Jeder dritte Mann glaubt, dass "die Ehefrau dem Ehemann gehorchen sollte" – Warum gibt es bei der Generation Z, die eigentlich für Gleichberechtigung steht, einen Rückschritt?

Jeder dritte Mann glaubt, dass "die Ehefrau dem Ehemann gehorchen sollte" – Warum gibt es bei der Generation Z, die eigentlich für Gleichberechtigung steht, einen Rückschritt?

1) Der Moment, in dem die Annahme "Generation Z = progressiv" zusammenbricht

"Je jünger die Generation, desto aufgeschlossener gegenüber Geschlechtergleichheit" – vielleicht haben wir unbemerkt an diesen "automatischen Fortschritt der Zeit" geglaubt. Doch eine weltweite Umfrage, die anlässlich des Internationalen Frauentags (IWD) 2026 veröffentlicht wurde, stellt diese Annahme stark in Frage.


Laut der Umfrage gaben 31% der Männer der Generation Z (geboren zwischen 1997 und 2012) an, dass "eine Ehefrau ihrem Ehemann immer gehorchen sollte", und 33% sagten, dass "wichtige Entscheidungen letztendlich vom Ehemann getroffen werden sollten". Bei den Babyboomer-Männern (geboren zwischen 1946 und 1964) waren es 13% bzw. 17%. Statt "je jünger, desto gleichberechtigter" zeigt sich, dass ein Teil der jungen Männer stärker an traditionellen Ehevorstellungen festhält.


Wichtig ist hier, dass die Zahlen nicht bedeuten, dass alle Männer der Generation Z konservativer geworden sind. 31% sind schockierend, aber umgekehrt stimmen 69% nicht zu. Dennoch ist dies ein ausreichend großer Block, um die gesellschaftliche Atmosphäre zu verändern. Und dieser Block ist nicht nur mit "Macht in der Ehe" verbunden, sondern auch mit der Vorstellung von weiblicher Unabhängigkeit, sexuellen Normen und Männlichkeitsnormen.


2) Es geht nicht nur um Ehepaare – "Frauen sollten nicht zu unabhängig sein", "Eine echte Frau sollte..."

Die Umfrage zeigt nicht nur die Entscheidungsfindung innerhalb der Familie. 24% der Männer der Generation Z sagten, dass "Frauen nicht zu unabhängig oder selbstgenügsam wirken sollten" (bei den Babyboomern waren es 12%). Außerdem stimmten 21% der Männer der Generation Z der Aussage zu, dass "eine 'echte Frau' keinen Geschlechtsverkehr initiieren sollte" (bei den Babyboomern waren es 7%). Die Zustimmung der Frauen ist in derselben Generation niedriger.


Diese Kombination deutet darauf hin, dass die Hierarchie, die besagt "zu Hause gehorchen", und die Unterdrückung, die besagt "draußen nicht hervortreten" oder "keine sexuelle Autonomie haben", möglicherweise nahtlos miteinander verbunden sind. Es handelt sich nicht um den "Restgeruch des Patriarchats", sondern um ein "neu bearbeitetes Patriarchat".


3) Dennoch sind "Karrierefrauen attraktiv" – kein Widerspruch, sondern "Koexistenz"

Wenn man diese Umfrage als einfaches "Junge Männer sind konservativer geworden" abtut, übersieht man etwas. Gleichzeitig stimmten 41% der Männer der Generation Z zu, dass "Frauen mit einer erfolgreichen Karriere für Männer attraktiv sind", und übertrafen damit die Babyboomer (27% bei Männern und Frauen).


Hier handelt es sich weniger um einen sogenannten "Widerspruch" als vielmehr um eine Doppelseitigkeit.

  • Sie erwarten von ihrem Partner finanzielle Stärke und gesellschaftlichen Erfolg (modern)

  • Aber sie erwarten auch die endgültige Entscheidungsgewalt und Gehorsamkeit im Haushalt (traditionell)


Diese Doppelseitigkeit kann mit der Realität des modernen Liebes- und Heiratsmarktes übereinstimmen. Doppelverdiener sind die Norm, das Leben ist hart, aber es gibt nicht genug Spielraum, um "allein für den Haushalt zu sorgen". So entsteht eine "bequeme Kombination", bei der "draußen verdient werden soll, aber die Kontrolle im Haus nicht abgegeben werden soll". Anders ausgedrückt, es ist nicht nur eine Frage der Werte, sondern auch eine Anordnung von Wünschen, die durch die Lebensstruktur entsteht.


4) Die Diskrepanz zwischen "eigener Meinung" und "Meinung der Gesellschaft" verhärtet die Atmosphäre

Interessant ist auch die Diskrepanz zwischen der "eigenen Meinung" und dem, was "die Gesellschaft denken sollte". In der Umfrage war die Mehrheit der Meinung, dass "Kinderbetreuung, Hausarbeit und Einkommen gleichberechtigt aufgeteilt werden sollten", und die Zustimmung zu traditionellen Rollen wie "Frauen sollten den Großteil der Kinderbetreuung übernehmen" (17%), "den Großteil der Hausarbeit übernehmen" (16%) oder "Männer sollten den Großteil des Einkommens verdienen" (24%) war nicht unbedingt die Mehrheit.


Doch wenn gefragt wird: "Glauben Sie, dass viele Menschen in Ihrem Land so denken?", steigt die Zahl derer, die annehmen, dass traditionelle Rollen stark verankert sind. Der Glaube, dass die Gesellschaft konservativ ist, führt zu Selbstzensur und Konformitätsdruck, was letztendlich eine konservative Atmosphäre verstärkt – diese Dynamik kann sich im Zeitalter der sozialen Medien noch verstärken.


