Der Preis des nächtlichen Wachbleibens: Die unerwartete Verbindung zwischen ungesundem Schlaf und Gehirnalterung: Möglicherweise erhöhtes Risiko für Demenz

Der Preis des nächtlichen Wachbleibens: Die unerwartete Verbindung zwischen ungesundem Schlaf und Gehirnalterung: Möglicherweise erhöhtes Risiko für Demenz

Das Karolinska-Institut in Schweden hat in einer Studie mit Hilfe von maschinellem Lernen die Gehirn-MRTs von 27.500 mittelalten Personen aus der UK Biobank analysiert und festgestellt, dass eine schlechtere Schlafqualität dazu führt, dass das "scheinbare Alter" des Gehirns das tatsächliche Alter übersteigt. Die Schlafqualität wurde anhand von fünf Faktoren bewertet: Morgen- oder Abendtyp, Schlafdauer, Einschlafschwierigkeiten und nächtliches Aufwachen, Schnarchen und übermäßige Tagesmüdigkeit. Für jeden Punkt, den die Bewertung sank, vergrößerte sich die Diskrepanz im Gehirnalter um etwa 0,5 Jahre, wobei die Gruppe mit schlechter Schlafqualität im Durchschnitt ein um etwa ein Jahr "gealtertes" Gehirn aufwies. Im Hintergrund steht eine systemische leichte Entzündung, die 7 bis 10 % der Zusammenhänge erklärt. Die Studie weist auch auf die Grenzen der Selbstauskunft und die Tatsache hin, dass die Teilnehmer tendenziell gesünder waren, und betont, dass die Kausalität noch nicht gesichert ist. Schlaf wird jedoch als ein modifizierbarer Interventionspunkt betrachtet. Angemessene Schlafgewohnheiten könnten auch das Risiko für Demenz verringern.