Kann man Lebensmittel auch ohne Sonnenlicht produzieren? Die Landwirtschaft mit "elektrischem Anbau" könnte das Problem des "Welthungers" verändern.

Kann man Lebensmittel auch ohne Sonnenlicht produzieren? Die Landwirtschaft mit "elektrischem Anbau" könnte das Problem des "Welthungers" verändern.

Das Wort "Nahrungsmittelkrise" ist nicht mehr nur eine Nachricht aus fernen Ländern. Extreme Hitze, Dürre, Überschwemmungen, geopolitische Risiken und die Schwankungen der Düngemittelpreise. Während Felder Orte sind, die sich der Natur stellen, sind sie jetzt auch "Vorrichtungen, die an vorderster Front die Schocks von Klima und Wirtschaft abfangen".


In diesem Zusammenhang ist der Vorschlag aufgetaucht, dass es möglich sein könnte, Nahrung ohne Licht zu produzieren, was auf den ersten Blick wie Science-Fiction erscheint. GreekReporter, ein griechisches Medium, stellte das Konzept der "Elektro-Landwirtschaft" vor, das die Nahrungsmittelproduktion neu organisiert, ohne sich auf die herkömmliche Photosynthese zu verlassen. Schätzungen zufolge könnte der Bedarf an landwirtschaftlicher Fläche um bis zu 94 % reduziert werden, die Auswirkungen extremer Wetterbedingungen abgeschwächt und plötzliche Preissprünge bei Lebensmitteln verhindert werden.


Was ist "Elektro-Landwirtschaft"? — Umgehung des "Flaschenhalses der Photosynthese"

Der Schlüssel liegt darin, die Art und Weise zu ändern, wie Pflanzen Energie für ihr Wachstum gewinnen. Traditionell betreiben Pflanzen Photosynthese, indem sie Sonnenlicht aufnehmen und aus CO₂ und Wasser Zucker und andere organische Stoffe herstellen. Es ist jedoch bekannt, dass die Photosynthese nur einen geringen Anteil der aufgenommenen Sonnenenergie in Pflanzenwachstum umwandeln kann.


Der Gedanke der Elektro-Landwirtschaft ist folgender: Mit Strom aus erneuerbaren Energien wird CO₂ elektrochemisch in "Essigsäure (Acetat)" umgewandelt. Acetat ist ein organisches Molekül, das von Mikroorganismen und einigen Lebewesen als Nährstoff genutzt werden kann. Forscher behandeln es als "Rohstoff für mit Strom hergestellte Nahrung". Zukünftig sollen Pflanzen durch Gentechnik so verändert werden, dass sie ohne Abhängigkeit von der Photosynthese Acetat nutzen können, um zu wachsen — das ist der grobe Rahmen.


Der Artikel von GreekReporter beschreibt dies als Rahmen, der CO₂-Elektrolyse und biologische Systeme kombiniert, um die Effizienzbeschränkungen der Photosynthese zu umgehen. Darüber hinaus wird die Aussicht vorgestellt, dass Nahrungsmittelproduktion auch in nicht landwirtschaftlichen Gebieten wie "Wüsten", "städtischen Zentren" und "im Weltraum" möglich wird.


Die Auswirkungen der "94%igen Reduzierung der landwirtschaftlichen Fläche" — Eine Antwort auf Land-, Wasser- und Klimarisiken?

Der wahre Wert dieser Technologie (oder Technologiegemeinschaft) liegt nicht nur in der Ertragssteigerung. Die Engpässe der Gesellschaft haben sich auf "Land, Wasser und Klima" verlagert.


Laut Schätzungen, die im Artikel erwähnt werden, könnte bei einer vollständigen Umstellung auf ein auf Elektro-Landwirtschaft basierendes Lebensmittelsystem die landwirtschaftliche Flächennutzung in den USA um 88–90 % reduziert werden, was es ermöglichen könnte, fast die Hälfte des Landes für die Wiederherstellung von Ökosystemen oder die natürliche Kohlenstoffaufnahme zu nutzen.

 
Zudem wird das Ziel beschrieben, durch "technisch kontrollierte Produktion", die weniger von extremen Wetterbedingungen beeinflusst wird, Schwankungen im Ertrag und Preisspitzen zu dämpfen.


