Diättipps von Schlangen? "Kein Hunger" hat sich weiterentwickelt: Das Verschwinden des Hungerhormons weist auf einen alternativen Stoffwechselweg hin

Diättipps von Schlangen? "Kein Hunger" hat sich weiterentwickelt: Das Verschwinden des Hungerhormons weist auf einen alternativen Stoffwechselweg hin

1. Warum müssen die "stärksten Raubtiere" nicht so viel essen?

Schlangen verschlingen Hirsche im Ganzen und greifen manchmal sogar Krokodile an – ihr Fressverhalten ist spektakulär. Doch das wirklich Erstaunliche kommt danach: Viele Schlangen können Wochen, Monate oder unter bestimmten Bedingungen fast ein Jahr ohne Nahrung auskommen. Aus der Sicht von Säugetieren ist dies eine fast übermenschliche (oder überreptilische?) Fastenresistenz.


Diese "Fähigkeit, nicht zu essen" lässt sich möglicherweise nicht nur durch Muskelmasse oder Verhaltensstrategien erklären, sondern auch durch ein grundlegenderes "Design". Eine Studie, die das Genom von Reptilien umfassend vergleicht, hat für Aufsehen gesorgt.


2. Der Schlüssel ist der "Hunger-Alarm" – Verlust des Ghrelin-Gens

Das Forschungsteam konzentrierte sich auf das Hormon Ghrelin, das allgemein als "Hungerhormon" bekannt ist und an der Regulierung von Appetit und Energieverbrauch beteiligt ist. Der Bericht legt nahe, dass das Ghrelin-Gen (GHRL) im Stammbaum der Schlangen verloren gegangen oder in eine weniger funktionale Form "zerfallen" ist.


Darüber hinaus ist das Enzym MBOAT4, das wichtig für die Aktivierung von Ghrelin ist (es fungiert quasi als "Schalter" für Ghrelin), bei Schlangen ebenfalls verloren gegangen oder degeneriert. Das bedeutet, dass sowohl das "Hungerhormon" als auch der Mechanismus, der es aktiviert, gemeinsam geschwächt wurden.


Die Analyse beschränkte sich nicht nur auf Schlangen. In einem Vergleich von 112 Genomen, darunter Schlangen, Echsen, Schildkröten und Krokodile, wurde festgestellt, dass auch Chamäleons und einige Echsen unabhängig ähnliche Verluste aufweisen. Dies ist wichtig, denn wenn es sich nur um einen zufälligen Defekt handeln würde, wäre es unnatürlich, dass derselbe Verlust mehrfach über verschiedene Stammbäume hinweg auftritt. Das Forschungsteam sieht dies als eine evolutionär ausgewählte Anpassung.


3. Die "Lauerjäger"-Lebensweise und das Problem mit dem Hungerhormon

Viele Schlangen und Chamäleons sind darauf spezialisiert, sich zu verstecken und auf eine Gelegenheit zu warten, anstatt ihre Beute zu verfolgen und Kalorien zu verbrauchen. Dies ist eine rationale Strategie, aber die Wartezeit kann lang sein. Manchmal bewegen sie sich wochen- bis monatelang nicht.


Hier wird der "Hunger-Alarm" problematisch. Was passiert, wenn das Hungersignal im Körper ständig aktiv ist? Es könnte die Versuchung erhöhen, sich zu bewegen, anstatt ruhig zu warten, und es könnte zu einer dauerhaften Stressreaktion oder einem eingeschalteten Stoffwechsel führen. Für Raubtiere, die lange warten, könnte ein "starkes Hungergefühl" eher hinderlich sein.


Die Studie deutet darauf hin, dass Schlangen möglicherweise nicht einfach "geduldig" sind, sondern dass sie sich von vornherein auf ein Design zubewegen, das den Hunger nicht stark aktiviert.


4. Unterschiedliche Energiesparmethoden – nicht "Fett verbrennen", sondern "nicht verbrennen"

Interessant ist auch die Rolle von Ghrelin bei Säugetieren. Im Allgemeinen führt es während des Fastens dazu, dass der Körper Fett verbrennt, um Energie zu gewinnen. Schlangen scheinen jedoch eine andere Methode des Fastens gewählt zu haben.


Der Kern der Forschung ist folgender: Durch die Schwächung des Ghrelin-Systems bei Schlangen könnte die Notwendigkeit, während des Fastens Fettsäuren in den Muskeln zu oxidieren und intensiv zu verbrennen, gesunken sein. Stattdessen könnten sie in einen **extremen Energiesparmodus (niedriger Verbrauch)** wechseln. Anders ausgedrückt: Während Säugetiere "den Treibstoff umwälzen, um durchzuhalten", schalten Schlangen "den Motor ab, um zu überleben". Die Strategien des Fastens unterscheiden sich.


