Der Grund, warum die Augen nur im Winter "austrocknen" — Die wahre Ursache, warum Heizung, Wind und Bildschirme die Feuchtigkeit entziehen

Der Grund, warum die Augen nur im Winter "austrocknen" — Die wahre Ursache, warum Heizung, Wind und Bildschirme die Feuchtigkeit entziehen

Im Winter wird die Trockenheit von Haut und Lippen oft als „naja, das ist normal“ hingenommen, aber das Unbehagen der Augen wird oft als unerwartet empfunden. Die Augen sind häufiger gereizt, jucken, fühlen sich rau an und sind gerötet. An schlimmen Tagen verschwimmt die Sicht, was die Konzentration bei der Arbeit oder beim Autofahren beeinträchtigen kann.


Besonders problematisch ist, dass „Tränenfluss ≠ nicht trocken“ nicht immer zutrifft. Im Winter können die Symptome der Augen und ihre Ursachen oft auseinanderklaffen.


Die Feuchtigkeit der Augen wird durch einen „dünnen Film“ geschützt

Auf der Oberfläche unserer Augen breitet sich ein sehr dünner „Tränenfilm“ aus, der die Hornhaut und die Bindehaut schützt. Dieser Film besteht nicht nur aus Wasser, sondern auch aus Lipiden, die die Verdunstung verhindern. Bei jedem Blinzeln wird dieser Film auf die Augenoberfläche neu aufgetragen und gleichmäßig verteilt.

 
Wenn das Gleichgewicht des Films gestört ist, kann die Augenoberfläche trotz ausreichender Feuchtigkeit schnell austrocknen. Hier entsteht das Paradoxon „Tränen fließen, aber die Augen sind trocken“. Die Augen werden empfindlicher gegenüber Reizen, was zu einem reflexartigen Tränenfluss führen kann. Obwohl die Augen tränen, ist der grundlegende Tränenfilm gestört – diese Komplexität verlängert das Unbehagen im Winter.


Was passiert, wenn die Augen trocken werden? Typische Anzeichen

Die Anzeichen für trockene Augen im Winter sind Juckreiz, Brennen, Rötung, schnelle Ermüdung, ein raues Gefühl in den Augen und verschwommenes Sehen. Bei manchen Menschen kann es auch zu häufigem Tränenfluss kommen.

 
Solange die Symptome mild sind, werden sie oft als „Schlafmangel“ oder „Pollen“ abgetan, aber wenn sie sich häufen, sinkt die Arbeitseffizienz, und das Reiben der Augen kann die Situation weiter verschlechtern.


Besonders anfällig im Winter

Im Winter sind vor allem Menschen betroffen, deren Tränenfilm von Natur aus schwächer ist. Dies tritt häufiger mit zunehmendem Alter auf, bei Frauen aufgrund hormoneller Einflüsse und bei langfristiger Nutzung von Kontaktlinsen, die den Tränenfilm belasten können.

 
Auch Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Schilddrüsenerkrankungen können zusammen mit dem körperlichen Zustand die Trockenheit der Augen verstärken.

 
Wer „diesen Winter besonders leidet“, sollte seine Lebensumstände (z. B. vermehrtes Arbeiten von zu Hause, Heizungsstärke, Kontaktlinsentragezeit) einmal überdenken.


Warum verschlimmern sich die Symptome im Winter? „Drei typische Winterprobleme“

Augenärzte nennen drei Hauptfaktoren, die die Symptome im Winter verschlimmern.


1) Trockene Raumluft durch Heizung
Im Winter ist nicht nur die Außenluft trockener, sondern auch die Raumluft wird durch Heizung noch trockener. Trockene Luft beschleunigt die Verdunstung des Tränenfilms.


2) Wechsel zwischen Kälte und Wärme und „Wind“
Der Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmer Innenluft kann die Augenoberfläche belasten. Zusätzlich sind Zugluft, Ventilatoren und Wind im Auto eine Herausforderung für den Tränenfilm.


3) Mehr Bildschirmzeit und weniger Blinzeln
Im Winter nimmt die Zeit im Freien ab, während die Zeit vor Smartphones, Tablets, PCs und Fernsehern zunimmt. Das Starren auf Bildschirme reduziert unbewusst das Blinzeln, wodurch der Tränenfilm seltener erneuert wird. Infolgedessen wird die Augenoberfläche nicht ausreichend befeuchtet, und die Symptome verstärken sich.


Wenn diese drei Faktoren zusammenkommen, entsteht ein Teufelskreis: „Je mehr man die Augen benutzt, desto trockener werden sie“, „Je trockener sie werden, desto mehr fallen sie auf“, „Je mehr man sie reibt, desto schlimmer wird es“.



Reaktionen in sozialen Medien

Das Unbehagen der Augen im Winter ist auch in sozialen Medien ein alljährliches Thema. Besonders häufig sind die „Tränenfluss-trotz-Trockenheit-Problematik“ und der „Kampf mit der Bildschirmzeit“.

