In nur 15 Sekunden „Herzinsuffizienz-Anzeichen“ erkennen — Vom „Hören“ zum „Diagnostizieren“: KI × Stethoskop, eine Demonstration, die die Diagnose verdoppelt und die AF-Erkennung um das 3,5-fache erhöht hat.

In nur 15 Sekunden „Herzinsuffizienz-Anzeichen“ erkennen — Vom „Hören“ zum „Diagnostizieren“: KI × Stethoskop, eine Demonstration, die die Diagnose verdoppelt und die AF-Erkennung um das 3,5-fache erhöht hat.

Ein Forscherteam des Imperial College London hat ein kartenförmiges AI-Stethoskop entwickelt, das Herzgeräusche und EKG gleichzeitig erfasst und in der Cloud analysiert. Dieses Gerät wurde in der Primärversorgung getestet. In den Felddaten von 12.725 symptomatischen Patienten führte die Nutzung des Geräts zu einer 2,33-fachen Diagnose von Herzinsuffizienz, einer 3,45-fachen Diagnose von Vorhofflimmern und einer 1,92-fachen Diagnose von Herzklappenerkrankungen, wobei eine Risikoeinschätzung in 15 Sekunden möglich war. Es wurden jedoch auch betriebliche Herausforderungen festgestellt, wie eine hohe Rate an falsch-positiven Ergebnissen (etwa 2/3) und eine Abnahme der Nutzung durch etwa 70 % der eingeführten Hausärzte innerhalb eines Jahres. Es wird empfohlen, das Gerät nicht für asymptomatisches Screening, sondern für die Triage von symptomatischen Patienten einzusetzen. In den sozialen Medien wird das Gerät als "Game Changer in der Primärversorgung" begrüßt, während gleichzeitig Vorsicht geäußert wird bezüglich der hohen Rate an falsch-positiven Ergebnissen, übermäßiger Tests und der Grenzen der Auskultationsbefunde. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der frühzeitigen Erkennung und Vorverlegung der Behandlung sowie in der Integration in den Arbeitsablauf und der Gestaltung der Datenverwaltung.