Schwarze Arbeitslosenquote in den USA steigt sprunghaft an: Der Preis des Meritokratismus? Rücknahme von DEI und die "Wiedervergrößerung" der Beschäftigungslücke

Schwarze Arbeitslosenquote in den USA steigt sprunghaft an: Der Preis des Meritokratismus? Rücknahme von DEI und die "Wiedervergrößerung" der Beschäftigungslücke

Im Sommer 2025 stieg die Arbeitslosenquote unter Schwarzen drei Monate in Folge und erreichte im August 7,5 %. Im Hintergrund stehen der Regierungsstillstand und die damit einhergehenden Kürzungen von Bundespersonal (97.000 Stellenabbau von Januar bis August) sowie das Ende der DEI-Programme durch eine Präsidentenverordnung im Januar. Die Umstrukturierung von Behörden und bundesstaatlichen Auftragnehmern traf insbesondere Stellen im Bereich DEI und Personalentwicklung hart, was zu einer Verschlechterung der Beschäftigungslage, vor allem unter schwarzen Frauen, führte. In den sozialen Medien warnen Wirtschaftsjournalisten vor einem „kumulativen Anstieg“ und Betroffene machen die Schwierigkeiten im Alltag sichtbar. Verzögerungen bei der Veröffentlichung von BLS-Statistiken führen ebenfalls dazu, dass die auf Daten basierende politische Steuerung ins Wanken gerät. Hinter den kurzfristigen Kosteneinsparungen droht eine Unterbrechung der Arbeitsmarktteilnahme, die zukünftige Steuereinnahmen, Produktivität und regionale Stabilität stark belasten könnte. Notwendig sind Politiken zur Wiederherstellung der Verbindung, wie Umschulungen, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und der Wiederaufbau öffentlicher Arbeitsplätze. Gefordert ist eine Strategie, die mehr auf die Wiederherstellung von Chancen als auf das „Aufbäumen“ der Statistiken setzt.