Wichtig ist hier die Richtung, nicht die Felder zu vermehren, sondern den Anteil der "nicht auf Felder angewiesenen" Produktion zu erhöhen. Je stärker die Schwankungen durch Katastrophen und Klima werden, desto mehr wird die Nahrungsmittelversorgung durch "geografische Einschränkungen" beeinflusst. Wenn es möglich wäre, in der Nähe von Städten oder in Innenräumen eine bestimmte Menge an Nahrung zu produzieren, solange Energie und CO₂ verfügbar sind, könnten Risiken wie unterbrochene Lieferketten oder Importabhängigkeit verringert werden. Dies ist nicht nur eine Anpassungsmaßnahme an das Klima, sondern auch eine Frage der Sicherheit.


Aber es geht nicht darum, dass "die Felder jetzt verschwinden" — Der aktuelle Stand der Forschung

Es ist wichtig zu verstehen, dass dies keine ausgereifte Technologie ist, die ab morgen die Landwirtschaft ersetzt. GreekReporter bezieht sich auf einen Vorschlag (eine Perspektive oder Konzeptvorschlag) im Joule, der zukünftige Implementierungsszenarien und Forschungsfragen aufzeigt.


Derzeit gibt es mindestens drei Schlüsselbereiche.

  1. Effizienz und Kosten der Umwandlung von CO₂ in Acetat (Verbesserung der elektrochemischen Umwandlung)

  2. Design von Pflanzen, die Acetat nutzen können (Herausforderungen der genetischen Modifikation und Optimierung von Stoffwechselwegen)

  3. Systemintegration (Wie man Strom, CO₂-Rückgewinnung, Kultivierungsumgebung, Hygiene und Lieferkette organisiert)


Darüber hinaus wird die Möglichkeit erwähnt, Acetat nicht nur für "die Pflanzen selbst" als Proteinquelle zu nutzen, sondern auch für Fermentation (präzise Fermentation) und kultiviertes Fleisch.

 
Mit anderen Worten, Elektro-Landwirtschaft ist nicht nur eine "neue Technologie zur Herstellung von Gemüse", sondern eher ein "Konzept zur Elektrifizierung und Dezentralisierung des Lebensmittelsystems".


Reaktionen in sozialen Medien: Während die Erwartungen hoch sind, gibt es auch viele Zweifel

Wenn dieses Thema in sozialen Medien verbreitet wird, sind die Reaktionen meist dreigeteilt. Tatsächlich wird in Beiträgen in wissenschaftlichen Zeitschriften (wie den Social-Media-Posts von Cell Press) oft die eingängige Idee "Growing food in the dark (Nahrung im Dunkeln anbauen)" hervorgehoben, was zuerst Überraschung und Aufregung auslöst.


① Die "Das ist der Durchbruch"-Fraktion (Erwartung)

  • Je instabiler das Ackerland durch den Klimawandel wird, desto wertvoller wird die Produktion in Innenräumen, in Städten und dezentral.

  • Wenn landwirtschaftliche Flächen reduziert werden können, könnte dies zur Wiederaufforstung und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt beitragen.

  • In Ländern mit Wüsten oder Inselstaaten, wo Land und Wasser knapp sind, könnte dies ein "Wundermittel" sein.
    Solche Stimmen neigen dazu, die Diskussion als eine, die die Prämisse "Nahrung = Land" in Frage stellt, zu betrachten.


② Die "Aber dafür braucht man Strom und Ausrüstung"-Fraktion (Realität)

  • In Regionen, in denen Strom nicht stabil ist, ist das Nahrungsmittelproblem doch am gravierendsten, oder?

  • Wenn große Anlagen und CO₂-Versorgung erforderlich sind, könnte das nicht eher Ländern und Unternehmen mit Kapital zugutekommen?

  • Wenn die Energiequelle fossile Brennstoffe sind, wird die Umweltbelastung nicht einfach nur in eine andere Form übertragen?
    Diese Gruppe betrachtet weniger die Technologie selbst, sondern mehr die "politische Ökonomie der Implementierung". Sie weisen nüchtern darauf hin, dass auch wenn "landwirtschaftliche Flächen" reduziert werden, "Infrastruktur" benötigt wird, einschließlich Strom, Ausrüstung, Wartung und Lieferketten.


