Veränderungen bei der Jugend laut litauischer Studie: Mehr „Sicherheit“ als „Herausforderung“? Wohin bewegen sich die Werte der Generation Z?

Veränderungen bei der Jugend laut litauischer Studie: Mehr „Sicherheit“ als „Herausforderung“? Wohin bewegen sich die Werte der Generation Z?

Eine litauische Studie, die ESS-Daten von 2010 bis 2020 (n=11.199) analysierte, hat gezeigt, dass die "unabhängige EU-Generation", die nach 1990 aufgewachsen ist, eine stärkere Neigung zu konservativen Werten (Sicherheit, Ordnung, Tradition) aufweist und gleichzeitig auch hohe Werte in der **Selbsttranszendenz (Orientierung an anderen und der Gemeinschaft)** zeigt. Diese Ergebnisse fordern eine Anpassung der gängigen Vorstellung, dass "junge Menschen = liberaler und mutiger" sind. Der historische Kontext (Übergangsgesellschaft, schwaches Vertrauen in Institutionen) und multiple Krisen könnten die Risikovermeidung und Gemeinschaftsorientierung gefördert haben. In sozialen Netzwerken dominieren Informationen von Forschern und Universitäten, und es gibt auch allgemeine Zustimmung zur regionalen Konservativität. Obwohl die Studie auf ein einzelnes Land beschränkt ist und daher mit Vorsicht verallgemeinert werden sollte, bietet sie praktische Implikationen für Politik, Bildung und Unternehmen: Es ist notwendig, Herausforderungen zu gestalten, die auf psychologischer Sicherheit und einer soliden Gemeinschaftsbasis beruhen.