Verschwinden die Heuschrecken? : Wie der Klimawandel und menschliche Aktivitäten die Welt der Graslandschaften verändern - Das wahre Gesicht der Heuschrecken, das das Image der "Schädlinge" umkehrt

Verschwinden die Heuschrecken? : Wie der Klimawandel und menschliche Aktivitäten die Welt der Graslandschaften verändern - Das wahre Gesicht der Heuschrecken, das das Image der "Schädlinge" umkehrt

Wenn man an Heuschrecken denkt, könnte man zuerst an Insekten denken, die Felder verwüsten oder plötzlich aufspringen und erschrecken. Besonders der Name "Warzenbeißer" hat einen etwas bedrohlichen Klang. Doch der deutsche Artikel berichtet von einer tieferen Welt der Heuschrecken, die sich nicht in solch einfachen Bildern fassen lässt. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Natur, doch viele Arten sind durch die Verschlechterung ihrer Lebensräume bedroht.

In Europa sind über 1000 Heuschreckenarten und 49 Fangschreckenarten bekannt, und in Deutschland gibt es etwa 80 Heuschreckenarten und eine einheimische Fangschreckenart. Auch wenn sie sich ähnlich sehen, unterscheiden sich ihre Lebensweisen und Lebensräume. Es gibt Arten mit kräftigem Körperbau wie der Warzenbeißer, Maulwurfsgrillen, die im Boden leben, und Arten mit auffälligen Flügeln. Die Heuschrecken werden in solche mit langen und kurzen Fühlern unterteilt, und auch ihre Lautäußerungen unterscheiden sich. Die mit langen Fühlern erzeugen Geräusche, indem sie ihre Flügel reiben, während die mit kurzen Fühlern ihre Beine und Flügel reiben.

Der Name "Warzenbeißer" bedeutet wörtlich "Warzenbeißer" und leitet sich von dem alten Glauben ab, dass ihr Biss oder ihre Körperflüssigkeit Warzen heilen könnte. Natürlich wird dies von der modernen Wissenschaft nicht anerkannt. Vielmehr erzählt dieser Name von den verschiedenen Volksglauben, die die Menschen einst mit Insekten verbanden. Der Name mag furchterregend klingen, aber tatsächlich ist es nur eines der Insekten, die still in den Wiesen leben.

Welche Rolle spielen Heuschrecken in der Natur? Zunächst fressen sie Pflanzen und zerkleinern deren harte Blätter und Stängel, sodass sie für andere Lebewesen leichter nutzbar werden. Dies fördert den Abbau organischer Stoffe und trägt zur Bodenbildung und -fruchtbarkeit bei. Außerdem sind Heuschrecken selbst Nahrung für Vögel und Spinnen und nehmen somit eine wichtige Position in der Nahrungskette ein. Unabhängig von Vorlieben oder Abneigungen gegenüber ihrem Aussehen wird das Ökosystem von Wiesen und Feldern von diesen kleinen Insekten unterstützt.

Heuschrecken können auch Hinweise auf den Zustand der Umwelt geben. Jede Art bevorzugt unterschiedliche Graslängen, Böden, Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen und verbringt den Großteil ihres Lebens in derselben Umgebung. Daher kann man durch die Beobachtung, welche Heuschrecken vorhanden sind, erkennen, ob ein Gebiet eine trockene Wiese, eine feuchte Graslandschaft oder eine sich verschlechternde Umgebung ist. Experten weisen darauf hin, dass Heuschrecken als Indikatoren für die "Qualität der belebten Umwelt" dienen können.

Doch diese Heuschrecken sind jetzt in Gefahr. Laut der Roten Liste des Bundesamtes für Naturschutz sind 26 Arten, etwa ein Drittel der Heuschrecken- und Fangschreckenarten in Deutschland, aufgrund von Bestandsrückgängen in einem gefährlichen Zustand. Die Ursachen liegen in der Umwandlung von Grasland, der Entwässerung von Feuchtgebieten, der Entwicklung und der intensiven Landwirtschaft, die zu Verlust und Fragmentierung von Lebensräumen führen. Besonders mageres Grasland und Halbtrockenrasen, die auf den ersten Blick "unproduktiv" erscheinen, sind für viele Insekten unersetzliche Lebensräume.

Andererseits wirkt sich der Klimawandel nicht auf alle Heuschrecken gleich aus. Einige Arten, die warmes Klima bevorzugen, erweitern ihren Lebensraum. Ein Beispiel ist die Europäische Gottesanbeterin, deren Verbreitungsgebiet sich in Deutschland in den letzten 20 Jahren erweitert hat. Der Klimawandel kann also für einige Arten ein Vorteil, für andere jedoch ein Nachteil sein. In der Insektenwelt entstehen "Gewinner" und "Verlierer", und die Art der Biodiversität verändert sich erheblich.

