Die wirtschaftliche Notlage der USA: "Die Preise sind gesunken", behauptet Trump — Die Wahrheit hinter Trumps Aussage zur "Preisdämpfung"

Die wirtschaftliche Notlage der USA: "Die Preise sind gesunken", behauptet Trump — Die Wahrheit hinter Trumps Aussage zur "Preisdämpfung"

1. „Grocery“ – ein „schönes Wort“

– Am 2. April im Rosengarten des Weißen Hauses. Gegen Ende seiner Rede am sogenannten „Tag der Befreiung“ begann Präsident Trump plötzlich mit diesen Worten.

„Grocery, ein altmodisches, aber schönes Wort. Es vermittelt das Bild von vielen Dingen in einer Tüte.“People.com

Diese „Etymologie-Diskussion“, die das Publikum zum Lachen brachte, war die Einleitung zu seinem nächsten Satz.

„Energie und Lebensmittelpreise sind gesunken. Ich habe versprochen, dieses Problem schon vor meiner Amtszeit anzugehen.“People.com

2. Der Gegenwind, den die Statistiken zeigen

Der USDA-Bericht vom März prognostiziert jedoch, dass die Lebensmittelpreise in diesem Jahr schneller als der Durchschnitt steigen werden.


Auch der Verbraucherpreisindex (CPI) des BLS zeigt, dass „Food at Home“ im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 % gestiegen ist. ABC News bezeichnete die Aussage des Präsidenten, die Preise seien gesunken, als „Abweichung von den objektiven Daten“.ABC News


3. SNS entfacht das #GroceriesGate

Auf Truth Social des Präsidenten wurde am 8. Mai gepostet: „Öl, Eier und Lebensmittelpreise sind gesunken, fast keine Inflation.“The Washington Post
Kurz darauf auf X (ehemals Twitter)

  • „Ein Dutzend Eier in meiner Nachbarschaft ist stattdessen um 30 Cent gestiegen“ (@MidwestMom)

  • „Milch ist gesunken? Auf welchem Planeten?“ (@DataNerd)
    kamen zahlreiche Gegenreaktionen, und der Hashtag #GroceriesGate wurde in den USA zum Trend.

In konservativen Foren hingegen gab es Beiträge, die verteidigten: „Frühlingsgemüse ist tatsächlich günstiger“ und „Wenn der Benzinpreis sinkt, sinken auch die Logistikkosten“, was die Spaltung sichtbar machte.

4. Experten analysieren „Zahlen und Rhetorik“

CBS überprüfte die Aussage vom 24. April und stellte fest: „Wenn man sich nur auf frisches Gemüse bezieht, gibt es einen leichten Rückgang, aber Fleisch und Getränke sind gestiegen.“CBS News
Die Washington Post analysierte, dass „der Preisrückgang eine Nebenwirkung der schlechten Nachrichten über den Rückgang der Rohölpreise“ sei und warnte, dass die vollständige Wirkung der Zölle erst nach dem Sommer spürbar sein wird.The Washington Post

5. Sind Zölle ein „Preisdämpfer“ oder eine „Steuererhöhung“?

Die aktuellen Zölle betreffen 135 Länder mit einem Aufschlag von 10 bis 145 %. Bei importiertem Kaffee und Schokolade lässt sich die Preiserhöhung nicht vermeiden, und Experten sagen voraus, dass es im Herbst zu einem „Halloween-Schokoladenschock“ kommen könnte.

6. Die Stimme der Verbraucher – Politik an der Kasse

Die „Überraschungsmaßnahme“, einer Mutter in Pennsylvania 100 Dollar zu überreichen, fand bei den Anhängern Anklang. Doch laut einer Umfrage von Morning Consult (Ende Juli) gaben 60 % an, dass die steigenden Lebenshaltungskosten die Verantwortung der Trump-Regierung seien, was die Wirkung begrenzt.The Guardian

7. Die „Preissenkungs-Rhetorik“ als Medienstrategie

Es ist eine Umkehrung der „Benzinpreis-Angriffe“, die das Biden-Lager im Präsidentschaftswahlkampf 2020 einsetzte, aber PR-Experten analysieren, dass „Aussagen ohne zahlenmäßige Untermauerung kontraproduktiv sind“.

8. Fazit – Wer bestimmt den „Inhalt der Tüte“?

Die „vielen Dinge in der Tüte“, die der Präsident bevorzugt, werden tatsächlich von globalen Lieferketten und Marktpsychologie beeinflusst. Wortspiele ändern nicht die Gesamtsumme an der Kasse – das ist die Lehre, die Statistiken und Lebensrealität uns aufzeigen.


Quellen

Laut einem Bericht machen die meisten Amerikaner Trump für die Preissteigerungen und die hohen Lebenshaltungskosten verantwortlich
Quelle: https://www.alternet.org/trump-groceries/