  • „Wenn ich in einem beheizten Raum bin, fühlen sich meine Augen sandig an und ich kann mich nicht konzentrieren. Mit einem Luftbefeuchter wird es viel besser.“

  • „An Tagen mit Kontaktlinsen ist meine Sicht am Abend verschwommen. Manchmal hilft selbst Augentropfen nicht.“

  • „Mir wurde gesagt, ich habe trockene Augen, obwohl sie tränen. Ist das nicht ein Widerspruch?“

  • „Seit ich mehr Bildschirmzeit zu Hause habe, ist der Winter schwerer zu ertragen. Wenn ich bewusst blinzele, wird es besser.“

  • „Wenn ich nach draußen gehe, brennt der Wind sofort. Mit einer Brille wird es besser, selbst wenn es nur eine modische ist.“

Wenn man sich die Reaktionen ansieht, wird deutlich, dass die Lösungen sich eher auf „Luft“, „Blinzeln“ und „direkten Wind“ konzentrieren als auf „etwas Teures“.



Erste Schritte: Selbsthilfe, die Sie heute umsetzen können

1) „Blinzelpausen“ in den Alltag integrieren

„Bewusst öfter blinzeln“. Das ist leicht gesagt, aber in stressigen Zeiten vergisst man es. Daher ist es sinnvoll, kurze Blinzelpausen in die Arbeitspausen einzubauen. Beim Arbeiten am PC kann es schon helfen, bei jedem E-Mail-Versand oder Speichern von Dokumenten ein paar Mal langsam zu blinzeln. Augenärzte empfehlen regelmäßige „bewusste Blinzelpausen“ beim Arbeiten am Bildschirm.

2) Die „Feuchtigkeit“ in trockene Räume zurückbringen

Durch Lüften oder den Einsatz von Luftbefeuchtern kann der durch Heizungsluft verursachten Trockenheit entgegengewirkt werden. Auch in Artikeln wird vorgeschlagen, die trockene Heizungsluft durch Lüften oder Befeuchtung auszugleichen.
Der Punkt ist, dass es zu spät ist, wenn der Hals trocken ist. Das Unbehagen der Augen kann als erstes Anzeichen für sinkende Luftfeuchtigkeit auftreten.

3) „Windschutz“ im Freien schaffen

Kalte Außenluft und Zugluft in Bahnhöfen oder Büros können den Tränenfilm stören. Es wird vorgeschlagen, im Winter beim Ausgehen eine Brille zu tragen (auch wenn es nur eine modische ist).
Auch wenn es sich nicht um eine spezielle Pollenbrille handelt, empfinden viele Menschen Erleichterung, wenn der Wind nicht direkt auf die Augen trifft.

4) Bei Beschwerden künstliche Tränen (handelsübliche Augentropfen) verwenden

An manchen Tagen reicht die Anpassung des Lebensstils nicht aus. In solchen Fällen sind Augentropfen, die als „Ersatz für Tränen“ dienen, eine praktische Wahl. In Artikeln wird darauf hingewiesen, dass handelsübliche Tränenersatzmittel bei Bedarf verwendet werden können, um den Tränenfilm zu unterstützen oder zu stabilisieren.

 
Allerdings ist die Verträglichkeit individuell unterschiedlich. Es gibt Produkte, die die Lipidschicht unterstützen, und solche, die hauptsächlich Feuchtigkeit spenden. Daher kann es leicht passieren, dass man „irgendetwas auswählt, das nicht wirkt“.



Wenn es dennoch nicht besser wird, beim Augenarzt prüfen lassen, „wo die Schwäche liegt“

Es kann schneller gehen, frühzeitig einen Augenarzt aufzusuchen, anstatt weiter zu leiden. Bei einer Untersuchung kann festgestellt werden, welcher Teil des Tränenfilms gestört ist, was die Wahl der passenden Augentropfen und die Richtung der Maßnahmen erleichtert.

 
Wenn der Alltag (Arbeit) erheblich beeinträchtigt ist, wird ein Arztbesuch empfohlen, und es kann sein, dass verschreibungspflichtige Medikamente erforderlich sind, so der Artikel.



Zusammenfassung: Im Winter sind die Augen anfällig für „Luft, Wind und Bildschirme“

Trockene Augen im Winter hängen nicht nur von der Menge der Tränen ab. Entscheidend ist, ob der Tränenfilm stabil arbeiten kann, und die trockene Heizungsluft, der Wechsel zwischen Kälte und Wärme, Wind und die Zunahme der Bildschirmzeit destabilisieren ihn gleichzeitig.

 
Die Maßnahmen sind einfach.

  • Regelmäßige „Blinzelpausen“

  • Anpassung der Luftfeuchtigkeit in Innenräumen (Lüften, Befeuchten)

  • Vermeidung von direktem Wind (z. B. durch Brillen)

  • Bei Beschwerden künstliche Tränen verwenden, bei Unverträglichkeit zum Augenarzt gehen


Das Unbehagen im Winter wird oft als „unvermeidlich wegen der Jahreszeit“ abgetan. Aber die Augen sind ein tägliches Werkzeug. Schon kleine Änderungen der Umgebung können das „Winterliche Normal“ überraschend erleichtern.



Quellen