Sowohl Hunde als auch Katzen sind der "lebensbedrohlichen Hitze" ausgesetzt – Gefahren, die Tierhalter in Zeiten von Hitzewellen oft übersehen.

Sowohl Hunde als auch Katzen sind der "lebensbedrohlichen Hitze" ausgesetzt – Gefahren, die Tierhalter in Zeiten von Hitzewellen oft übersehen.

Hitzewellen sind nicht nur ein Problem für Menschen

Die Hitzewellen, die Kanada heimsuchen, stellen nicht nur ein ernsthaftes Risiko für die menschliche Gesundheit dar, sondern auch für Haustiere. Wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen und die Luftfeuchtigkeit hoch ist, finden kleine Tiere wie Hunde, Katzen, Vögel und Kaninchen noch weniger Zuflucht als Menschen. Menschen können entscheiden, "weil es heiß ist, gehe ich in den Schatten", "ich trinke Wasser", "ich bleibe drinnen". Haustiere hingegen können ihre körperlichen Veränderungen nicht in Worte fassen. Deshalb hängt ihr Leben direkt von den Entscheidungen ihrer Besitzer ab.

Ein Artikel von Global News berichtet, dass in einigen Regionen Kanadas die Tagestemperaturen zwischen 33 und 36 Grad liegen könnten, wobei der Humidex, der das gefühlte Temperaturmaß darstellt, 45 erreichen könnte. In solchen Situationen können alltägliche Aktivitäten wie das Gassigehen mit dem Hund oder Autofahrten plötzlich gefährlich werden.

Besonders problematisch ist die Annahme, dass "es wie immer in Ordnung ist". Weil man jeden Tag zur gleichen Zeit spazieren geht, weil es nur eine kurze Strecke in der Nachbarschaft ist, weil man das Auto nur kurz verlässt. Solche kleinen Nachlässigkeiten können an Hitzewellentagen zu großen Unfällen führen.


Hunde haben Schwierigkeiten, ihre Körpertemperatur durch Schwitzen zu senken

Menschen schwitzen und kühlen sich ab, indem der Schweiß verdunstet. Hunde hingegen können nicht wie Menschen am ganzen Körper schwitzen, um die Wärme abzuleiten. Die Hauptmethode, die Hunde zur Regulierung ihrer Körpertemperatur verwenden, ist das sogenannte Hecheln. Sie öffnen den Mund, strecken die Zunge heraus und atmen schnell, um die innere Wärme abzuleiten.

Wenn jedoch die Umgebungsluft zu heiß ist, funktioniert dieser Mechanismus nicht ausreichend. Stattdessen kann anhaltendes starkes Hecheln die Energie des Hundes erschöpfen und zu Dehydration oder einem Hitzschlag führen. An Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit steigt das Risiko weiter an. Wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist, funktioniert die Verdunstungskühlung nicht gut, und die Körpertemperatur sinkt schwer.

Katzen öffnen ihren Mund nicht so auffällig wie Hunde, um zu atmen, sind aber nicht unempfindlich gegenüber Hitze. Obwohl Katzen die Angewohnheit haben, kühle Orte zu suchen, kann ihre Körpertemperatur in geschlossenen Räumen, schlecht belüfteten Bereichen oder in der Nähe von sonnendurchfluteten Fenstern zu hoch werden. Kleine Tiere wie Vögel, Kaninchen und Hamster sind aufgrund ihrer geringen Körpergröße empfindlicher gegenüber Umweltveränderungen, was eine sorgfältigere Temperaturkontrolle erfordert.


Es ist an der Zeit, über das "Ob" des Spaziergangs nachzudenken

Für Hunde ist der Spaziergang eine Form der Bewegung, eine Abwechslung und eine wertvolle Zeit mit ihrem Besitzer. An Hitzewellentagen muss jedoch nicht nur überlegt werden, "wann man geht", sondern auch, "ob man wirklich gehen sollte".

Experten raten, wenn man nach draußen geht, Zeiten zu wählen, in denen die Temperaturen niedriger sind, wie früh am Morgen oder spät in der Nacht. Die direkte Sonneneinstrahlung während der heißen Tageszeiten, insbesondere von vormittags bis nachmittags, sollte vermieden werden. Eine kürzere Strecke als gewöhnlich wählen, nicht rennen lassen, Schatten suchen, Wasser mitnehmen und unterwegs den Zustand des Tieres beobachten – all diese Vorsichtsmaßnahmen sind unerlässlich.

