Netflix erhöht die Preise in Deutschland dramatisch! Der werbefinanzierte Plan steigt um erstaunliche 40%!

Netflix erhöht die Preise in Deutschland dramatisch! Der werbefinanzierte Plan steigt um erstaunliche 40%!

Netflix erhöht alle Abonnementpreise in Deutschland

Der Streaming-Dienst Netflix hat die Preise für alle aktuellen Abonnementpläne in Deutschland angehoben. Für Neukunden gelten die neuen Preise sofort, während bestehende Mitglieder entsprechend ihrem Abrechnungszyklus informiert werden. Laut dem Netflix-Hilfecenter wird, wenn sich der Preis ändert, eine E-Mail mit Details einen Monat vor dem betroffenen Abrechnungstermin verschickt.

Die aktuelle Anpassung ist einfach zu verstehen: Jeder Plan wird um 2 Euro pro Monat teurer. Allerdings ist der Anstieg prozentual größer, je niedriger der ursprüngliche Preis war. Am stärksten betroffen ist der Standardplan mit Werbung.

Die alten und neuen Preise sind wie folgt:

PlanAlter MonatspreisNeuer MonatspreisErhöhungAnstieg in Prozent
Standard (mit Werbung)4,99 Euro6,99 Euro2 Euroca. 40 %
Standard (ohne Werbung)13,99 Euro15,99 Euro2 Euroca. 14 %
Premium19,99 Euro21,99 Euro2 Euroca. 10 %

Auf Jahresbasis erhöht sich die Belastung bei jedem Plan um 24 Euro. Der Jahrespreis für Premium beträgt 263,88 Euro, für Standard ohne Werbung 191,88 Euro und für Standard mit Werbung 83,88 Euro. Auch wenn der monatliche Unterschied gering erscheint, könnte dies für Haushalte, die mehrere Streaming-Dienste parallel abonnieren, ein Anlass sein, ihre gesamten Fixkosten zu überdenken.


Der günstigste werbefinanzierte Plan steigt um ca. 40 %

Der Standardplan mit Werbung ist von 4,99 Euro auf 6,99 Euro pro Monat gestiegen. Absolut sind es 2 Euro, aber der Anstieg beträgt ca. 40 %. Zudem gibt es keine auffälligen zusätzlichen Vorteile im Austausch für die Preiserhöhung, wie Full-HD-Qualität, gleichzeitiges Streaming auf bis zu zwei Geräten und Download auf zwei Geräte.

Dieser Plan war ursprünglich als „Einstiegspunkt für günstiges Streaming im Austausch für Werbung“ gedacht. Doch mit einem monatlichen Preis von fast 7 Euro wird diese Positionierung fragwürdig. Preisbewusste Nutzer empfinden die Belastung als erhöht, während diejenigen, die keine Werbung wollen, zum Standardplan wechseln könnten, was weitere 9 Euro pro Monat mehr bedeutet. Die Nutzer stehen nicht nur vor einer einfachen Preiserhöhung, sondern auch vor der doppelten Wahl zwischen „Werbung sehen oder höhere Gebühren zahlen“.

Für Netflix ist der werbefinanzierte Plan sowohl eine kostengünstige Option als auch ein Wachstumsbereich für Werbeeinnahmen. Das Unternehmen erklärte, dass im Jahr 2024 mehr als die Hälfte der Neuanmeldungen in werbefinanzierten Ländern diesen Plan wählen. Der werbefinanzierte Plan ist also kein Nebenprodukt mehr. Da er sowohl die Nutzerzahlen als auch die Werbeeinnahmen steigern kann, wird der Anstieg von 40 % von den Verbrauchern stark wahrgenommen.


Premium überschreitet erstmals die 20-Euro-Marke

Der Premium-Plan ist von 19,99 Euro auf 21,99 Euro gestiegen und hat damit in Deutschland erstmals die 20-Euro-Marke klar überschritten. Die Premium-Funktionen wie 4K Ultra HD, HDR, Netflix 3D-Audio, gleichzeitiges Streaming auf bis zu vier Geräten und Downloads auf bis zu sechs Geräte bleiben erhalten.

