EU lehnt ab! Die EU lässt keine "Überhöhung" der US-Zölle zu: Tauziehen um die vereinbarte Obergrenze von 15%

EU lehnt ab! Die EU lässt keine "Überhöhung" der US-Zölle zu: Tauziehen um die vereinbarte Obergrenze von 15%

„Ein Abkommen ist ein Abkommen.“ Die Europäische Kommission der EU hat in diesen kurzen Worten ihre Besorgnis über die Stabilität der Handelsregeln zum Ausdruck gebracht. Angesichts der zunehmenden Unklarheit über die US-Zölle hat die EU klar eine Grenze gezogen und erklärt, dass sie keine weiteren Erhöhungen akzeptieren werde. Der aktuelle Schwerpunkt liegt darauf, ob die USA die „Zollobergrenze“, die im letzten Jahr im Handelsabkommen zwischen der EU und den USA festgelegt wurde, aus politischen Gründen ändern können.


■ Was passiert ist: Die EU fordert die Einhaltung der Zollobergrenze

Die Europäische Kommission hat klargestellt, dass sie keine zusätzlichen Zollerhöhungen der USA akzeptieren wird, und Washington aufgefordert, „vollständige Klarheit über die nächsten Schritte“ zu schaffen. Für die EU ist nicht nur der „Steuersatz an sich“ wichtig. Eine unvorhersehbare Änderung der Zölle würde die Preisgestaltung, Lagerplanung und Investitionsentscheidungen der Unternehmen direkt betreffen und das Vertrauen in die gesamte Lieferkette untergraben.


Berichten zufolge hat ein Urteil des US Supreme Court Teile des bestehenden Zollrahmens erschüttert, woraufhin die USA die Zölle zunächst auf 10 % festgesetzt und dann kurzfristig auf 15 % erhöht haben. Die EU sieht diese „kurzfristigen Änderungen“ als Widerspruch zu dem angestrebten „vorhersehbaren und gegenseitig vorteilhaften Handel“ und hat dies mit stärkeren Worten kritisiert.


■ Hintergrund: Das 2025-Abkommen legte eine „15 %-Obergrenze“ fest

Das Abkommen zwischen der EU und den USA (Gemeinsame Erklärung) zielte darauf ab, die US-Zölle für bestimmte EU-Produkte zu begrenzen und für einige Artikel sogar zollfreien Handel zu ermöglichen, um die Reibungen „in einem beherrschbaren Rahmen“ zu halten. Auch die EU hat die Zölle für viele US-Produkte gesenkt und ihre Vergeltungsmaßnahmen vorübergehend zurückgezogen. Beide Seiten haben also die Schmerzen geteilt und den Handelsrahmen fixiert – das ist das Verständnis der EU.


Deshalb wiederholt die EU, dass sie keine Überschreitung der Obergrenze akzeptieren wird. Das Abkommen ist kein Memorandum, das je nach „politischer Stimmung“ interpretiert werden kann, sondern ein Versprechen, das die Grundlage für die Geschäftstätigkeit bildet.


■ Auswirkungen auf Unternehmen und Märkte: Der größte Feind ist die „Unsicherheit“

Steigende Zölle treffen direkt die Importkosten. Doch in der Praxis ist es noch problematischer, wenn unklar ist, „wann“, „für welche Produkte“ und „welcher Steuersatz“ angewendet wird. Wenn dies anhält, werden Unternehmen die Preise schneller weitergeben, Verbraucher werden mit Preiserhöhungen konfrontiert und der Inflationsdruck wird zunehmen. Besonders Unternehmen, die über mehrere Komponenten hinweg produzieren, werden stärker betroffen sein.


AP nennt als Hauptausfuhren von Europa in die USA Arzneimittel, Autos, Flugzeuge, Chemikalien, medizinische Geräte, Wein und Spirituosen. Auf der anderen Seite sind die Exporte der USA in die EU in den Bereichen Energie, Arzneimittel, medizinische Geräte, Luft- und Raumfahrt, Autos sowie in den Dienstleistungsbereichen wie Zahlungsverkehr und Cloud groß. Die Unsicherheit bei den Zöllen kühlt nicht nur den Handel mit „Gütern“ ab, sondern auch Investitionen und Dienstleistungsgeschäfte.


■ Der nächste Schritt der EU: Es gibt Gegenmaßnahmen, aber sie sind schmerzhaft

Ein Grund, warum die EU selbstbewusst auftreten kann, ist, dass sie ein System für Vergeltungs- und Gegenmaßnahmen eingerichtet hat. AP erwähnt das „Anti-Coercion Instrument“ als Rahmen, um unfaire Druckausübung zu bekämpfen, das in seiner stärksten Form auch Zugangsbeschränkungen zum Binnenmarkt umfassen könnte.


