Neue Erkenntnisse über Schrittzahlen: Warum 7.000 Schritte pro Tag Langlebigkeit fördern und Zivilisationskrankheiten vorbeugen

Neue Erkenntnisse über Schrittzahlen: Warum 7.000 Schritte pro Tag Langlebigkeit fördern und Zivilisationskrankheiten vorbeugen

Zielschrittzahl = 10.000 Schritte
Diese eingängige Zahl, die in den 1960er Jahren im Zuge der Olympischen Spiele in Tokio aus dem Marketing japanischer Unternehmen hervorging, hat über ein halbes Jahrhundert als Gesundheitsmaßstab weltweit dominiert. Doch im Juli 2025 veröffentlichte ein internationales Forscherteam der Universität Sydney in Australien eine Metaanalyse, die dieses festgefahrene Bild aufbrach.Financial Times

1. Überblick über die Studie und Hauptbefunde

  • Teilnehmer: 161.000 Erwachsene aus 57 Langzeitstudien weltweit

  • Methode: Die Teilnehmer der einzelnen Studien wurden nach Schrittzahl gruppiert und die Verbindung zu insgesamt 10 Krankheiten plus Gesamtsterblichkeitsrate analysiert

  • Hauptergebnisse

    • 7.000 Schritte/Tag senken das Sterberisiko um −47%

    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen −25%, Krebs −6%, Typ-2-Diabetes −14%, Demenz −38%, Depression −22% usw.

    • Schon etwa 4.000 Schritte senken das Risiko für Tod und Krankheiten signifikant im Vergleich zu „sehr niedriger Aktivität (2.000 Schritte)“

    • Bei vielen Ergebnissen nimmt die Wirkung ab ab etwa 7.000 bis 10.000 Schritten und erreicht ein „Plateau“News-Medical


Kommentar des Forschungsteams
„10.000 Schritte sind nach wie vor vorteilhaft, aber in der Realität ist ein Ziel von etwa 7.000 Schritten das kosteneffizienteste. Der Schlüssel liegt nicht darin, ‚je mehr, desto besser‘, sondern ‚ein wenig mehr‘ zu erreichen“ (Hauptautor Ding Ding)Financial Times

2. Reaktionen in Japan

Sobald die Forschungsergebnisse von der „New York Times“ und den führenden japanischen Zeitungen aufgegriffen wurden, entbrannte eine hitzige Debatte auf X (ehemals Twitter) und in Blogs.

 


Medien/BenutzerHauptreaktionenQuellen
Nikkei Shimbun offizielles X„Sind 10.000 Schritte pro Tag unnötig? Der Effekt auf die Lebensverlängerung erreicht bei 7.000 Schritten ein Plateau“X (ehemals Twitter)
Jiji Medical„Das Sterberisiko halbiert sich bei 7.000 Schritten“Jiji Medical
Mainichi.jp„Sterberate um 70% reduziert, 7.000 Schritte sind ausreichend“ Artikel löst hitzige Diskussionen im Kommentarbereich ausMainichi Shimbun
Beliebter Blogger-Artikel„‚Unmögliches Spiel‘ und ‚Das schaffe ich‘ sind gespalten“slangeigo.com


Stimmen aus den sozialen Medien (Auswahl)

  • „10.000 Schritte täglich sind unmöglich, aber 7.000 Schritte scheinen machbar“

  • „Für Büroangestellte sind selbst 7.000 Schritte eine hohe Hürde“

  • „Ist es nicht wichtiger, die ‚Sitzzeit zu reduzieren‘ als die Zahlen?“

  • „Als Gadget-Fan habe ich die Vibrationsbenachrichtigung meiner Uhr auf 7.000 Schritte umgestellt“

3. Details der Evidenz – Alter, Geschlecht, Gehgeschwindigkeit

Zusätzliche Daten, die von den japanischen Medien vorgestellt wurden, zeigen, dass

4. Expertenkommentare (Japan)

  • Fachärztin für öffentliche Gesundheit und Ernährungswissenschaftlerin Mariko Yamada

    „Es war zu erwarten, dass Menschen ohne Bewegungshabit bei ‚10.000 Schritten‘ scheitern. Diesmal wurde konkret gezeigt, dass ein Ziel von etwa 7.000 Schritten erreichbar ist“

  • Physiotherapeut und Master in Sportwissenschaft Daiki Sato

    „Besonders bemerkenswert ist die Verbesserung der psychischen Gesundheitsindikatoren. Schon der Wechsel zu ‚aktivem Pendeln‘ beim Arbeitsweg oder Einkaufen zeigt deutliche Effekte“

5. Praktische Tipps zur Erhöhung der Schrittzahl

SituationBeispiele für „+α“Kalorienverbrauch (Schätzung)*
PendelnEine Station vor dem Ziel aussteigen und zu Fuß gehen+80–100 kcal
BüroarbeitAlle 30 Minuten 2–3 Minuten stehen oder im Büro umhergehen+30 kcal/h
MittagspauseUmweg zum Laden & eine Runde im Park+40 kcal
HaushaltStaubsaugen um ein Musikstück verlängern+20 kcal
*Schätzung für einen Erwachsenen mit 70 kg


Tipp
Wenn Sie die **täglichen Benachrichtigungen Ihrer Smartwatch oder kostenlosen Schrittzähler-App auf „6.500 Schritte“** einstellen, wird die psychologische Hürde von „plötzlich 7.000 Schritte“ gesenkt.

6. Geschäftliche Auswirkungen der „7.000-Schritte“-Ära

  • Neugestaltung der KPI von Gesundheits-Apps: Es wird erwartet, dass mehr Unternehmen das Belohnungssystem von „10.000 Schritte pro Tag“ auf „5.000 Schritte/7.000 Schritte“ umstellen

  • Betriebliche Sozialleistungen: Die Kriterien für das Erreichen von Walking-Challenges werden gesenkt, was die Teilnahmequote erhöht und zu einer Senkung der Krankenversicherungsprämien führt

  • Markt für Wearables: Die Eintrittsbarrieren für preisgünstige Smart-Ringe/Clip-Tracker sinken, und die Nachfrage bei Senioren steigt

7. Herausforderungen und Perspektiven

  1. Problem der „Schrittzahl-Diskrepanz“

    • Auch nach der Pandemie liegt die durchschnittliche Schrittzahl bei Personen, die hauptsächlich im Homeoffice arbeiten, weiterhin bei 3.000–4.000 Schritten

  2. Generalisierbarkeit der Forschung

    • Die Daten sind auf Europa, die USA und Australien konzentriert, es fehlen Daten aus Asien

  3. Langzeitverfolgung der Ergebnisse

    • Um die Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen durch eine Änderung der Schrittziele zu überprüfen, sind internationale Kohortenstudien über mehr als 10 Jahre erforderlich


Zusammenfassung
Die 7.000-Schritte-Regel erleichtert den Druck des „Ich muss jeden Tag gehen“ und lässt das Gehen als Gesundheitsinvestition neu entdecken. Ob der Hype in den sozialen Medien nur von kurzer Dauer ist oder zur gesellschaftlichen Umsetzung führt, hängt davon ab, wer und wie das tägliche „weitere