Allerdings wird die Belastung bei Betrachtung der Preisentwicklung von Premium deutlicher. Vor der Preiserhöhung im April 2024 lag der Preis bei 17,99 Euro, was bedeutet, dass er in etwa zweieinhalb Jahren um 4 Euro gestiegen ist. Auf Jahresbasis macht das einen Unterschied von 48 Euro. Für Haushalte, die 4K-Inhalte auf großen Bildschirmen genießen oder in denen mehrere Personen gleichzeitig nutzen, bleibt die Rationalität bestehen, während Einzelpersonen, die nur wegen 4K abonniert haben, es als überteuert empfinden könnten.

Auch der Standard ohne Werbung ist von 13,99 Euro auf 15,99 Euro gestiegen. Full HD, gleichzeitiges Streaming auf zwei Geräten und Downloads auf zwei Geräte bleiben unverändert. Vergleicht man Preis und Qualität, werden diejenigen, die 4K wünschen, zum Premium-Plan geleitet, während diejenigen, die den Preis senken möchten, zum werbefinanzierten Plan wechseln, wodurch der Standard ohne Werbung in eine Position gerät, in der die Gründe für die Wahl hinterfragt werden.


Auch „zusätzliche Mitglieder“ außerhalb des Haushalts sind teurer

Das System, um Familienmitglieder oder Partner, die nicht im selben Haushalt leben, hinzuzufügen, wurde ebenfalls angepasst. Ein zusätzliches Mitglied ohne Werbung kostet nun 5,99 Euro statt 4,99 Euro pro Monat, während ein zusätzliches Mitglied mit Werbung 4,99 Euro kostet. Beim Standard-Plan kann eine Person hinzugefügt werden, beim Premium-Plan bis zu zwei Personen.

Wenn man dem Premium-Plan zwei zusätzliche Mitglieder ohne Werbung hinzufügt, beträgt die Gesamtsumme 33,97 Euro pro Monat, was jährlich 407,64 Euro ergibt. Natürlich kann die Belastung pro Person gesenkt werden, wenn die Zahlung aufgeteilt wird. Netflix geht jedoch davon aus, dass ein Konto grundsätzlich innerhalb eines Haushalts genutzt wird, was sich klar von der früher weit verbreiteten kostenlosen Passwortfreigabe unterscheidet.

Diese Änderungen festigen den Übergang von Netflix von einem „Dienst zum Teilen eines Kontos mit vielen Personen“ zu einem „Dienst, der auf Haushalte basiert und zusätzliche Gebühren für die Nutzung außerhalb des Haushalts erhebt“.


Unterschiedliche Informationen zur alten Basis-Plan

Bezüglich des alten Basis-Plans ohne Werbung, der nicht mehr neu abgeschlossen werden kann, gibt es unterschiedliche Berichte. Der ursprüngliche Artikel besagt, dass bestehende Nutzer ihn vorerst weiter nutzen können, aber nach einer Änderung oder Kündigung nicht mehr zurückkehren können. Ein anderes deutsches Medium berichtet hingegen, dass auch die verbleibenden Basis-Verträge eingestellt werden.

Nutzer, die derzeit den Basis-Plan nutzen, sollten sich nicht nur auf allgemeine Artikel verlassen, sondern die individuellen E-Mails von Netflix und die Abrechnungsinformationen in ihrem Konto überprüfen. Wenn sie ein Paket mit einem Partnerunternehmen oder einem Telekommunikationsanbieter nutzen, könnten die Benachrichtigungsquelle und der Anwendungszeitpunkt von einem direkten Vertrag mit Netflix abweichen.


Vier Reaktionen in sozialen Medien und Online-Foren

In den deutschsprachigen Online-Foren, die sich mit der aktuellen Preiserhöhung befassen, wurden in kurzer Zeit Hunderte von Kommentaren gesammelt. Auch in früheren deutschen Threads zur Preiserhöhung auf Reddit tauchen ähnliche Argumente immer wieder auf. Allerdings neigen die Personen, die Kommentare abgeben, dazu, starkes Interesse oder Unzufriedenheit mit den Preisen zu haben. Die folgenden Tendenzen sind keine Meinungsumfrage, sondern Reaktionen, die aus öffentlichen Beiträgen hervorgehen.