 

Auch in den sozialen Medien gibt es verschiedene Reaktionen auf diese Themen. Auf X (ehemals Twitter) gibt es Stimmen, die vom eindrucksvollen Namen des Warzenbeißers überrascht sind, sowie Meinungen wie "Das Aussehen ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn sie eine wichtige Rolle spielen, ändert sich die Sichtweise". Außerdem gibt es viele Beiträge, die sich an Veränderungen in der Natur erinnern, wie "Als Kind habe ich sie oft in den Wiesen gesehen, aber jetzt scheinen sie weniger geworden zu sein" und "Ich habe das Gefühl, dass es weniger Insekten gibt". Auch auf Beiträge von regionalen Naturschutzorganisationen und Medien, die den Warzenbeißer und die Insektenvielfalt vorstellen, gibt es Reaktionen wie "Wir möchten eine Umgebung erhalten, in der solche Lebewesen leben können" und "Der Name klingt nur furchterregend, aber eigentlich sind sie niedlich", die eine einfache Verbundenheit und Besorgnis gegenüber Insekten zeigen.

Allerdings sind Heuschrecken nicht völlig unabhängig vom Menschen. Einige Arten können landwirtschaftliche Kulturen fressen oder Gärten und Felder beeinflussen. Maulwurfsgrillen graben sich durch den Boden und können Wurzeln beschädigen. Zumindest in Deutschland wird jedoch nicht angenommen, dass große, eingeführte Heuschreckenarten massenhaft auftreten und sich als ernsthafte Schädlinge etablieren. Es kann vorkommen, dass sie als Haustier- oder Reptilienfutter eingeführt werden und vorübergehend gefunden werden, aber die klimatischen Bedingungen sind nicht geeignet, um sich weitläufig in freier Wildbahn zu etablieren.

Diese Geschichte zeigt, dass wir dazu neigen, Lebewesen nur danach zu beurteilen, ob sie "nützlich" oder "schädlich" sind. Heuschrecken fressen zwar manchmal Kulturen und viele Menschen mögen ihr Aussehen nicht. Doch in der Natur sind sie wichtige Akteure, die Zersetzer unterstützen, andere Tiere ernähren und auf Umweltveränderungen hinweisen. Wenn die Heuschrecken abnehmen, bedeutet das nicht nur, dass eine Insektenart weniger wird, sondern es könnte auch darauf hindeuten, dass die Gras- und Feuchtgebiete dieser Region beeinträchtigt sind.

Auch in Japan haben viele Menschen das Gefühl, dass es früher mehr Insekten gab. Flussufer, Brachflächen, Satoyama, Reisfelder und deren Umgebung – während diese Orte erschlossen und vereinheitlicht werden, verschwinden die einst häufigen Insekten allmählich. Der Warzenbeißer mit seinem etwas seltsamen Namen könnte ein Anlass sein, mehr auf die Veränderungen in den nahegelegenen Wiesen zu achten. Heuschrecken sind kleine Lebewesen am Rande der Natur, aber ihre Existenz stellt leise die Frage, welche Art von Umwelt wir zu hinterlassen versuchen.


【Quelle】
・Artikel, der die Einführung in den Warzenbeißer und die Heuschrecken in Deutschland sowie die Erklärungen von Experten liefert
https://www.op-online.de/welt/warzenbeisser-co-was-man-ueber-heuschrecken-wissen-sollte-zr-94263958.html

・Veröffentlichung der Roten Liste des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) als Beweis dafür, dass etwa ein Drittel der Heuschrecken- und Fangschreckenarten in Deutschland gefährdet ist
https://www.bfn.de/pressemitteilungen/rote-liste-rund-ein-drittel-der-heuschrecken-bestandsgefaehrdet

・Erläuterungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Heuschreckenlaute, ihre Rolle im Ökosystem, Bedeutung als Umweltindikatoren)
https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/heuschrecken

・Einführung in den Warzenbeißer durch den NABU (Naturschutzbund Deutschland) (Herkunft des Namens und Bedeutung für den Naturschutz)
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/heuschrecken/36791.html

・Übersicht durch Fachverbände und Berichterstattung im deutschsprachigen Raum (Referenzen zu über 1000 Heuschreckenarten in Europa und etwa 80 Arten in Deutschland)
https://dgfo-articulata.de/heuschrecken
https://www.wochenblatt-reporter.de/karlsruhe/c-ratgeber/insekten-tagung-in-karlsruhe-warum-heuschrecken-verschwinden_a750894

・Reaktionen in sozialen Medien (Beispiele für Beiträge auf X über den Warzenbeißer und die Insektenvielfalt)
https://x.com/derspiegel/status/1996272354004173151
https://x.com/lfu_bayern/status/1925505962858725849