„Könige sind nicht nötig“ – Ein großer Marsch durch 1500 Orte in den USA mit Ballons und Lachen

„Könige sind nicht nötig“ – Ein großer Marsch durch 1500 Orte in den USA mit Ballons und Lachen

1. Prolog – „Lachen statt Paraden“

Am Nachmittag des 14. Juni war die National Mall in Washington D.C. mit Militärfahrzeugen und Tribünen gefüllt. 1.000 Kilometer westlich, vor dem Rathaus von Los Angeles, schwebte ein anderer Hauptakteur – ein riesiger Baby-Trump-Ballon in Windeln, der schreiend in die Luft stieg. Das einzige Motto: „NO KINGS“.theverge.com

(Zwischenteil: Hintergrund des Paradeplans, Militärbudget und Spenden von Big Tech als Finanzierungsquellen)


2. Vor-Ort-Bericht aus Los Angeles – Kreuzung von Lachen und Schmerz

  • Die Clowntruppe „Imp and Circumstance“
    Twinkle Toes, mit pink-weißer Schminke, hält ein Schild mit der Aufschrift „Trump come catch these hands foo!“ hoch. Sie sagt: „Lachen ist die größte Bedrohung für die Tyrannei.“theverge.com

  • Erinnerungen an die Kent State University
    Der Karikaturist Chuck Ayers (84 Jahre), der das Massaker von 1970 überlebte, sagte mit feuchten Augen: „Nach 55 Jahren hat sich der Lauf der staatlichen Macht nicht verändert.“theverge.com

3. Wellen, die sich in der Provinz ausbreiten – Die Graswurzelbewegung in Oneonta, NY

In der Stadt mit 15.000 Einwohnern versammelten sich mehrere Hundert Menschen. Wut über Rentenkürzungen, die Lockerung von Umweltvorschriften und Nachrichten über die Inhaftierung von Einwanderern entfachten die Proteste. Die Organisatoren appellieren: „Überzeugung ist die Taktik. Machen Sie Nachbarn zu Verbündeten, statt zu schreien.“theverge.com

4. Nationalgarde und Fake News – Zwischen Anspannung und Übertreibung

Der Bundesstaat Texas mobilisierte 5.000 Nationalgardisten und 2.000 Staatspolizisten. Konservative X-Accounts verbreiteten falsche Beiträge wie „LA ist gesetzlos“ und „Mexikanische Armee erwägt Eingreifen“. Eine CNN-Analyse ergab, dass einige Beiträge über eine Million Aufrufe hatten, aber die Community-Notizen konnten nicht mithalten.nagoyatv.comcnn.co.jp

5. Reale Zeitstimmung in sozialen Medien

PlattformBeispiele für positive HashtagsBeispiele für skeptische/kritische HashtagsRepräsentative Beiträge (Übersetzung)
X (ehemals Twitter)#NoKings #LaughAtPower#MobRule #FakeProtest@hasanthehun „Die Startzeit ist zu früh. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei ist fragwürdig.“twitter.com
Mastodon#NoKings #AbolishICE@chriscmartell „Geht nicht nach DC, erhebt eure Stimme vor Ort.“twitter.com
Threads#DemocracyNow#KingTrumpCBS News Merchandise-Skandal „Werbung für Produkte durch eine Nachrichtenagentur?“nypost.com

6. Trumps Lager und Krisenmanagement

Der Präsident postete auf Truth Social „Fahr zur Hölle“. Bei einer Unterstützerversammlung entgegnete er, dass er „kein König“ sei, aber die Militärparade wurde wie geplant durchgesetzt.news.yahoo.com

(Zwischentext: Äußerungen von Weißen Haus-Mitarbeitern, Expertenkommentare)

7. Implikationen für Japan

  • „Doppelte Verzerrung“ in der Berichterstattung über ausländische Demonstrationen
    Inländische Berichterstattung neigt dazu, gewalttätige Szenen herauszugreifen. Andererseits verbreiten sich in sozialen Medien leicht unbestätigte Informationen.

  • Die Verteidigungskraft der Demokratie durch „Lachen und Vielfalt“
    Gewaltfreier Widerstand durch Verkleidung und Musik findet Parallelen in den Protesten in Hongkong 2019 und den Frauenprotesten im Iran 2024.

8. Schlussfolgerung – Das „Fest der Demokratie“ geht weiter

In der Nacht von LA wurden die Ballons heruntergelassen und die Menschen zerstreuten sich. Doch in den sozialen Medien brodeln die Diskussionen weiter. Die Politikwissenschaftlerin Rebecca Solnit sagt: „Die Parade ist flüchtig, die Stimme ist langanhaltend.“ Diese Bewegung, die Macht zum Gegenstand des Lachens macht, wird ihre Wellen bis zu den nächsten Wahlen und auf die Straßen der Welt tragen.


Referenzartikel

„Keine Könige: Proteste im Sturm“
Quelle: https://www.theverge.com/policy/687195/no-kings-trump-parade-protests