Ein oft übersehener Punkt ist die Hitze von Asphalt oder Beton. Menschen tragen Schuhe und spüren die Bodentemperatur nicht so stark. Hunde hingegen berühren die Hitze direkt mit ihren Pfotenballen. Auch wenn die Lufttemperatur nicht so hoch erscheint, können gepflasterte Flächen in der Sonne extrem heiß werden.

Ein gängiger Richtwert ist: "Wenn man den Handrücken oder die Handfläche auf den Boden legt und die Hitze nicht einige Sekunden lang aushalten kann, ist es auch für die Pfoten des Hundes gefährlich." Auch im Artikel von Global News warnen Experten: "Wenn es für die Hand zu heiß ist, ist es auch für die Pfotenballen zu heiß." Verbrennungen an den Pfotenballen sind nicht sofort sichtbar und können durch Veränderungen im Gang oder ständiges Lecken der Pfoten bemerkt werden. Es ist wichtig, die Pfoten nach dem Spaziergang zu überprüfen.


"Wut über Spaziergänge" in sozialen Netzwerken und Kommentarbereichen

Im Kommentarbereich des Originalartikels sind viele kritische Stimmen gegenüber Hundebesitzern zu finden, die ihre Hunde bei extremer Hitze spazieren führen. Ein Leser kommentierte, dass Hunde bei Temperaturen nahe 35 Grad im kühlen Innenbereich bleiben sollten und nur im Notfall nach draußen gebracht werden sollten. Ein anderer Leser zeigte sich überrascht, Hundebesitzer zu sehen, die ihre Hunde über heiße Pflastersteine laufen lassen, und schlug vor, dass die Besitzer selbst barfuß den gleichen Weg gehen sollten, um die Gefahr zu verstehen.

Diese Reaktionen enthalten Wut, aber im Hintergrund steht der dringende Wunsch, Haustiere zu schützen. Wenn der Besitzer die Leine hält, folgt der Hund, auch wenn es heiß ist. Selbst wenn es draußen unangenehm ist, gehen einige Hunde, um ihren Besitzer zu erfreuen. Deshalb sind in sozialen Netzwerken und Kommentarbereichen Meinungen wie "Nur weil der Hund gehen will, heißt das nicht, dass es in Ordnung ist" und "Der Besitzer sollte es stoppen" stark vertreten.

Solche Reaktionen sollten jedoch nicht nur als Vorwürfe enden. Wichtig ist, dass die Besitzer konkrete Maßnahmen teilen, die sie ergreifen können. Zum Beispiel, anstatt tagsüber spazieren zu gehen, können sie Nasenarbeit oder Intelligenzspielzeug im Haus verwenden. Kurze Trainingseinheiten oder die Suche nach Leckerlis einbauen. Auch wenn sie den Hund auf den Balkon oder in den Garten lassen, sollten sie Schatten, Wasser und Belüftung sicherstellen und ihn nicht lange unbeaufsichtigt lassen. Wenn solche Alternativen verbreitet werden, kann die Denkweise von "Es ist schade, nicht spazieren zu gehen" zu "Heute ist ein Tag, um Leben zu schützen" geändert werden.


Das Zurücklassen im Auto ist "auch für kurze Zeit gefährlich"

Eines der gefährlichsten Ereignisse bei Sommerunfällen mit Haustieren ist das Zurücklassen im Auto. Nur ein paar Minuten beim Einkaufen, das Fenster ein wenig geöffnet, im Schatten geparkt, die Klimaanlage eingeschaltet – solche Ausreden gelten an Hitzewellentagen nicht.

Die Ontario SPCA and Humane Society führt die Kampagne "No Hot Pets" durch und ruft dazu auf, keine Haustiere im geparkten Auto zurückzulassen. Die Temperatur im Auto kann in kurzer Zeit stark ansteigen. Auch wenn die Außentemperatur nicht extrem ist, kann sich die Hitze im geschlossenen Auto schnell stauen. Ein leicht geöffnetes Fenster reicht nicht aus, um die Gefahr zu beseitigen.

Hunde versuchen, auf ihren Besitzer zu warten. Auch wenn es unangenehm ist, bleiben sie manchmal still im Auto. Von außen mag es so aussehen, als ob sie "ruhig bleiben", aber tatsächlich könnte ihre Körpertemperatur schnell ansteigen. Ein Hitzschlag schreitet schnell voran, und wenn es zu spät ist, kann es zu Organschäden oder zum Tod führen.

