Der Anstieg der Düngemittelpreise belastet die Gewinne der Produzenten und könnte die Erholung verzögern – Die Turbulenzen aus Brasilien weisen auf das „nächste Preisrisiko“ hin.

Der Anstieg der Düngemittelpreise belastet die Gewinne der Produzenten und könnte die Erholung verzögern – Die Turbulenzen aus Brasilien weisen auf das „nächste Preisrisiko“ hin.

In Brasilien steigen die Düngemittelpreise erneut an und drücken die Margen der Landwirte. Die Gründe für den Anstieg sind: ① weltweite Angebotsbeschränkungen, ② Erholung der Rohstoffpreise (wie Ammoniak und Schwefel), ③ Handelsrisiken wie die Exportpolitik Chinas und ④ erhöhte Importkosten aufgrund der Abwertung des Real. Laut einer Analyse von Rabobank könnte der Druck auf die Margen der Produzenten bis etwa 2027 anhalten, wenn die Düngemittelkosten weiter steigen und die Agrarpreise schwach bleiben. Düngemittel machen einen großen Teil der Produktionskosten aus, und steigende Kosten können sich auf Anbaupläne, Einsatzmengen und Erträge auswirken, was letztendlich den Druck auf die Lebensmittelpreise verringern könnte. Auch für Japan erhöhen sich dadurch die "unsichtbaren Inflationsrisiken" durch importierte Lebensmittelpreise, Yen-Abwertung und Inflation bei inländischen Produktionsmaterialien. In Zukunft wird ein mehrschichtiges Risikomanagement wichtig, einschließlich des gemeinsamen Einkaufs von Düngemitteln, der optimalen Düngung durch Bodenanalysen, der Nutzung alternativer und biologischer Materialien sowie der Absicherung gegen Wechselkurs- und Rohstoffpreisschwankungen.