Warum steht Kohle in den USA wieder im Fokus? — Die Strategie der Trump-Regierung und ihr Hintergrund

Warum steht Kohle in den USA wieder im Fokus? — Die Strategie der Trump-Regierung und ihr Hintergrund

Die Trump-Regierung kündigte am 29. September die Wiederaufnahme und Ausweitung von Kohle-Leasing auf öffentlichem Land in einer Größe von 13,1 Millionen Acres (ca. 53.000 km²) an und investierte 625 Millionen Dollar in die Wiederinbetriebnahme und Modernisierung von Kohlekraftwerken. Zudem wurde eine effektive Senkung der Lizenzgebühren für Bergbaugebiete von 12,5 % auf 7 % angekündigt, und es sollen erste Auktionen in Alabama, Utah, Montana und Wyoming gestartet werden. Die Regierung betonte die Netzstabilität von Kohle mit der Begründung, dass der Strombedarf aufgrund des Wachstums von AI-Rechenzentren ein Allzeithoch erreichen werde. Umweltgruppen reagierten mit Kritik und bezeichneten die Maßnahmen als "Rückschritt" und "Externalisierung der Verschmutzungskosten", während die Industrie die Maßnahmen als "Sicherung der Brennstoffversorgung und Unterstützung der Fertigungsindustrie" begrüßte. Analysen von EIA und Reuters deuten darauf hin, dass trotz eines möglichen kurzfristigen Anstiegs die langfristige Wiederbelebung der Kohle aufgrund der Kapazitätsreduzierung alter Kraftwerke und der Preisvorteile von erneuerbaren Energien und Gas begrenzt sein wird. Die Politik entfachte erneut Debatten über Beschäftigung, regionale Wirtschaft, Strompreise und gesundheitliche Auswirkungen und spaltete die Meinungen in den sozialen Medien.