Wenn man ein im Auto zurückgelassenes Tier entdeckt, ist es wichtig, die örtlichen Vorschriften zu befolgen und die Polizei oder Tierschutzorganisationen zu kontaktieren. Selbst das Einschlagen eines Fensters kann rechtliche Probleme verursachen, daher wird empfohlen, das Kennzeichen zu notieren, den Besitzer in nahegelegenen Geschäften ausrufen zu lassen und die Behörden zu informieren, während man die Situation beobachtet.


Auch drinnen ist man nicht unbedingt sicher

Manche Menschen denken vielleicht, dass es sicher ist, wenn man das Tier nicht nach draußen lässt. Doch auch drinnen kann je nach Umgebung ein Hitzschlagrisiko bestehen. Ein Raum ohne Klimaanlage, ein Fenster, durch das direktes Sonnenlicht einfällt, ein schlecht belüfteter Raum oder ein Raum in der Nähe des Dachbodens können wärmer sein als draußen.

Wenn Haustiere allein gelassen werden, muss sichergestellt werden, dass die Raumtemperatur nicht zu hoch wird. Klimaanlagen oder Ventilatoren verwenden, Verdunkelungsvorhänge oder Jalousien nutzen, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren, mehrere Trinkstellen bereitstellen und den Tieren die Möglichkeit geben, sich in kühle Bereiche zu bewegen. Besonders Katzen suchen sich selbst kühle Plätze, daher ist es oft besser, ihnen einen sicheren Bewegungsraum zu bieten, anstatt sie in einem Raum einzusperren.

Allerdings sollte man sich nicht zu sehr auf Ventilatoren verlassen. Menschen fühlen sich durch die Verdunstung des Schweißes kühl, aber Hunde und Katzen schwitzen nicht so stark wie Menschen, daher kann die Wirkung von Ventilatoren begrenzt sein. Wenn die Raumtemperatur hoch ist, ist es ratsam, sie mit Klimaanlagen oder Hitzeschutzmaßnahmen zu kombinieren.


Wasserversorgung ist nicht ausreichend, wenn es nur "bereitgestellt" wird

An heißen Tagen ist die Grundregel, ausreichend Wasser zu trinken. Doch es reicht nicht aus, einfach nur Wasser bereitzustellen. Man muss sicherstellen, dass das Tier den Ort erreichen kann, dass es nicht von anderen Tieren gestört wird, dass das Wasser frisch ist und dass der Behälter nicht umgekippt ist.

Der Haustiernährungsleitfaden der University of Guelph gibt als allgemeine Richtlinie an, dass Hunde täglich 60 bis 80 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht benötigen, während Katzen 40 bis 60 Milliliter benötigen. Natürlich variiert die benötigte Menge je nach Art der Nahrung, Aktivitätsniveau, Temperatur und Gesundheitszustand. Haustiere, die hauptsächlich Trockenfutter fressen, benötigen mehr Wasser als solche, die Nassfutter bekommen.

Katzen trinken oft nicht viel Wasser, daher sind kreative Lösungen gefragt. Mehr Nassfutter geben, mehrere Trinkstellen bereitstellen, einen Trinkbrunnen verwenden oder eine kleine Menge salzarme Brühe oder Thunfischwasser hinzufügen sind einige Möglichkeiten. Allerdings ist es wichtig, zwischen sicheren und gefährlichen Lebensmitteln zu unterscheiden. Trauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Alkohol, Koffein, zuckerhaltige Getränke und Sportgetränke sollten vermieden werden.

Eis kann in der Regel gesunden Hunden und Katzen in geeigneter Größe und sauberer Form gegeben werden. Allerdings besteht die Gefahr des Verschluckens, wenn das Eis zu groß ist, daher sollte man immer beaufsichtigen. Außerdem ist es nicht ratsam, einem Tier, das bereits Anzeichen eines Hitzschlags zeigt, Eis zu geben. In solchen Fällen sollte die Kühlung des Körpers und die Kontaktaufnahme mit einem Tierarzt Priorität haben.


Gefrorene Leckereien und Kühlprodukte sind nützlich, aber man sollte sich nicht darauf verlassen

Um der Hitze entgegenzuwirken, setzen immer mehr Haushalte auf Kühlmatten, nasse Handtücher, gefrorene Leckereien oder Wasserspiele. Auch im Artikel von Global News werden gefrorene Suppenwürfel oder kalte Leckereien für Haustiere erwähnt. Solche Maßnahmen können helfen, die Wasseraufnahme zu fördern oder Langeweile im Haus zu reduzieren.