Allerdings sind Gegenmaßnahmen das „letzte Mittel“ und würden auch auf EU-Unternehmen und Verbraucher zurückfallen. Die eigentliche Absicht der EU ist wahrscheinlich, den „Rückkehr in den Rahmen des Abkommens“ zu erreichen, anstatt einen Zollkrieg zu führen. Die Forderung nach „vollständiger Klarheit“ kann auch als Druck auf die USA gelesen werden, die Regeln zu klären und den Unternehmen eine Planungsgrundlage zu geben.


■ Reaktionen in den sozialen Medien: Das Hauptthema ist „Vertrauen in die USA“ und die „Bedeutung des Abkommens“

 

Diese Nachricht verbreitete sich auch in den sozialen Medien, wobei insbesondere in englischsprachigen Foren das Thema „Vertrauen“ im Mittelpunkt stand. In einem Reddit-Thread wurde die Besorgnis geäußert, dass die USA bei einem Regierungswechsel oder politischen Entscheidungen das Abkommen brechen könnten, was es für andere Länder schwierig macht, in Zukunft Abkommen zu unterzeichnen. Ein Kommentar fragte beispielsweise: „Warum sollte ein Land noch ein Abkommen mit den USA abschließen?“ und zeigte damit Unsicherheit über die Stabilität von Abkommen.


Ein anderer Beitrag bezog sich auf die eigene Erfahrung, „trotz eines Freihandelsabkommens mit Zöllen belegt worden zu sein“, und sah den aktuellen Fall als „zukünftiges Entscheidungskriterium“.

 
Auf der anderen Seite gab es auch geteilte Meinungen zur Reaktion der EU. Einige wiesen darauf hin, dass „die EU den ‚Deal‘ von (Trump) nicht akzeptiert hat“, während andere versuchten, die Position der EU und die Subjekte des Abkommens zu klären, was die Diskussion von „Emotionen“ zurück zu „Fakten“ brachte.


Auch die „sozialen Reaktionen“ von Politikern befeuerten die Diskussion. Laut AP kritisierte Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, die US-Bewegungen als „Zollchaos“ und erwähnte den Vorschlag, den Ratifizierungsprozess des Abkommens vorübergehend zu stoppen. Die direkte Verbindung zwischen den Worten in sozialen Medien und der Diskussion über den Stopp des institutionellen Prozesses zeigt, dass die Unsicherheit „Politik, Markt und öffentliche Meinung“ gleichzeitig erschüttert.


■ Zukünftige Schwerpunkte: ① Die „nächsten Schritte“ der USA ② Umgang mit der 15 %-Obergrenze ③ Risikomanagement der Unternehmen

Die zukünftigen Schwerpunkte lassen sich in drei große Bereiche unterteilen.

  1. Was die USA als Nächstes tun werden
    Solange die von der EU geforderte „vollständige Klarheit“ nicht gegeben ist, wird die Unsicherheit anhalten. Wenn Zölle „vorläufig“ eingeführt oder zurückgezogen werden, werden Unternehmen konservativer und Investitionen verlangsamen sich.

  2. Ob die 15 %-Obergrenze im Abkommen überschritten werden könnte
    Die EU besteht darauf, dass „die Obergrenze des Abkommens nicht verschoben werden kann“. Wenn die USA Ausnahmen erhöhen oder auf einer anderen rechtlichen Grundlage überschreiben, könnte der Konflikt wieder aufflammen.

  3. Die praktische Reaktion der Unternehmen
    Kurzfristig werden Preisweitergaben, Diversifizierung der Bezugsquellen und Vorab-Lagerhaltung wahrscheinlich zunehmen. Mittelfristig wird die Neugestaltung von Produktionsstandorten und Lieferketten sowie die Überprüfung von Vertragsklauseln (Preisänderungen, höhere Gewalt, Zollbelastung) beschleunigt.


Das „Ein Abkommen ist ein Abkommen“ der EU ist nicht nur ein starkes Wort, sondern auch eine „Grenzlinie“, die Verhandlungsspielraum lässt. Nachdem die Linie gezogen wurde, wird die USA ermutigt, innerhalb des Abkommensrahmens zurückzukehren. Der Markt fürchtet sich mehr vor unvorhersehbaren Änderungen als vor den Zollsätzen selbst. Ob diese Auseinandersetzung zur Neufestlegung der Regeln führt oder der Beginn eines neuen Zollkriegs ist, wird durch den Inhalt der nächsten „konkreten Maßnahmen“ entschieden.



Quellen (