Gesundheitsrisiken für Feuerwehrleute: "Helden" im Schatten des Krebses - Schockierende Zunahme der Sterblichkeitsrate bei Haut- und Nierenkrebs um über 50 %

Gesundheitsrisiken für Feuerwehrleute: "Helden" im Schatten des Krebses - Schockierende Zunahme der Sterblichkeitsrate bei Haut- und Nierenkrebs um über 50 %

1. Einleitung – Das stille Brennen des "zweiten Feuers"

„Auch wenn die Flammen erloschen sind, brennt das Feuer im Körper weiter“ – so wird unter Feuerwehrleuten gemunkelt. Eine neueste Kohortenstudie der American Cancer Society (ACS), veröffentlicht am 28. Juli, präsentiert entscheidende Daten, die diese Befürchtungen untermauern. Die Untersuchung umfasste 473.386 Männer ohne Krebsvorgeschichte im Jahr 1982. Eine 36-jährige Nachverfolgung zeigte, dass die Tätigkeit als Feuerwehrmann mit einer Vielzahl von Krebstodesfällen verbunden ist.American Cancer Society MediaRoomASCO Post


2. Hauptergebnisse – 58% Anstieg bei Hautkrebs, 40% Anstieg bei Nierenkrebs

Die Analyse zeigte den größten Anstieg der Sterblichkeitsrate bei Hautkrebs (Hazard Ratio 1,72) und Nierenkrebs (1,39). Bei Prostata-, Darm- und Lungenkrebs nahm der signifikante Unterschied bei einer Berufserfahrung von über 30 Jahren zu, was die Auswirkungen einer Langzeitexposition verdeutlichte. Dr. Lauren Terrace, Hauptautorin der Studie, kommentiert: „Selbst bei von der IARC als begrenzt eingestuften Bereichen wurde das Risiko verstärkt.“American Cancer Society MediaRoomASCO Post


3. Warum sind Feuerwehrleute anfälliger für Krebs?

Neben krebserregenden Stoffen wie Benzol, Asbest und PFAS-haltigen Flammschutzmitteln in Baumaterialien wird eine wiederholte Inhalation und Hautaufnahme von am Einsatzort haftendem Ruß als Ursache angesehen. Verzögerungen bei der Reinigung der Ausrüstung und die lange Tragezeit der Schutzkleidung bei hohen Temperaturen erhöhen ebenfalls das Risiko.


4. Reaktionen in den sozialen Medien – Stimmen von Einsatzkräften und Bürgern

 


  • ACS offiziell (@ACSNews)

    „Neue Studie zeigt signifikanten Anstieg der Sterblichkeitsrate bei Haut- und Nierenkrebs bei Feuerwehrleuten. Erweiterter Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen ist unerlässlich.“X (vormals Twitter)

  • Medizinisches Medium HealthDay

    „#FirefighterCancer ist im Trend. Stimmen sagen: ‚Der Preis für das Retten von Leben ist zu hoch.‘“X (vormals Twitter)

  • Reddit/r/Firefighting

    „Die Ausrüstung hat sich weiterentwickelt, aber die Realität, Kameraden an Krebs zu verlieren, bleibt unverändert“ – Wut über PFAS-Klagen und Personalabbau bei NIOSH kommt auf.Reddit

In den sozialen Medien wurden politische Vorschläge wie „Kosten für Vorsorgeuntersuchungen aus öffentlichen Mitteln decken“ und „Reinigungsanlagen nach internationalen Standards verpflichtend machen“ laut.


5. Bewegungen vor Ort – Früherkennung und rechtliche Auseinandersetzungen

Die Feuerwehr von New York City (FDNY) wird ab 2024 kostenlose Hautkrebsuntersuchungen anbieten und hat bereits 78 verdächtige Läsionen frühzeitig entdeckt.New York Post
Unterdessen wächst die Kritik an Sammelklagen über PFAS-haltige Schutzkleidung und an der im April 2025 eingestellten US-amerikanischen „National Firefighter Registry for Cancer“.Wikipedia


6. Internationale Perspektive – IARC-Klassifikation und europäische Reaktionen

Die IARC stufte Feuerwehrleute 2022 von „2A (wahrscheinlich krebserregend)“ auf „Gruppe 1 (ausreichende Beweise für Krebserregung)“ hoch. In der Europäischen Union wird daraufhin eine Roadmap für ein vollständiges Verbot von PFAS diskutiert.


7. Was getan werden kann – Empfehlungen

  1. Im Bereich der Systeme: Regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen durch die gesetzliche Krankenversicherung abdecken.

  2. Im Bereich der Ausrüstung: Einführung neuer PFAS-freier Materialien und sofortige Reinigung vor Ort.

  3. Im Bereich der Ausbildung: Umfassende Aufklärung junger Feuerwehrleute über Risiken und Selbstschutzmaßnahmen.

  4. Im Bereich der Forschung: Erweiterung langfristiger epidemiologischer Studien, einschließlich weiblicher und freiwilliger Feuerwehrleute.


8. Schlusswort – Um die „Helden“ sicher nach Hause zu bringen

Diejenigen, die im Feuer Leben retten, verlieren Jahrzehnte später ihr eigenes Leben an Krebs – um diese Tragödie nicht zu wiederholen, muss die gesamte Gesellschaft die Ausrüstung und Systeme bereitstellen, um das „zweite Feuer“ zu löschen.


Referenzartikel

Neue Studie zeigt, dass Feuerwehrleute ein höheres Risiko für viele Krebsarten haben
Quelle: https://www.upi.com/Health_News/2025/07/30/health-firefighters-higher-cancer-risk-study-2025/4471753916063/