Verändert eine Transplantation nicht nur das Herz, sondern auch das „Ich“? ─ Die Wissenschaft untersucht das Phänomen der „Persönlichkeitsveränderung“

Verändert eine Transplantation nicht nur das Herz, sondern auch das „Ich“? ─ Die Wissenschaft untersucht das Phänomen der „Persönlichkeitsveränderung“

Der Artikel, der am 17. August von VivaBem der brasilianischen UOL veröffentlicht wurde (eine Übersetzung eines Beitrags von The Conversation), ordnet die langjährige Debatte darüber, ob Organtransplantationen die Persönlichkeit verändern, aus der Perspektive der neuesten Forschung und Physiologie. Subjektive Veränderungen wurden nicht nur bei Herztransplantationen, sondern auch bei anderen Organen berichtet. In einer kleinen Studie aus dem Jahr 2024 gaben etwa 89% der Transplantationsempfänger an, irgendeine Form von "Persönlichkeitsveränderung" erlebt zu haben, wobei jedoch auch auf Einschränkungen wie Auswahlverzerrungen hingewiesen wird. Als mögliche Mechanismen werden die von Herz und anderen Organen ausgeschütteten natriuretischen Peptide (ANP/BNP), die Wirkung auf das sympathische Nervensystem, der mikroskopische Chimerismus von Spenderzellen und -DNA sowie psychische Symptome im Zusammenhang mit Immunsuppressiva und Operationserfahrungen genannt. In den sozialen Medien vermischen sich Erstaunen und Skepsis, während reißerische Schlagzeilen über die "Vererbung von Erinnerungen" verbreitet werden. In den betroffenen Gemeinschaften wird hingegen über Nebenwirkungen von Medikamenten und die Notwendigkeit psychologischer Betreuung gesprochen. Das Fazit lautet: "Eine endgültige Entscheidung steht noch aus". Die Bedeutung einer informierten Einwilligung, die auch die Erklärung von Ängsten und psychologische Unterstützung umfasst, wird jedoch betont.