③ Die "Genetisch veränderte Pflanzen? Das geht nicht"-Fraktion (Ethik und Akzeptanz)
Elektro-Landwirtschaft ist oft untrennbar mit der Anpassung von Pflanzen an die Nutzung von Acetat verbunden, was Diskussionen über die Ablehnung von genetisch veränderten Organismen (GVO) auslösen kann. In sozialen Medien gibt es eine beträchtliche Anzahl von Stimmen, die sagen: "Die Technologie ist interessant, aber die Akzeptanz von Lebensmitteln ist eine andere Frage". Dies ist weniger eine Frage von Pro und Kontra, sondern eher ein Bereich, in dem "Transparenz, Regulierung, Kennzeichnung und Vertrauen" gefragt sind.


Zusammengefasst ergibt sich aus der Stimmung in den sozialen Medien, dass es nicht nur bei "Das klingt beeindruckend" bleibt. Die Überraschung ist der Einstieg, und schnell wird zu den Themen "Strom, Kosten, Fairness und Akzeptanz" übergegangen. Dies ist ein typisches Verbreitungsmuster für Technologien der nächsten Generation.

Die eigentliche Frage ist, inwieweit die "Elektrifizierung der Nahrung" helfen kann

Die Diskussion über Elektro-Landwirtschaft wird oft als "Ersatz für Felder" beschrieben. In der Realität wird jedoch eher die "Ergänzung" im Vordergrund stehen.

  • Backup-Produktion in Regionen, die häufig von Klimakatastrophen betroffen sind

  • Strategische dezentrale Versorgung in Ländern mit hoher Importabhängigkeit

  • Nischenanwendungen in trockenen, kalten oder polaren Regionen, wo herkömmliche Landwirtschaft benachteiligt ist

  • Erweiterung von Lebensmittelgruppen wie fermentierten Proteinen, die wenig landabhängig sind

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Düngemittelproblem. Die moderne Landwirtschaft ist stark auf Stickstoffdünger angewiesen, dessen Herstellung eng mit Energie- und CO₂-Emissionsproblemen verbunden ist. Der Trend zur Elektrifizierung und Dezentralisierung der Landwirtschaft passt gut zur "Elektrifizierung" von Düngemitteln (zum Beispiel durch Forschung zur Stickstofffixierung mit Plasma).

 
Wenn man die Nahrungsmittelkrise nicht nur als "Feld", sondern als Kette von "Düngemittel, Energie und Logistik" betrachtet, sollte die Elektro-Landwirtschaft als Versuch bewertet werden, diese Kette neu zu gestalten.

Die Zukunft liegt nicht bei "Null Felder", sondern bei "Risikostreuung"

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Elektro-Landwirtschaft nicht "die einzige Antwort zur Rettung der globalen Nahrungsmittelkrise" ist. Aber je instabiler das Klima wird, desto überzeugender wird die Richtung, die Nahrungsmittelproduktion nicht "allein der Natur zu überlassen".


Felder werden nicht verschwinden. Landwirte werden nicht überflüssig. Vielmehr ist es realistisch, eine "Redundanz" zu schaffen, bei der die Kombination aus Landwirtschaft, die sich der Natur stellt, kontrollierter Produktion in Innenräumen, Fermentation und Zellkultivierung, alternativen Proteinen und ressourcenschonendem Vertrieb sicherstellt, dass die Nahrungsmittelversorgung nicht unterbrochen wird, selbst wenn ein Teil ausfällt.


Die gleichzeitige Begeisterung und Skepsis in den sozialen Medien entsteht wahrscheinlich, weil diese Technologie mehr als eine "großartige Erfindung" die "gesellschaftliche Blaupause" erschüttert.


Elektro-Landwirtschaft ist der Gedanke, Nahrung von der Sonne zu befreien. Doch die eigentliche Herausforderung besteht darin, ob es gelingt, Nahrung von der "anfälligen Konzentration an einem Punkt" zu befreien.



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