Natürlich nutzen Schlangen nicht gar kein Fett. Aber wenn sie für ein Lauerjägerleben optimiert sind, erhöht sich die Erfolgsquote eher durch "geduldig warten mit niedrigem Verbrauch" als durch "in Panik geraten und sich bewegen". Der Verlust von Genen könnte diese Richtung unterstützt haben.


5. Bedeutung für den Menschen: Kein "Diät-Geheimnis", sondern ein Hinweis auf das Verständnis des Stoffwechsels

"Wenn es kein Hungerhormon gibt, wollen wir Menschen es auch loswerden!" – So könnte man denken. Doch die Forschung weist eher auf das Vorhandensein eines "alternativen Stoffwechselwegs" hin, als auf ein einfaches Rezept für ein Abnehmmittel.


Wie Schlangen, die auch bei langfristigem Fasten ihre Muskeln und Organe erhalten und bei Bedarf schnell auf Verdauung, Absorption und Wachstum umschalten (Schlangen zeigen nach dem Essen auch dynamische Organveränderungen). Wenn der Verlust des Ghrelin-Systems an diesem Umschalten beteiligt ist, wird die Sichtweise, Fettleibigkeit und Stoffwechselerkrankungen nur als "Appetitproblem" zu betrachten, erschüttert.


Das bedeutet, dass "Hunger zu unterdrücken = die richtige Antwort" nicht der Fall ist, sondern dass es Punkte gibt, die man vom "Design der Energieverteilung selbst" lernen kann. Das Forschungsteam erwähnt auch die Möglichkeit, dass solche extremen Energieeinsparungen medizinische Hinweise geben könnten.


6. Reaktionen in sozialen Medien (soweit öffentlich einsehbar)

Dieses Thema wurde nicht nur als Nachrichtenartikel verbreitet, sondern auch über offizielle Kontoposts in sozialen Medien vorgestellt. In dem öffentlich einsehbaren Bereich sind hauptsächlich folgende "Reaktionstypen" auffällig:

  • "Ein Körper, der keinen Hunger verspürt, beneidenswert"
    Die Kernaussage des Artikels (Verlust der hungerbezogenen Gene) wird leicht zu einem Auslöser für "neidische" Kommentare. Besonders im Kontext von Diäten entsteht leicht die Frage: "Kann das nicht auch auf Menschen angewendet werden?"

  • "Optimierung für das Lauerjägerleben, die Evolution ist erstaunlich"
    Die Erklärung, die die Raubstrategie (Lauerjäger) mit dem Verlust von Genen verbindet, ist intuitiv und vermittelt ein Gefühl der "Verbindung zwischen Ökologie und Genom". Hier entstehen leicht romantische Reaktionen.

  • "Leben Schlangen also ohne jegliches Hungergefühl?" – Missverständnis-Korrektur
    Es ist leicht, zu dem Schluss zu kommen, dass "kein Gen = kein Hunger" bedeutet, daher sind oft nüchterne Ergänzungen wie "Es muss über andere Wege reguliert werden" oder "Hormone sind vielschichtig" zu finden.

  • Fachlichere Reaktionen: Aufmerksamkeit auf "unabhängiger Verlust in mehreren Linien"
    Der Punkt, dass in einem Vergleich von 112 Arten ähnliche Verluste auch bei anderen als Schlangen gezeigt wurden, ist aus der Perspektive der evolutionären Wiederholbarkeit ansprechend. Es führt zu einer tieferen Diskussion als nur "Schlangen sind erstaunlich".


7. Zukünftige Schwerpunkte

Diese Studie endet nicht mit der simplen Aussage "Schlangen können fasten, weil sie kein Ghrelin-Gen haben". Vielmehr ist der nächste Fokus darauf, wie das "Schwächen des Hungersignals", das "Energiesparen beim Warten" und das "explosive Ansteigen des Stoffwechsels nach dem Essen" miteinander verbunden sind.


Und wenn bei Schlangen, Chamäleons und einigen Echsen unabhängig ähnliche Verluste aufgetreten sind, könnte es ein "offensichtliches optimales Design" geben, zu dem die Evolution immer wieder gelangt, um extremes Fasten zu ermöglichen. Auch wenn es keinen direkten Weg zur menschlichen Gesundheitsforschung gibt, ist es als Hinweis zur Erweiterung der Stoffwechselkarte durchaus interessant.



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