Stillstand bei der Bekämpfung der Plastikverschmutzung: Umweltorganisationen reagieren mit einheitlichem Widerstand, Unternehmen fordern ebenfalls strengere Vorschriften

Stillstand bei der Bekämpfung der Plastikverschmutzung: Umweltorganisationen reagieren mit einheitlichem Widerstand, Unternehmen fordern ebenfalls strengere Vorschriften

Die von den Vereinten Nationen geleiteten Verhandlungen über das "Weltplastikverschmutzungsabkommen" (INC5.2 / Genf, Schweiz, 4.–15. August) endeten ohne Einigung. Die größten Streitpunkte waren die Festlegung von Obergrenzen für die Produktion von neuem Kunststoff, die einheitliche Regulierung schädlicher Chemikalien und der Finanzierungsmechanismus zur Unterstützung der Entwicklungsländer. Europa und kleine Inselstaaten forderten eine starke Produktionsbeschränkung, während öl- und petrochemieabhängige Länder sowie die USA dagegen waren, was nach einer Verlängerung der Verhandlungszeit zum Scheitern führte. Die Einigung war durch die Praxis der "Einstimmigkeit" gebunden, was zu chaotischen Sitzungen führte, die in wenigen Sekunden beendet wurden. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) erklärte, dass die Arbeit fortgesetzt werde, jedoch ist der nächste Termin noch unbestimmt. Umwelt-NGOs äußerten, dass es besser sei, keine Einigung zu erzielen, als einen schwachen Vorschlag anzunehmen, während WWF und Unternehmensverbände erneut "weltweit kohärente Regelungen" forderten. In den sozialen Medien dominierte die Meinung, dass das Problem nicht gelöst werde, solange die Produktionsmenge nicht angegangen werde, und es gab zunehmende Forderungen, das Konsensverfahren zu überdenken. Das Scheitern der Verhandlungen könnte die Beschleunigung nationaler und regionaler Selbstregulierungen fördern.