Erschütterung im Deodorant-Geschäft: Dieser Duft, tiefer als die Liebe — Warum der Körpergeruch von Frauen während der Ovulationsphase den Stress von Männern lindert

Erschütterung im Deodorant-Geschäft: Dieser Duft, tiefer als die Liebe — Warum der Körpergeruch von Frauen während der Ovulationsphase den Stress von Männern lindert

1. Hintergrund──“Werden Menschen durch Geruch angezogen?”

Im Tierreich beeinflussen Pheromone Liebe und Territorien. Doch die Frage, ob auch Menschen Pheromone besitzen, war lange umstritten. Im Juli 2025 veröffentlichte Professor Kazuhiro Kōhara von der Universität Tokio und sein Team eine neue Studie in iScience, die Beweise für diese Frage liefertUniversität Tokio.


2. Kernaussagen der Forschung

Die Forscher sammelten Achselschweiß von über 20 weiblichen Teilnehmerinnen in vier Phasen ihres Menstruationszyklus und analysierten die flüchtigen Bestandteile umfassend mit GC-MS. Sie extrahierten drei Moleküle (6-Methyl-5-hepten-2-on = 6MHO, Geranylacetone = GA, Squalenoxid), die während der Ovulationsphase signifikant zunahmen, und erstellten ein Modellgeruch, indem sie diese dem "Standard-Achselschweiß" hinzufügtenNeuroscience News.

3. Verhaltens- und physiologische Tests

Männliche Probanden (20–30 Jahre, heterosexuell) führten folgende Tests durch: ① Geruchsbewertung, ② Eindrucksbewertung von gleichzeitig präsentierten Frauenfotos, ③ Messung der Speichelamylase. Die Ergebnisse zeigten, dass der Ovulationsgeruch im Vergleich zum Standardgeruch im Durchschnitt

  • Unannehmlichkeit -28 %

  • Attraktivität +16 %

  • sAA-Konzentration -19 %
    und statistisch signifikante Unterschiede (p < 0,01) aufwiesNews-Medical.

4. Zwischen “Pheromon-ähnlich” und “Pheromon”

Die Forscher bezeichneten die Verbindungen als "Pheromon-ähnliche Verbindungen", da sie aufgrund der "unbekannten artspezifischen Natur" und der "unaufgeklärten Rezeptorwege" nicht als "menschliche Pheromone" definiert wurdenNeuroscience News. Dies fordert die seit den 1990er Jahren bestehende Meinung heraus, dass es beim Menschen keine Pheromone gibt, und regt dazu an, die soziale Rolle von Gerüchen neu zu überdenken.

5. Stimmen aus den sozialen Medien──Begeisterung und Skepsis

Reddit (r/science)

Der Beitrag erhielt über 10.000 Upvotes. Die Diskussion drehte sich um Themen wie "Überprüfung über heterosexuelle Grenzen hinaus" und "Veränderung des Duftgeschäfts"Reddit.

Blog „Odor“

begrüßte die Forschungsergebnisse als "Rückkehr zur körperlichen Vielfalt" und bezeichnete "Geruchsabneigung als kapitalistische Illusion"Kiyubaru Untergrundmuseum.

Allgemeine Medien

Die NY Post berichtete sensationell, dass "der Achselschweiß von Frauen Männer unter bestimmten Bedingungen entspannt", und die Kommentarspalten waren voller Vorwürfe, dass es mehr um Klicks als um Wissenschaft geheNew York Post.

6. Industrielle und kulturelle Auswirkungen

  • Deodorant-Markt—Es wird erwartet, dass sich das Konzept von „Geruchlosigkeit = Tugend“ zu Produkten mit „individuell leichtem Duft“ wandelt.

  • Dating-Apps—In Zukunft könnten Duftprofile integriert werden, um „chemische Kompatibilität“ anzuzeigen.

  • Kunst und Unterhaltung—Erinnerungen an John Waters' „Scratch & Sniff“-Filme der 90er Jahre werden wach, und olfaktorische Darstellungen werden neu bewertet.

7. Grenzen der Forschung und nächste Schritte

  1. Bias der Probanden: Schwerpunkt auf Japanern, was die genetische Vielfalt einschränkt.

  2. Reaktionen von gleichgeschlechtlichen/nicht-heterosexuellen Personen: In dieser Studie nicht untersucht.

  3. Neuroimaging: Das Mapping der Gehirnaktivität bei Geruchsexposition ist eine zukünftige Herausforderung. Das Team plant groß angelegte internationale Kooperationsstudien und fMRI-Analysen
    Neuroscience News.

8. Dialog mit bestehender Forschung

Zetzsche et al. berichteten 2024, dass "Männer den Ovulationsgeruch nicht bevorzugen", was zu Kontroversen führte. Die aktuelle Studie fand Effekte nicht durch den "Ovulationsgeruch selbst", sondern durch die "Zugabe spezifischer Moleküle, die während der Ovulationsphase zunehmen". Dies deutet darauf hin, dass die "Kooperation mehrerer Moleküle" entscheidend sein könnte, und die beiden Studien widersprechen sich nicht unbedingtRoyal Society Publishing.

9. Fazit──Wie liest man die “unsichtbare chemische Sprache”?

Diese Studie zeigt, dass die olfaktorische Kommunikation bei Menschen überraschend präzise ist und Emotionen sowie Stressreaktionen beeinflussen kann. Sie öffnet neue Türen für nicht nur Liebe und Geschäft, sondern auch Stressbewältigung, Kosmetikdesign und inklusive Kommunikation durch Düfte. In der Zukunft könnten wir "Geruch" als “sechstes soziales Netzwerk” nutzen.