Warum sind die Ohren von Hunden lang? Die Ohren von Hunden sind ein Schnittpunkt von Evolution und menschlichen Vorlieben — der neueste Forschungsplan zeigt es.

Warum sind die Ohren von Hunden lang? Die Ohren von Hunden sind ein Schnittpunkt von Evolution und menschlichen Vorlieben — der neueste Forschungsplan zeigt es.

Die langen Ohren von Basset Hounds oder Bloodhounds, die fast den Boden berühren. Allein beim Anblick dieser Ohren möchte man sie aufgrund ihrer "süßen Aggression" berühren. Doch das Thema endet nicht nur bei den Emotionen. Forscher haben sich der Frage gewidmet, warum die Ohren von Hunden so unterschiedlich lang sind, und haben dies aus der Perspektive des Genoms (DNA-Informationen) untersucht.


Nicht die "Form der Ohren", sondern die "Länge der Ohren" wurde untersucht

Bisher wurde bei Hunden oft untersucht, ob die Ohren stehen oder hängen. Doch diese Studie geht einen Schritt weiter und konzentriert sich darauf, was die "Länge" der Ohren bestimmt, wenn man hängende Ohren miteinander vergleicht.


Die Analyse umfasste über 3.000 Tiere, einschließlich Hunde, Wölfe und Kojoten. Zunächst wurden Hunderassen mit hängenden Ohren in fünf Kategorien von "kurz" bis "lang" eingeteilt. Anhand von Standardbildern der Rassen wurde die Ohrenlänge kategorisiert, und eine GWAS (genomweite Assoziationsstudie) wurde durchgeführt, um Zusammenhänge im gesamten Genom zu finden.


Der kürzeste Weg lag "in der Nähe von MSRB3" – und das in unerwarteter Weise

Der Artikel von Phys.org hebt hervor, dass Unterschiede, die die Ohrenlänge beeinflussen könnten, in der Nähe des Gens MSRB3 gefunden wurden. Die Forscher gingen davon aus, dass bei allen Hunden mit hängenden Ohren dieser Bereich gleich sein müsste. Doch tatsächlich gab es zusätzliche Unterschiede, die die Länge der Ohren innerhalb der Gruppe der hängenden Ohren weiter differenzierten.


Zusammengefasst lässt sich der Hauptpunkt der Studie (Scientific Reports) so darstellen:

  • Es gibt ein starkes Signal, das die Ohrenlänge mit dem Bereich zwischen MSRB3 und HMGA2 auf dem 10. Chromosom des Hundes (CFA10) verbindet

  • Dieser Bereich ist auch ein "bekannter Hotspot", der mit dem Stehen oder Hängen der Ohren (Ohrtrageweise) in Verbindung steht

  • Die Forscher führten daher nicht nur Analysen zur Ohrenlänge durch, sondern mischten auch stehende und hängende Ohren, um die "Ohrtrageweise" und die "Ohrgröße" zu entwirren


Besonders interessant ist, dass zwei Mutationen mit der Ohrtrageweise und eine mit der Ohrenlänge in Verbindung stehen, was eine "Aufgabenteilung im gleichen Bereich" zeigt. In der Zusammenfassung der Studie wird erklärt, dass eine Kombination (rekombinantes Haplotype) von zwei Mutationen hängende Ohren stark vorhersagt und dass die Mutation der Ohrgröße in einem "tri-allelic" Muster bei den Rassen mit den größten hängenden Ohren vorherrscht.


"Die Kombination ist alles" – Die "Ohren-Rezeptur" der Hunderassen im Haplotype

Gene werden oft nicht durch einen einzigen Schalter bestimmt, sondern durch die "Kombination von Mutationen in der Nähe", die die Körperform beeinflussen. Diese Studie zeigt genau das: Wenn man die "drei Mutationen, die mit den Ohren zusammenhängen" für jede Hunderasse als Haplotype (verknüpfte Muster) ordnet, zeigt sich, dass bei Rassen mit langen hängenden Ohren bestimmte Muster fast festgelegt sind.


In der Studie wird beispielsweise beschrieben, dass das Muster "1|1|0|1" in der Gruppe mit den längsten Ohren fast festgelegt ist, während in der Gruppe mit kürzeren hängenden Ohren die Häufigkeit dieses Musters abnimmt. Zudem wird berichtet, dass bei den Rassen mit langen hängenden Ohren in diesem Bereich starke Selektionsspuren sichtbar sind, während bei den kürzeren hängenden Ohren die Selektionssignale schwächer sind. Dies deutet darauf hin, dass die auffälligen "langen Ohren" möglicherweise das Ergebnis einer bewussten Auswahl durch den Menschen sind, die sich auch im DNA-Muster widerspiegelt.