 

Erstens gibt es die direkte Reaktion „Ich kündige“. Beiträge, die besagen, dass die aktuelle Preisspanne nicht akzeptabel ist, dass sie bereits bei der letzten Erhöhung gekündigt haben oder dass sie dies zum Anlass nehmen, den Vertrag zu beenden, sind auffällig. Besonders die Überschreitung der 20-Euro-Marke bei Premium wird als psychologische Schwelle wahrgenommen.

Zweitens gibt es die Idee, das Abonnement nicht ständig zu halten, sondern nur in den Monaten, in denen man bestimmte Inhalte sehen möchte. Ein Nutzer beschreibt, dass er einmal im Jahr den werbefinanzierten Plan für etwa zwei Monate abonniert und nach dem Anschauen der gewünschten Inhalte kündigt. Da Netflix jederzeit Planänderungen und Kündigungen ermöglicht, könnte die Preiserhöhung das Verbraucherverhalten in Richtung einer Reduzierung der Abonnementmonate verändern, auch wenn sie nicht sofort zu einer vollständigen Abwanderung führt.

Drittens gibt es die Unzufriedenheit, dass „die Qualität der Inhalte nicht mit dem Preis übereinstimmt“. In den Beiträgen wird erwähnt, dass es zwar viele Inhalte gibt, aber nur wenige, die man sehen möchte, dass beliebte Serien schnell abgesetzt werden und dass man es nicht akzeptieren kann, dass 4K nur im Premium-Plan verfügbar ist. Die Akzeptanz der Preiserhöhung hängt nicht nur davon ab, ob das Haushaltsbudget 2 Euro Spielraum lässt, sondern auch davon, ob es im nächsten Monat Inhalte gibt, die man sehen möchte.

Viertens ist es nicht nur Kritik. Einige argumentieren, dass Netflix im Vergleich zu den Kosten für ein paar Stunden im Kino immer noch günstiger ist, da man im Monat viele Filme sehen kann. Zudem gibt es die nüchterne Beobachtung, dass viele, die bei jeder Preiserhöhung die Kündigung ankündigen, bei Beginn eines beliebten Titels wieder abonnieren, und dass Netflix dies möglicherweise einkalkuliert.

Aus diesen Reaktionen geht hervor, dass die Nutzer Netflix nicht unbedingt als überflüssig betrachten. Die Frage ist, ob es „notwendig ist, jeden Monat zu zahlen“. Statt einer einfachen Entscheidung zwischen vollständiger Kündigung und Fortsetzung könnten Zwischenoptionen wie ein Downgrade auf den werbefinanzierten Plan, kurzfristige Abonnements oder eine Überprüfung der Pläne innerhalb der Familie zunehmen.


Warum jetzt die Preiserhöhung?

Netflix gibt im Hilfecenter an, dass die Gründe für Preisänderungen Verbesserungen des Dienstes, Hinzufügungen von Inhalten, neue Funktionen, Marktbedingungen, Steuern und Inflation umfassen. Für die aktuelle Anpassung in Deutschland gibt es jedoch keine spezifische Erklärung, die direkt mit neuen Funktionen verknüpft ist.

Der größte Hintergrund, der die Preiserhöhung ermöglicht, ist, dass Netflix nicht mehr nur eine Streaming-App ist, sondern eine Unterhaltungsplattform mit exklusiven Inhalten und einer globalen Nutzerbasis. Wenn es Inhalte gibt, die nur auf Netflix verfügbar sind, kehren die Nutzer auch dann zurück, wenn sie mit dem Preis unzufrieden sind, zumindest im Veröffentlichungsmonat. Selbst wenn die Zahl der ständigen Abonnenten sinkt, kann das Geschäft bestehen, solange es starke Inhalte gibt, die Nutzer dazu bringen, sich abzumelden und wieder anzumelden.

Darüber hinaus bringt das Wachstum der werbefinanzierten Pläne eine Einkommensstruktur, die nicht nur von den monatlichen Gebühren abhängt. Da Netflix sowohl von den Nutzern Gebühren erhält als auch Einnahmen von Werbetreibenden erzielt, gibt es einen Anreiz, die Werbetechnologie und das Live-Streaming auszubauen. Aus Sicht der Verbraucher führt dies jedoch leicht zu Unzufriedenheit, da „es trotz Werbung um ca. 40 % teurer wird“. Der schärfste Konflikt zwischen der Wachstumsstrategie des Unternehmens und dem Gefühl der Erschwinglichkeit der Nutzer tritt bei diesem Plan auf.


