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Mikroplastik als "Transportmittel für Bakterien" - Unsichtbare Risiken vom Abwasser bis ins Meer: Die stille Pandemie von Mikroplastik und antibiotikaresistenten Bakterien

Mikroplastik als "Transportmittel für Bakterien" - Unsichtbare Risiken vom Abwasser bis ins Meer: Die stille Pandemie von Mikroplastik und antibiotikaresistenten Bakterien

2025年11月27日 14:03

1. Ein weiteres „Gesicht“ des Mikroplastikproblems

Wenn Menschen das Wort Mikroplastik hören, denken viele an „Meeresmüll“ oder „Körner, die von Meeresschildkröten und Seevögeln verschluckt werden“.


Doch neueste Forschungen haben erneut gezeigt, dass dies nicht nur ein Problem der „optischen Verschmutzung“ ist.

Eine von einem britischen Forscherteam veröffentlichte Studie mit dem Titel „Sewers to Seas“ zeigt, dass Mikroplastik als „Transportmittel“ für Krankheitserreger und antibiotikaresistente Bakterien (AMR-Bakterien) fungiert und somit ein nicht zu ignorierendes Risiko für die menschliche Gesundheit darstellt.Phys.org


Mikroplastik sind winzige Plastikpartikel von weniger als 5 mm Größe, von denen schätzungsweise über 125 Billionen allein im Meer existieren. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sie sich auch in Bergregionen, in der Tiefsee, im Boden, in Flüssen, Seen und sogar im menschlichen Körper befinden.Phys.org


Die aktuelle Forschung konzentriert sich auf die „Plastisphere“, die mikrobielle Welt, die sich auf der Oberfläche dieser Partikel bildet. Diese umfasst nicht nur Umweltmikroben, sondern auch Krankheitserreger, die Menschen und Tiere infizieren können, sowie antibiotikaresistente Bakterien.Phys.org


2. Von der Kanalisation ins Meer: Der Weg von „Sewers to Seas“

Das Forschungsteam installierte spezielle Geräte, die fünf verschiedene Materialien fixieren können, in einem Wasserlauf, der vom Abwasser eines Krankenhauses im Südwesten Englands bis ins Meer reicht.

  • Bio-Beads, die in Kläranlagen verwendet werden

  • Nurdles, Pellets, die als Rohmaterial für Plastikprodukte dienen

  • Polystyrolstücke, die auch in Schaumstoffschalen verwendet werden

  • Holzstücke (natürliches Material) als Vergleich

  • Glasstücke (inertes Material) ebenfalls zum Vergleich


Diese wurden an verschiedenen Stellen platziert, von der Nähe des Krankenhausabflusses über den städtischen Abfluss im Mittellauf bis hin zu den Mündungsgebieten und dem Küstenmeer, wo eine abnehmende Verschmutzung erwartet wurde. Nach zwei Monaten wurden die auf jedem Partikel gewachsenen Biofilme (mikrobielle Membranen) gesammelt und mittels Metagenomanalyse untersucht, um die darin enthaltenen Gene und Mikroben zu identifizieren.Phys.org


3. Erkenntnisse: Plastik als „erstklassige Immobilie“ für Superbakterien

Die Analyseergebnisse waren alles andere als beruhigend.

  • Auf allen Materialien und an allen Standorten wurden Krankheitserreger und antibiotikaresistente Bakterien nachgewiesen

  • Besonders auf den Oberflächen von Polystyrol und Nurdles konzentrierten sich zahlreiche Resistenzgene (ARG)

  • Aus den Biofilmen auf Plastik wurden über 100 Resistenzgene gefunden, weit mehr als auf Holz- oder Glasoberflächen

  • Auf Bio-Beads hafteten Bakterien mit Resistenzgenen gegen Aminoglykoside, Makrolide, Tetracycline und andere in der Medizin wichtige Antibiotika

  • Überraschenderweise gab es Fälle, in denen bestimmte Krankheitserreger auf Plastik in Richtung Flussmündung zunahmen

Zusammengefasst wurde festgestellt, dass Plastikpartikel „überall Krankheitserreger und resistente Bakterien transportieren“ und „bestimmte Materialien besonders gefährliche Gene konzentriert tragen“.pml.ac.uk


Das Forschungsteam warnt zudem, dass in der Nähe von Fischereien oder Aquakulturen diese „kontaminierten Mikroplastiken“ von filtrierenden Organismen wie Muscheln aufgenommen werden könnten, was Gesundheitsrisiken und Bedenken hinsichtlich der Biosicherheit durch die Nahrungskette erhöhen könnte.pml.ac.uk


