Einfach zu Hause durchzuführen! Nach dem Schwangerschaftstest kommt der "Menstruationstest" - Eine nächste Generation von Technologien zur Erkennung von Endometriose aus Menstruationsblut

Einfach zu Hause durchzuführen! Nach dem Schwangerschaftstest kommt der "Menstruationstest" - Eine nächste Generation von Technologien zur Erkennung von Endometriose aus Menstruationsblut

1. Befreiung von „Der Schmerz ist nur Einbildung“

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, von der weltweit etwa 200 Millionen Menschen betroffen sind. Sie verursacht starke Menstruationsschmerzen und Unfruchtbarkeit, doch für eine definitive Diagnose sind bildgebende Verfahren oder eine Laparoskopie erforderlich. In den USA wird eine durchschnittliche Diagnoseverzögerung von 12 Jahren berichtet. 


2. Borophen×HMGB1──Der Kern des neuen Geräts

Das Team um Professor Dipanjan Pan von der Pennsylvania State University hat ein Einweggerät entwickelt, das das entzündungsbezogene Protein HMGB1 im Menstruationsblut nachweist. Das Prinzip basiert darauf, dass Antikörper auf einem Teststreifen mit HMGB1 binden und eine Linie sichtbar wird, was eine fünffache Empfindlichkeit im Vergleich zu herkömmlichen Methoden ermöglicht. 


3. Das 2D-Material „Borophen“ als Schlüssel

Die gesteigerte Empfindlichkeit des Geräts ist dem neuen Material Borophen zu verdanken, das neben dem kohlenstoffbasierten Graphen steht. Das Forschungsteam trennte Borpulver in Wasser, um gleichmäßige Nanoschichten zu erzeugen, ähnlich dem „Unkrautjäten und Pflügen“, und fixierte Antikörper auf deren Oberfläche, um die Effizienz der HMGB1-Erfassung zu erhöhen. 


4. Der Beweis für die fünffache Empfindlichkeit

In der Studie wurden Tests mit Menstruationsblutproben durchgeführt, deren HMGB1-Konzentrationen schrittweise verändert wurden. Selbst bei niedrigen Konzentrationen, die mit herkömmlichen ELISA-Methoden schwer nachweisbar sind, erschien eine positive Linie, was die Wirksamkeit für das frühe Screening von asymptomatischen und frühen Patienten zeigte.


5. Der Weg zur „Menstruationspad-integrierten“ Lösung

Professor Pan und sein Team stellen sich vor, den Sensor in Binden zu integrieren, um eine kontinuierliche Überwachung während des Tragens zu ermöglichen. Ein ähnlicher Ansatz wird auch von MenstruAI der ETH Zürich berichtet, wobei der Trend zur gleichzeitigen Analyse mehrerer Biomarker wie CA-125 mit einer KI-App beschleunigt wird. 


6. Rückenwind für den Femtech-Markt

Es wird prognostiziert, dass der Femtech-Markt bis 2025 die Marke von 70 Milliarden Dollar überschreiten wird, wobei Biomarker im Menstruationsblut ein vielversprechendes neues Gebiet darstellen. Der Borophen-Sensor gilt als kostengünstig und massenproduzierbar und wird als geeignet für Telemedizin und großflächiges Screening in Entwicklungsländern angesehen. 


7. SNS spiegelt den „lang ersehnten Schritt“

 


Am Tag der Veröffentlichung stellte @ChemistryNews auf X (ehemals Twitter) den Artikel vor und sammelte Hunderte von Ansichten. Die patientenzentrierte Community freute sich mit Kommentaren wie „#EndoTest ist endlich Realität“ und „Der Tag, an dem der Schmerz sichtbar gemacht werden kann, ist gekommen“, während der offizielle Beitrag von Science X auch auf Threads verbreitet wurde. X (ehemals Twitter)Threads

8. Die Vor- und Nachteile der Informationsverbreitung

Der Instagram-Hashtag „#EndometriosisAwarenessMonth“ wird als Quelle für Informationen über die Krankheit geschätzt, doch es gibt auch Analysen, die auf die Vermischung von Fehlinformationen und übermäßiger Werbung für alternative Therapien hinweisen. Forscher betonen, dass bei der Vermarktung von Schnelltests sowohl die korrekte Anwendung als auch die Grenzen bekannt gemacht werden müssen. MDPIResearchGate

9. Perspektive aus der medizinischen Praxis

Unter Gynäkologen gibt es die Meinung, dass „das Screening zu Hause nützlich ist, aber wie man mit falsch-positiven und falsch-negativen Ergebnissen umgeht, bleibt eine Herausforderung“. Eine erneute Überprüfung der Sensitivität und Spezifität in klinischen Studien, der Zulassungsprozess bei der FDA und PMDA sowie der Schutz der Privatsphäre erfordern eine umfassende Betrachtung. 


10. Zukunftsausblick – Die „Stimme des Schmerzes“ wissenschaftlich erfassen

Menstruationsblut wurde lange als „Abfallprodukt“ betrachtet. Doch das Aufkommen von Borophen-Sensoren markiert den ersten Schritt zur Freisetzung der darin verborgenen umfangreichen biologischen Informationen. Um die gesellschaftlichen Probleme der Diagnoseverzögerung zu lösen und die Lebensqualität der Patienten zu schützen, ist jetzt die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gemeinschaft gefragt. 


Referenzartikel

Durch die nächste Generation von Technologien ist es möglich, Endometriose-Biomarker im Menstruationsblut zu Hause schnell zu erkennen
Quelle: https://phys.org/news/2025-07-gen-tech-home-quickly-endometriosis.html