland normalisiert

In Großbritannien stiegen die Eisenbahnpreise im März 2025 um 4,6 %, und die französische Staatsbahn SNCF führte im Januar desselben Jahres eine durchschnittliche Preiserhöhung von 1,5 % durch. Beide Länder begründen dies mit der Reduzierung der finanziellen Belastung und der Nachhaltigkeit von Investitionen in die Infrastruktur. Weltweit wird eine "Preiserhöhung alle paar Jahre" zunehmend zur Norm, und Japan ist keine Ausnahme.



Kapitel 5: Finanzstruktur und Herausforderungen der Eisenbahnunternehmen

Viele Eisenbahnunternehmen haben eine Einkommensstruktur, die zu stark von regelmäßigen Einnahmen abhängt. Da mehr als 40 % der Fahrgeldeinnahmen aus Abonnements stammen, geht die Stabilität verloren, während Unternehmen ihre Arbeitsweise reformieren. Außerdem sind Eisenbahninfrastrukturen langfristige Abschreibungsvermögen, deren Investitionsrückfluss 10 bis 30 Jahre dauert. Dies hat die Entscheidung über den Zeitpunkt von Preiserhöhungen erschwert, aber in Zukunft wird eine frühzeitige Entscheidung über Preiserhöhungen erforderlich sein.



Kapitel 6: Vorhersage zukünftiger Anpassungszyklen

・Anpassungshäufigkeit: Bisher war eine Anpassung alle 10 bis 15 Jahre üblich, aber in Zukunft wird eine Überprüfung alle 2 bis 3 Jahre zur Norm werden.
・Anpassungsumfang: 10 bis 20 Yen für die Grundgebühr, insgesamt etwa 5 bis 15 %
・Prüfungsprozess: Antrag beim Verkehrsministerium, gefolgt von einer Fahrpreisprüfung und öffentlichen Kommentaren, bevor die Genehmigung erteilt wird



Kapitel 7: Maßnahmen von Nutzern, Unternehmen und Gemeinden

Unternehmen müssen die Methode der Zahlung von Pendlerzulagen überdenken und die Einführung von Mobilitätspässen in Betracht ziehen. Gemeinden sollten Subventionssysteme zur Aufrechterhaltung des regionalen Verkehrs und Reformen des Verkehrsteuersystems vorantreiben. Einzelpersonen sollten Mehrfahrtenkarten, Fahrkarten mit Punkte-Rückvergütung und Mobilitätsabonnements geschickt nutzen.



Schlussfolgerung: Nachhaltigkeit des öffentlichen Verkehrs und Überdenken der Kostenverteilung

Die Erhöhung der Eisenbahnpreise ist eine Belastung für die Nutzer, aber eine unvermeidliche Investition zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Eisenbahnen. In Zukunft wird eine Überprüfung der Kostenverteilung und der Systemgestaltung durch Unternehmen, Nutzer, Gemeinden und die Regierung erforderlich sein. Eine regelmäßige Überprüfung der Fahrpreise alle paar Jahre könnte zur "neuen Normalität" für die Aufrechterhaltung einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur werden.



🔗Liste der Referenzartikel (externe Links, chronologisch)