Was hat sich mit der Übertragung des TikTok-Betriebs geändert? Der "Zensurangst" führte zu einem Massenwechsel zu UpScrolled.

Was hat sich mit der Übertragung des TikTok-Betriebs geändert? Der "Zensurangst" führte zu einem Massenwechsel zu UpScrolled.

1) Der Übergang zu einer "US-Version von TikTok" löste eine massive Nutzerwanderung aus

"TikTok ist unter die Verwaltung eines US-Konsortiums gekommen" – diese Nachricht veränderte die "Atmosphäre" mehr als die Benutzerfreundlichkeit der App. In einer Zeit, in der Timelines von politischen und gesellschaftlichen Themen erschüttert werden, sind soziale Netzwerke nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein Eingangstor zu Informationen und ein Ort für Gemeinschaften. Daher führt ein Wechsel des Betreibers direkt zu der Sorge, "wessen Beiträge als nächstes verschwinden könnten".


Als Auffangbecken tauchte nun "UpScrolled" auf. Dort können Fotos, Videos und Texte gepostet werden, und die Benutzeroberfläche ist eine Mischung aus Instagram und X. Während die Zahl der neuen Nutzer schnell anstieg und das Ranking in die Höhe trieb, führte die Konzentration des Zugriffs auch zu instabilen Diensten.



2) Warum die "Zensurangst" wieder aufflammte: Übergang, Störungen und Vertrauensprobleme

Nach dem Übergang verbreitete sich das Misstrauen, dass bestimmte politische Themen weniger sichtbar geworden seien. Beispielsweise wurde in den USA berichtet, dass ein Gouverneur behauptete, "kritische Inhalte gegenüber dem Präsidenten würden unterdrückt" und forderte eine Untersuchung durch die Behörden. Die Betreiber erklärten jedoch, dass es sich um technische Probleme aufgrund eines Stromausfalls im Rechenzentrum handele und nicht um eine absichtliche Unterdrückung.


Wichtig ist hier, dass selbst in einer Phase, in der die Wahrheit nicht sofort feststeht, das Misstrauen explosionsartig wächst, wenn das "Vertrauensguthaben" gering ist. TikTok war lange Zeit im Zentrum politischer Kontroversen über nationale Sicherheit und Datenmanagement. Auch wenn die neue Struktur für die Fortsetzung der Geschäfte in den USA als "Stabilisierung" erscheint, nehmen die Nutzer dies nicht unbedingt so wahr.



3) Was ist UpScrolled: Ein "Zufluchtsort", der "Neutralität" und "keine Schattenverbannung" verspricht

Der Hauptgrund, warum UpScrolled Aufmerksamkeit erregte, liegt weniger in den Funktionen selbst als in den "Versprechen". Die Plattform betont ihre Distanz zu externen Einflüssen, indem sie "politische Neutralität", "keine Schattenverbannung" und "faire Sichtbarkeit von Beiträgen" verspricht.


Der erwähnte Gründer ist der Techniker Issam Hijazi, der die Plattform 2025 ins Leben rief. Sein multikulturelles Profil und das Produkt, das "Meinungsfreiheit" und "faire Sichtbarkeit" in den Vordergrund stellt, sprechen Nutzer an, die von den aktuellen sozialen Netzwerken ermüdet sind. Je mehr Menschen das Gefühl haben, dass Algorithmen nicht von Werbung oder politischen Einflüssen getrennt werden können, desto mehr möchten sie zu einem Ort wechseln, der zumindest verspricht, "es nicht zu tun".



4) Zahlen erzählen den "Einwanderungsschock": Ranking-Anstieg und Serverüberlastung

Berichten zufolge stieg UpScrolled im App Store im Gesamtranking auf und erreichte auch in der Kategorie eine Spitzenposition. Darüber hinaus stieg die Zahl der Downloads in kurzer Zeit sprunghaft an und übertraf den bisherigen Durchschnitt deutlich. Obwohl das schnelle Wachstum eine erfreuliche Nachricht sein sollte, stieß die Infrastruktur in der Realität an ihre Grenzen. Es wurde berichtet, dass die Betreiber mitteilten, dass die Server aufgrund des unerwartet hohen Zustroms nicht standhalten konnten und sie mit der Wiederherstellung und Verstärkung beschäftigt waren.


