Was ist seit 2015 passiert? Die Wahrheit hinter der "diskontinuierlichen" Zunahme von Waldbränden weltweit: Die verbrannte Fläche nimmt ab, aber die Schäden nehmen drastisch zu.

Was ist seit 2015 passiert? Die Wahrheit hinter der "diskontinuierlichen" Zunahme von Waldbränden weltweit: Die verbrannte Fläche nimmt ab, aber die Schäden nehmen drastisch zu.

Eine neue Studie, die in Science veröffentlicht wurde, hat 200 katastrophale Waldbrände aus den Jahren 1980–2023 neu ausgewählt, basierend auf ihrem "Einfluss auf den Menschen (BIP-Verlust und Todesfälle)". Die Studie zeigt, dass ihre Häufigkeit etwa 4,4-mal höher ist als in den 1980er Jahren. 43 % dieser Brände konzentrierten sich auf die Jahre 2014–2023, mit 13 Vorfällen allein im Jahr 2021. Besonders auffällig sind die Mittelmeerküste und der Westen der USA. Im Hintergrund stehen durch den Klimawandel verstärkte extreme "Feuerwetter"-Bedingungen, die Ausweitung der WUI (Wildland-Urban Interface) und Verzögerungen im Brennstoffmanagement. Während die weltweite Gesamtfläche der verbrannten Gebiete abnimmt, nehmen die Schäden aufgrund der erhöhten Exposition von Menschen und Vermögenswerten zu (das "Wildfire-Paradoxon"). Zu den Gegenmaßnahmen gehören die Feuerbeständigkeit von Häusern und Stadtteilen, Frühwarnsysteme, Brennstoffmanagement, die Überarbeitung von Versicherungs- und Finanzdesigns sowie die Reduzierung von Emissionen. In den sozialen Medien gibt es Unterstützung für die Ansicht, dass man die Schäden nach menschlichen Verlusten und nicht nach Fläche messen sollte, sowie Hinweise auf Datenverzerrungen.