5) Reaktionen in sozialen Medien: Wut, Ironie, Relativierung und persönliche Erzählungen treten gleichzeitig auf

Solche Themen entfachen sich in sozialen Medien. Tatsächlich greifen internationale Medien das Thema auf, und in den Kommentaren und Zitaten sind vier Hauptreaktionen zu beobachten.


(1) Wut: Das ist keine Partnerschaft, sondern Herrschaft
"Wenn man Gehorsamkeit verlangt, sollte man auch die Verantwortung mindestens ebenso stark tragen"
"Es ist falsch, nur Macht zu wollen und Hausarbeit und Kinderbetreuung als 'Hilfe' zu betrachten"
In Ländern und Gemeinschaften, in denen das Wort "gehorchen" leicht mit Erfahrungen von Gewalt und wirtschaftlicher Kontrolle in Verbindung gebracht wird, ist die Ablehnung stark.


(2) Ironie: Wenn du in die 1950er Jahre zurückkehren willst, dann auch mit den Löhnen?
"Es ist nicht mehr die Zeit, in der man mit einem Einkommen eine Familie ernähren kann, aber die Rollen zurückzudrehen, ist unmöglich"
"Doppelverdiener sind selbstverständlich, aber die Entscheidungsgewalt im Haus bleibt beim Mann – das ist zu bequem"
Solche "strukturkritischen" Beiträge verbreiten sich leicht, da sie mit kurzen Worten Widersprüche aufzeigen können.


(3) Relativierung: Ignoriere nicht Kultur, Religion und die Definition von Begriffen
"Es ist oberflächlich, 'obey' direkt mit Gehorsamkeit zu übersetzen"
"Familienvorstellungen unterscheiden sich von Land zu Land. Es ist gefährlich, mit Durchschnittswerten zu urteilen"
Es gibt auch diese Meinung. Die Umfrage ist ein Durchschnitt von 29 Ländern, und es gibt Unterschiede je nach Land. Hier ist Besonnenheit gefragt.


(4) Persönliche Erzählungen: In meinem Umfeld gibt es das nicht/gibt es das
In sozialen Medien ist das Gefühl oft stärker als Daten. "Die Männer der Generation Z in der Realität sind freundlich", "Im Gegenteil, es gibt mehr dominante Menschen beim Dating" – gegensätzliche Erfahrungsberichte laufen parallel und spalten die Diskussion. Aber dass die Erfahrungsberichte auseinandergehen, ist auch ein Beweis dafür, dass "die Normen je nach Gemeinschaft unterschiedlich sind".


Auf Plattformen wie LinkedIn, wo eine "Kultur der echten Namen" stärker ist, gibt es längere Beiträge und Kommentare, die versuchen zu klären, warum die Norm "gehorchen" bestehen bleibt und dass gegenseitiger Respekt notwendig ist, um die Ehe zu stabilisieren. Unabhängig von der Intensität der Kontroversen gibt es auch eine Schicht, die versucht, die Diskussion mit geordneten Worten neu zu gestalten.


6) Warum gibt es bei einigen jungen Männern eine "Rückkehr"? (Drei Hypothesen)

Ab hier handelt es sich nicht um definitive Aussagen, sondern um Hypothesen, die auf den Daten und der Atmosphäre in sozialen Medien basieren.


Hypothese A: Gleichheit erscheint als "Nullsummenspiel"
59% der Männer der Generation Z fühlen, dass "Männern zu viel für die Gleichheit abverlangt wird". Wenn Gleichheit als "Gewinn für jemanden = Verlust für einen selbst" wahrgenommen wird, entsteht leicht der Gedanke, die Kontrolle im Haushalt "zurückzuerlangen".


Hypothese B: Je unsicherer die Zeiten, desto attraktiver wird die "Klarheit der Rollen"
Je stärker die wirtschaftliche, beschäftigungsmäßige und zukünftige Unsicherheit, desto mehr suchen Menschen nach "Muster" statt nach komplexen Verhandlungen. Der Ehemann entscheidet, die Ehefrau gehorcht – das mag unfair sein, aber die Kosten der Entscheidungsfindung sinken. Doch diese "Bequemlichkeit" belastet eine Seite.


Hypothese C: Soziale Medien verstärken "starke Worte"
Kurzvideos und starke Aussagen verbreiten sich leicht. "Männer sind so", "Frauen sind so" – diese Vorlagen sind näher an Vergnügen als an Verständnis. Je mehr extreme Normen auffallen, desto mehr schweigt die gemäßigte Mitte, und die falsche Annahme "die Welt ist konservativ" wird verstärkt.


7) Was tun? – Zahlen als "Einstieg in den Dialog" nutzen

Diese Umfrage zeigt weniger den Rückgang der Werte als vielmehr die Realität, dass "die Spaltung innerhalb derselben Generation voranschreitet". Auch unter Männern, unter Frauen und in derselben Altersgruppe sehen die Menschen unterschiedliche Welten.


Deshalb ist es notwendig, die Regeln neu zu gestalten, anstatt den anderen zum Schweigen zu bringen.

  • Hausarbeit und Kinderbetreuung nicht als "Hilfe", sondern als "gemeinsame Verantwortung" behandeln

  • Die Verteilung von Einkommen, Pflege und Entscheidungsfindung nicht nach Geschlecht, sondern nach Einigung festlegen

  • Gleichheit nicht als Nullsummenspiel, sondern als "Vermeidung eines Lebensstresses (Burnout-Vermeidung)" neu formulieren


Hinter dem Satz "Eine Ehefrau sollte gehorchen" verbergen sich Angst, Unsicherheit, das Bedürfnis nach Anerkennung und die Annahme "die Gesellschaft ist so". Daten können sowohl als Keule zur Verurteilung als auch als Landkarte für den Dialog dienen. Wir sollten uns für Letzteres entscheiden.



Quellen