Rohmilch, Käse, Rindfleisch... Wo erfolgt die Infektion? In den USA breitet sich das resistente Bakterium „S. Dublin“ aus: Wie bedroht die antibiotikaresistente Gefahr unseren Esstisch und Arbeitsplatz?

Rohmilch, Käse, Rindfleisch... Wo erfolgt die Infektion? In den USA breitet sich das resistente Bakterium „S. Dublin“ aus: Wie bedroht die antibiotikaresistente Gefahr unseren Esstisch und Arbeitsplatz?

Ein Forschungsteam der Penn State University in den USA hat 2.150 Genome des an Rinder angepassten Salmonella-Stamms "Salmonella Dublin (S. Dublin)" analysiert, die von Rindern, Menschen und der Umwelt stammen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese genetisch sehr ähnlich sind, unabhängig von ihrer Herkunft, und zwischen Nutztieren, Menschen und der Umwelt zirkulieren. Zudem wurde festgestellt, dass die Antibiotikaresistenz zunimmt. Bei Menschen kann die Infektion leicht zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Bakteriämie führen, mit einer hohen Hospitalisierungsrate von 78 % und einer Sterblichkeitsrate von 4,2 % in den USA (2005–2013). Die Infektionswege umfassen unbehandelte Rohmilch, Käse, unzureichend erhitztes Rindfleisch und berufliche Exposition auf Farmen. In den sozialen Medien wächst die Forderung nach einem erneuten Bewusstsein für die Risiken von Rohmilch, der Korrektur des Missbrauchs von Antibiotika und der Stärkung der Biosicherheit auf Farmen, während Landwirte Bedenken hinsichtlich "Rufschädigung und übermäßiger Angst" äußern. Maßnahmen sollten aus der Perspektive von One Health ergriffen werden, wobei der Schwerpunkt auf Antibiotika-Stewardship, Hygiene- und Bewegungsmanagement auf Farmen, Temperaturkontrolle und Erhitzung von Lebensmitteln sowie der Stärkung von Test- und Überwachungssystemen liegt.