Streaming bewegt sich von „alles inklusive“ zu selektivem Konsum

Früher war das Streaming von Videos attraktiv, weil es günstiger als Kabel- oder Pay-TV war, weniger Werbung hatte und man es jederzeit ansehen konnte. Heute sind die Inhalte jedoch auf mehrere Dienste verteilt, und jedes Unternehmen investiert in exklusive Inhalte oder Sportübertragungen. Die Pläne sind nach Werbung, Qualität, gleichzeitiger Nutzung und anderen Kriterien differenziert.

Selbst wenn man nur Netflix betrachtet, sind 2 Euro mehr pro Monat nicht viel, aber wenn man Disney+, Prime Video, Musik-Streaming, Spiele und Cloud-Dienste hinzufügt, können die Abonnementkosten eines Haushalts schnell steigen. In den Foren gab es tatsächlich Beiträge, die darauf hinwiesen, dass die Gesamtkosten mehrerer Abonnementdienste fast 100 Euro pro Monat erreichen, was eine Bereinigung erforderlich macht.

In einem solchen Umfeld neigen die Nutzer dazu, „nur ein oder zwei Dienste, die am meisten genutzt werden, ständig zu abonnieren und den Rest je nach Inhalt zu wechseln“. Für Netflix ist der wahre Konkurrent nicht nur ein anderes Unternehmen. Es sind die verfügbare Freizeit der Verbraucher und die Obergrenze der monatlichen Fixkosten.


Was Nutzer jetzt überprüfen sollten

Bestehende Mitglieder sollten zunächst die E-Mail zur Preisänderung von Netflix und das Datum der nächsten Abrechnung überprüfen. Dann ist es einfacher zu entscheiden, wenn man die Sehhistorie der letzten zwei bis drei Monate betrachtet. Wenn die Nutzung gering ist, könnte man kündigen und nur in den Monaten wieder abonnieren, in denen neue Inhalte verfügbar sind, die man sehen möchte. Haushalte, die keinen 4K-Fernseher nutzen und bei denen die gleichzeitige Nutzung auf zwei Geräte beschränkt ist, sollten prüfen, ob sie die Premium-Funktionen wirklich nutzen.

Umgekehrt, wenn die Familie regelmäßig auf fast vier Geräten schaut und 4K oder HDR wichtig sind, ist es sinnvoll, das Premium-Abonnement beizubehalten. Wichtig ist, nicht reflexartig über die Preiserhöhung zu urteilen, sondern die Kosten durch die tatsächliche Sehzeit und die genutzten Funktionen zu teilen.


Fazit: Mehr als nur 2 Euro „Akzeptanz“

Die aktuelle Preiserhöhung in Deutschland beträgt einheitlich 2 Euro pro Monat für alle Pläne. Beim werbefinanzierten Plan bedeutet dies jedoch einen Anstieg von ca. 40 %, und beim Premium-Plan wird die 20-Euro-Marke überschritten. Da die Funktionen weitgehend unverändert bleiben, zahlen die Nutzer nicht für neue Funktionen, sondern für das fortgesetzte Zugangsrecht zu Netflix-Inhalten.

Es ist verständlich, dass in sozialen Medien und Foren viele Stimmen zur Kündigung laut werden, aber die Stärke von Netflix liegt darin, dass selbst gekündigte Nutzer durch beliebte Inhalte zurückgeholt werden können. Daher wird der Fokus in Zukunft weniger auf der anfänglichen Kritik liegen, sondern darauf, wie sich die Fortsetzungsrate, der Wechsel zu werbefinanzierten Plänen und die kurzfristigen Wiederanmeldungen entwickeln.

Die Kontrolle über das Streaming verändert sich allmählich. Von einer Ära, in der Dienste „jederzeitige Verfügbarkeit“ verkauften, zu einer Ära, in der Nutzer jeden Monat selektiv entscheiden, ob es wirklich Inhalte gibt, die sie sehen möchten. Die neuen Preise von Netflix scheinen ein Symbol für diesen Wandel zu sein.


Quellen-URL

  • Moviebreak: Informationen zu den neuen und alten Preisen der Pläne in Deutschland, der Beibehaltung der Funktionen, den Gebühren für zusätzliche Mitglieder und der Behandlung des alten Basis-Plans.##HTML_TAG_