New York City verklagt Social-Media-Unternehmen wegen der Abhängigkeit von Kindern: Können Algorithmen Minderjährige schützen? - NYC geht gegen soziale Netzwerke als "öffentliche Belästigung" vor.

New York City verklagt Social-Media-Unternehmen wegen der Abhängigkeit von Kindern: Können Algorithmen Minderjährige schützen? - NYC geht gegen soziale Netzwerke als "öffentliche Belästigung" vor.

Die Stadt New York reichte am 8. Oktober 2025 eine 327-seitige Klage beim Bundesgericht gegen Meta, Alphabet, Snap und ByteDance ein, in der sie behauptet, dass soziale Medien Kinder „süchtig“ machen und die psychische Gesundheitskrise unter Jugendlichen verschärfen. Die Klagepunkte sind grobe Fahrlässigkeit und öffentliche Belästigung, und die Stadt fordert Schadensersatz für die Kosten im Bildungs- und Gesundheitswesen. Als Beispiele für die negativen Auswirkungen werden übermäßige Bildschirmzeit bei Schülern, Schlafstörungen, vermehrte Fehlzeiten und sogar Todesfälle durch „Surfen“ in der U-Bahn genannt. Die Stadt plant, ihre Klage vor dem Staatsgericht zurückzuziehen und sich den bundesweiten Sammelklagen (MDL) anzuschließen. Google entgegnete, dass „YouTube kein soziales Netzwerk ist“. Im Hintergrund steht, dass NYC im Jahr 2024 soziale Netzwerke als Gefahr für die öffentliche Gesundheit erklärte und der Bundesstaat New York im Jahr 2024 das SAFE-Gesetz verabschiedete, das „süchtigmachende Feeds“ für Minderjährige einschränkt, mit einem Entwurf für Durchführungsbestimmungen, der im September 2025 vorgestellt wurde. Die öffentliche Meinung in den sozialen Netzwerken ist gespalten zwischen „Verantwortung der Eltern“ und „Verantwortung des Unternehmensdesigns“, wobei die Diskussion zunehmend auf die praktische Umsetzung der Regulierung übergeht.