Allerdings sind Kühlprodukte nur Hilfsmittel und können gefährliche Umgebungen nicht ausgleichen. Nur weil ein Hund eine Kühlweste trägt, bedeutet das nicht, dass man ihn tagsüber lange spazieren führen kann. Nur weil es Schatten gibt, bedeutet das nicht, dass man ihn lange im Garten lassen kann. Auch wenn ein Hund gerne im Wasser spielt, kann er, wenn er zu sehr darin vertieft ist, Anzeichen von Erschöpfung oder Hitzschlag übersehen.

Besondere Vorsicht ist bei kurzköpfigen Rassen wie Möpsen, Bulldoggen und Französischen Bulldoggen geboten. Diese Rassen haben aufgrund ihrer kurzen Nase eine geringere Fähigkeit, durch Atmung Wärme abzuleiten, und sind hitzeempfindlich. Auch große Hunde, Hunde mit viel Fell, ältere Hunde, Welpen, übergewichtige Hunde und solche mit Herz- oder Atemwegserkrankungen sind einem höheren Risiko ausgesetzt. Bei Katzen sind kurzköpfige Rassen wie Perserkatzen, ältere Katzen, Kätzchen und Katzen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet.


Anzeichen eines Hitzschlags nicht übersehen

Bei einem Hitzschlag bei Haustieren ist es wichtig, die ersten Anzeichen nicht zu übersehen. Bei Hunden können ungewöhnlich starkes Hecheln, Speichelfluss, Unruhe, Taumeln, Schwäche, rote Zahnfleisch- oder Zungenfarbe, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Bei Katzen sind die Symptome möglicherweise weniger offensichtlich, aber Veränderungen wie mit offenem Mund atmen, sich verstecken, sich nicht bewegen, Schwäche oder Speichelfluss sind Warnsignale.

Wenn der Zustand fortschreitet, können schwerwiegende Symptome wie Verwirrung, Bewusstseinsverlust, Krämpfe, Zusammenbruch oder langsame Reaktionen auftreten. In solchen Fällen handelt es sich um einen Notfall, und es ist wichtig, sofort einen Tierarzt zu kontaktieren.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte das Tier zunächst aus der heißen Umgebung entfernt und an einen kühlen, gut belüfteten Ort gebracht werden. Wenn es in der Lage ist, Wasser zu trinken, sollte es in kleinen Mengen angeboten werden. Der Körper und der Hals sollten mit nicht zu kaltem Wasser benetzt werden, um die Verdunstung durch einen Ventilator oder Luftzug zu fördern. Es ist wichtig, keine Eiswasserbehandlung oder extrem kalte Maßnahmen zu ergreifen, da dies die Blutgefäße verengen und die Wärmeableitung erschweren kann.

Wichtig ist, sich nicht in Sicherheit zu wiegen, auch wenn das Tier etwas erholter wirkt. Bei einem Hitzschlag können Organschäden verzögert auftreten. Wenn Symptome vermutet werden, sollte man nicht eigenmächtig handeln, sondern den Rat eines Tierarztes einholen.


"Nicht aus Mitleid spazieren gehen, sondern aus Schutz pausieren"

Besitzer, die ihre Haustiere lieben, denken vielleicht: "Es ist schade, nicht spazieren zu gehen" oder "Das Tier möchte nach draußen". Doch an Hitzewellentagen ist es ein Zeichen von Fürsorge, das Tier nicht nach draußen zu bringen. Für Hunde ist es wichtiger, sicher zu bleiben und gesund zu bleiben, als jeden Tag die gleiche Strecke zu laufen.

Auch im Haus gibt es Möglichkeiten, die Zufriedenheit des Hundes zu steigern. Futter verstecken und suchen lassen, Intelligenzspielzeug verwenden, kurze Trainingseinheiten durchführen, kurz Zerrspiele spielen oder in kühlen Zeiten kurz frische Luft schnappen lassen. Bei Katzen kann es schon anregend sein, kurz mit einem Spielzeug zu spielen oder die Umgebung mit Kartons oder Tunneln zu verändern.

An Hitzewellentagen ist nicht teures Zubehör entscheidend, sondern die Entscheidungen der Besitzer. Die Spaziergangszeiten ändern. Nicht im Auto lassen. Für ausreichend Wasser sorgen. Die Raumtemperatur überprüfen. Die Pfotenballen schützen. Bei Anzeichen von Unwohlsein sofort eine Pause einlegen. Diese grundlegenden Maßnahmen schützen das Leben der Haustiere.


Die Reaktionen in sozialen Netzwerken zeigen den gesellschaftlichen Wandel

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