4. Eine Welt, in der Antibiotika nicht mehr wirken, und Mikroplastik

Antibiotikaresistente Bakterien (AMR) sind bereits ein Problem, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „größtes Risiko für die öffentliche Gesundheit der Menschheit“ eingestuft wird. Im Jahr 2019 starben mindestens 1,27 Millionen Menschen direkt an Infektionen mit antibiotikaresistenten Bakterien, und etwa 4,95 Millionen Todesfälle standen im Zusammenhang mit resistenten Bakterien. Das ist mehr als bei Malaria oder HIV.Weltgesundheitsorganisation


Die Hauptursache dieser Krise ist zweifellos der übermäßige Einsatz von Antibiotika bei Menschen und Nutztieren. Doch „Sewers to Seas“ zeigt, dass verwendete Antibiotika und Ausscheidungen in die Kanalisation gelangen und dort auf Mikroplastik treffen, wodurch ein günstiger „Brutplatz“ für resistente Bakterien entsteht.Phys.org


Die auf der Plastikoberfläche gebildeten Biofilme fungieren als Schutzschild gegen Antibiotika und UV-Strahlen und können, wenn dort Rückstände von Medikamenten vorhanden sind, als „Selektionsprüfung“ fungieren, bei der nur resistente Bakterien überleben. Die aktuelle Forschung hat diesen Prozess von der Kläranlage bis zum Meer sichtbar gemacht.pml.ac.uk


5. Eine allzu zeitgemäße Realität: Der Bio-Beads-Austritt in Camber Sands

Zeitgleich mit der Veröffentlichung dieser Forschung ereignete sich an dem beliebten Strand Camber Sands in East Sussex, England, ein Vorfall, bei dem Millionen bis Dutzende Millionen Bio-Beads aus einer Kläranlage austraten, was große Schlagzeilen machte.The Guardian


Die betroffenen Bio-Beads bestehen trotz ihres Namens aus Plastik. Sie werden seit Jahrzehnten verwendet, um Bakterienmembranen auf ihrer Oberfläche zu züchten und Abwasser zu reinigen. Doch einmal ausgetreten, werden sie an die Küste gespült, von Vögeln und Fischen als Nahrung verwechselt und zerfallen mit der Zeit zu Mikroplastik.The Guardian


Umweltorganisationen wie Surfers Against Sewage und lokale Abgeordnete kritisieren dies scharf als „menschliches Versagen, das durch marode Infrastruktur und Klimakrise verstärkt wird“ und fordern die schrittweise Abschaffung der alten Bio-Beads-Methode zugunsten sicherer Abwassertechnologien.Surfers Against Sewage


In diesem Kontext wird die aktuelle Forschung, die zeigt, dass antibiotikaresistente Bakterien auf der Oberfläche von künstlichem Plastik wie Bio-Beads haften können, als „allzu zeitgemäße Warnung“ wahrgenommen.


6. Wie reagierten die sozialen Medien – wachsende Besorgnis und Aufrufe zum Handeln

Diese Forschung wurde über Phys.org und die offiziellen Accounts von Universitäten und Meeresforschungseinrichtungen auf X (ehemals Twitter) und Threads vorgestellt und wird vor allem in Gemeinschaften geteilt, die sich für die Meeresumwelt und die öffentliche Gesundheit interessieren.Threads

 



Die Reaktionen in den sozialen Medien lassen sich grob in folgende Töne unterteilen.
(Die folgenden Beispiele sind keine tatsächlichen Beiträge, sondern eine Zusammenfassung typischer Reaktionen.)

  1. „Was tun beim Beach Clean?“

    • „Ich habe Nurdles mit bloßen Händen gesammelt... Ab heute trage ich immer Handschuhe.“

    • „Wie vorsichtig muss ich sein, wenn ich mit meinen Kindern am Strand spiele?“
      Forschungsteams und Medien rufen dazu auf, bei Beach Clean-Ups Handschuhe zu tragen und sich danach gründlich die Hände zu waschen.Phys.org

  2. „Infrastruktur und Unternehmensverantwortung hinterfragen“

    • „Mit meinem eigenen Flaschengebrauch allein komme ich nicht weit. Wir müssen das Abwassersystem ändern.“

    • „Haben Wasserversorger, die weiterhin Bio-Beads verwenden, die Risiken unterschätzt?“
      In Verbindung mit dem Camber Sands-Vorfall fordern viele eine „Erneuerung alter Kläranlagen“.The Guardian

  3. „Ruhig bleiben angesichts der Mikroplastik-‚Panik‘“

    • „Es gibt zwar Risiken, aber wir dürfen die täglichen Vorteile von Medizin und Hygiene nicht vergessen.“

    • „Das Problem ist nicht ‚Plastik oder nicht‘, sondern ‚wo, wie und wie sammeln wir es ein‘.“
      Einige Experten und Journalisten fordern dazu auf, nicht nur Angst zu schüren, sondern wissenschaftliche Risikobewertungen und konkrete Maßnahmen zu diskutieren.pml.ac.uk

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