Hier zeigt sich die Schwierigkeit der "SNS-Migration". Nutzer bewegen sich emotional schnell, aber der Dienst muss physisch unterstützt werden. Wenn der neue Ort, zu dem man umgezogen ist, abstürzt, langsam ist oder keine Beiträge zulässt, kühlt das die Begeisterung schnell ab.



5) Reaktionen in sozialen Netzwerken: Erwartungen, Zweifel und die Müdigkeit des "erneuten Wechsels"

Die Bewegung wird durch die vielschichtigen Reaktionen auf sozialen Netzwerken symbolisiert. Grob lassen sich mindestens vier Muster beobachten.


① Die Gruppe "Ich will einfach nur weg": Teilnahme durch "Willensbekundung" im neuen Land
Auf Reddit fallen kurze Erklärungen wie "wechseln" oder "aufhören" auf. Es gibt Menschen, die nicht nur aus politischen Ängsten, sondern auch aus Ablehnung gegenüber der Veränderung der "Regeln des Ortes" durch den Betreiberwechsel reagieren.


② Die Gruppe "Ich verstehe die Ideale, aber die Erfahrung spricht mich nicht an": Unzufriedenheit mit UX und Algorithmen
Auch auf Reddit äußern sich Stimmen, die mit dem Feed-Verhalten und der Benutzerfreundlichkeit von UpScrolled unzufrieden sind und die App schnell deinstalliert haben. Die Stärke von TikTok liegt letztlich in der Suchtwirkung von Algorithmen und Seherlebnissen. Solange dies nicht übertroffen wird, wird ein "Zufluchtsort" kaum zu einem "dauerhaften Wohnsitz".


③ Die Gruppe "Das klingt zu schön, um wahr zu sein": Reaktionen im Stil von Schleichwerbung und Verschwörungstheorien
Bei schnell wachsenden neuen Diensten ist es üblich, dass Zweifel aufkommen, wie "Die Medien heben es nur hervor" oder "Die Poster haben Werbezwecke". Besonders wenn es mit politischen und Meinungsfragen verbunden ist, wird der Motor der Verbreitung eher "Misstrauen" als "Überprüfung".


④ Die Gruppe "Ich bin generell von sozialen Netzwerken erschöpft": Vorschlag, auszusteigen statt zu wechseln
Es gibt eine starke Meinung, dass es besser ist, soziale Netzwerke ganz aufzugeben, als nach Alternativen zu suchen. Auch wenn man die Plattform wechselt, bleiben Werbung, Algorithmen, Skandale und Spaltungen bestehen – das ist die Resignation.


Das gleichzeitige Vorhandensein dieser vier Gruppen zeigt die "tektonischen Verschiebungen" in den sozialen Netzwerken von heute. Die Migration ist nicht mehr eine Bewegung, um den "Gewinner zu wechseln", sondern um "vertrauenswürdige Regeln zu finden".



6) Kann UpScrolled der "nächste Ort" werden: Der Fokus liegt auf drei Punkten

Abschließend bleibt die Frage, ob UpScrolled nur ein vorübergehender Zufluchtsort bleibt oder sich etablieren kann. Der Schlüssel liegt in den folgenden drei Punkten.


(1) Die Balance zwischen Infrastruktur und Moderation
Je mehr "Freiheit" versprochen wird, desto schwieriger wird es, mit illegalen, schädlichen Inhalten und Belästigungen umzugehen. Besonders in Zeiten des Nutzerwachstums nimmt auch der Missbrauch zu. Wie transparent kann die Umsetzung von Idealen und Realität erklärt werden?


(2) Wird es eine Migration von Kreativen geben?
Nur mit Zuschauern kann kein Wirtschaftskreislauf entstehen. Es wird entscheidend sein, ob ein System bereitgestellt werden kann, das Kreative in Bezug auf "Reichweite der Beiträge", "Monetarisierung" und "Auffindbarkeit" zufriedenstellt.


(3) Der Wert nach dem Abklingen der "Anti-TikTok"-Stimmung
Der aktuelle Zustrom wird stark durch den Übergang, die Störungen und das Misstrauen gegenüber TikTok befeuert. Auch nach dem Erlöschen dieses Treibstoffs ist eine "alltägliche Attraktivität" erforderlich.



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