Netzmüdigkeit und "Rotkäppchen"? — Eine Studie zeigt, dass Grimms Märchen die Resilienz wiederherstellen: In einem Zeitalter der schnellen Informationen, langsame Geschichten

Netzmüdigkeit und "Rotkäppchen"? — Eine Studie zeigt, dass Grimms Märchen die Resilienz wiederherstellen: In einem Zeitalter der schnellen Informationen, langsame Geschichten

Forscher aus Österreich, dem Vereinigten Königreich und Japan untersuchten, ob das Lesen von Grimms Märchen die Auswirkungen des Internet-Surfens auf die Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) und die Lebensperspektive junger Menschen mildern kann. In einem Experiment mit 412 Graduiertenstudenten wurden die Teilnehmer zufällig in vier Gruppen eingeteilt: ① mit/ohne Internetsurfen × ② mit/ohne Märchenlesen. Die Ergebnisse zeigten, dass das Lesen von Grimms Märchen (wie „Rotkäppchen“ und „Hänsel und Gretel“) nach dem Internetsurfen im Vergleich zu Nichtlesen den durchschnittlichen Wert der positiven Lebensperspektive signifikant von 3,01 auf 5,46 erhöhte und auch die Resilienz steigerte (P < .001). Es wurde angedeutet, dass die Wirkung über die Resilienz auf die Lebensperspektive vermittelt wird. Kurze Geschichten nach dem Scrollen könnten eine einfache und kostengünstige Maßnahme gegen die psychische Erschöpfung durch Informationsüberflutung darstellen. Allerdings war die Studie auf Graduiertenstudenten beschränkt und konzentrierte sich auf unmittelbare Effekte in einer explorativen Untersuchung, sodass Reproduzierbarkeit, Langzeiteffekte und Unterschiede in der Art der Geschichten in zukünftigen Studien weiter untersucht werden müssen. Quelle: Phys.org, PubMed, EurekAlert!.