Lithium schützt das Gehirn - Wird die Landkarte der Behandlung neu geschrieben? Lithium-Mangel × Alzheimer neueste Beweise

Lithium schützt das Gehirn - Wird die Landkarte der Behandlung neu geschrieben? Lithium-Mangel × Alzheimer neueste Beweise

Die Hypothese, dass ein Mangel an Lithium im Gehirn mit der Entstehung und dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit in Verbindung steht, hat weltweit Aufmerksamkeit erregt, nachdem Radio France Internationale (RFI) am 14. August darüber berichtete. Eine in Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass das Lithium im Gehirn bereits im Stadium der leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) signifikant abnimmt und dass bei Alzheimer die Amyloid-Plaques das Lithium "aufsaugen" und dessen Verfügbarkeit weiter verringern. Bei Mäusen verbesserte eine niedrige Dosis von Lithiumorotat Anomalien bei Amyloid, Tau, Myelin und Synapsen und stellte das Gedächtnis wieder her. Allerdings kann es nicht mit bestehenden Medikamenten wie Lithiumcarbonat gleichgesetzt werden, und die Selbstverabreichung ist gefährlich. Experten und Diskussionen in sozialen Netzwerken konzentrieren sich auf „bahnbrechend, aber klinische Studien sind der Schlüssel“, „die Art des Salzes und das Dosismanagement sind entscheidend“ und „Erwartungen an eine frühzeitige Biomarker-Entwicklung“. In Zukunft ist es dringend erforderlich, die Sicherheit und Wirksamkeit beim Menschen zu überprüfen und geeignete Verbindungen, Dosierungen und Messmethoden zu etablieren.