Warum wird auch über Menschen gesprochen? – Die mögliche Verbindung von "Ohren" und "Hörvermögen"

Ein weiterer Punkt, den der Artikel von Phys.org anspricht, ist die Verbindung von MSRB3 mit Hörstörungen beim Menschen. Natürlich kann man nicht einfach sagen "lange Ohren bei Hunden = schlechtes Gehör". Doch wenn derselbe Bereich tief in die "Gestaltung der Ohren" involviert ist, sollte man sich bewusst sein, dass bei der Zucht, die stark auf das Aussehen abzielt, möglicherweise auch andere Eigenschaften (Gesundheitsrisiken oder andere Merkmale) unbeabsichtigt beeinflusst werden können.


Tatsächlich wird im Einleitungsteil der Studie darauf hingewiesen, dass die Größe der äußeren Ohren oft mit der Temperaturregulierung (z.B. größere Ohren in heißen Regionen zur Wärmeabgabe) verbunden ist und dass bei Nutztieren Gene bekannt sind, die die Ohrgröße beeinflussen. Hunde wurden jedoch nicht nur nach Funktion, sondern auch nach "ästhetischen Vorlieben" ausgewählt. Die Ergebnisse dieser Studie machen diese "ästhetische Auswahl" sichtbar.


Grenzen der Studie und die "nächsten Schritte"

Dennoch kann die Ohrenlänge nicht vollständig durch die drei Mutationen erklärt werden. In der Studie wird auch angedeutet, dass je nach Analyseansatz eine Verzerrung der Fellfarbe als scheinbare Verbindung zu einem anderen Genbereich (in der Nähe von RUNX3) auftreten kann, was die Schwierigkeit zeigt, dass die Analyse von Merkmalen durch "Rassenverzerrung" oder "gemeinsam ausgewählte Merkmale" beeinflusst werden kann. Daher ist der nächste Schritt, die Ohrenlänge auf individueller Ebene als kontinuierliche Größe zu messen, strukturelle Variationen (wie Deletionen oder Duplikationen) einzubeziehen und funktionelle Experimente durchzuführen, um zu untersuchen, wie die Mutationen wirken.


Reaktionen in sozialen Medien: "Wortspiel im Titel", "Ohren-Dieb", "Gesundheitsaspekte sind auch wichtig"

Das Thema "Hundeohren" ist leicht verständlich und wird daher in sozialen Medien oft schnell konsumiert. Auf Reddit im r/science-Forum gab es Kommentare, die das Wortspiel im Titel kritisierten und scherzten, dass "wegen dieses Wortspiels die Studie gestrichen (redacted) wurde".
Im selben Thread wurde ein Abschnitt des Artikels (Unterschiede in der Nähe von MSRB3 und die Verbindung zum menschlichen Gehör) zitiert, was das Interesse an den Implikationen der Forschung zeigt.


Ein weiteres verwandtes Thema, das in der Community angesprochen wurde, war das "Ohren-Dieb"-Meme, das zeigt, wie wissenschaftliche Nachrichten schnell zu Memes werden können, wenn sie als "süß" wahrgenommen werden.

 
Andererseits betonen die Artikel von UGA (Universitätsvorstellung) und Phys.org, dass das Verständnis solcher genetischen Bereiche in Zukunft helfen könnte, erbliche Krankheiten zu analysieren und die Beziehung zwischen Zucht und Gesundheit zu klären. Hinter dem "Süß!" in den sozialen Medien bleibt die ernstere Frage, wie die Auswahl von "Süßheit" mit der Gesundheit zusammenhängt.


Zusammenfassung: Ohren sind ein "Symbol der Süße" und auch ein "Fossil der Auswahlgeschichte"

Die Ohren von Hunden sind sowohl Werkzeuge der Evolution als auch Designs, die durch menschliche Vorlieben geformt wurden. Diese Studie zeigt, dass das symbolische Merkmal der langen hängenden Ohren möglicherweise durch genetische "Kombinationen" in der Nähe von MSRB3 erklärt werden kann und dass diese Kombinationen mit der Geschichte (Selektion) der Hunderassen verbunden sind.


Die nächste Frage ist, "was diese Kombinationen außer den Ohren noch beeinflussen". Die Wissenschaft, die die Süße analysiert, könnte zur Wissenschaft werden, die die Süße schützt – und die Forschung zu Hundeohren könnte an diesem Wendepunkt stehen.



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