Können Erkältungen, Grippe und Corona zusammen verhindert werden? Ein neuer Ansatz, um das Immunsystem in den "Alarmmodus" zu versetzen.

Können Erkältungen, Grippe und Corona zusammen verhindert werden? Ein neuer Ansatz, um das Immunsystem in den "Alarmmodus" zu versetzen.

„Im Winter weiß man nicht, wie viele Impfungen man bekommen sollte.“ Grippe, COVID-19, RS-Virus und „nur eine Erkältung“ – Atemwegsinfektionen beeinträchtigen jedes Jahr unser Leben und erhöhen die Belastung des Gesundheitswesens. In dieser Situation wurde über Forschungsergebnisse berichtet, die darauf hindeuten, dass eine nasale Verabreichung möglicherweise eine breite Palette von Infektionen gleichzeitig verhindern könnte, was weltweit in den sozialen Medien für Aufsehen sorgte.


■ Vom „Erlernen spezifischer Feinde“ zum „Wecken des Türstehers“

Im Allgemeinen präsentieren Impfstoffe dem Körper spezifische Krankheitserreger (oder Teile davon), um Antikörper und T-Zellen vorzubereiten. Es ist eine Methode, die den Körper darauf trainiert, „wenn dieser Feind kommt, kämpfe so“.


Doch die aktuelle Forschung verfolgt einen anderen Ansatz als das Training. Laut Berichten wird nicht das Immunsystem selbst „trainiert“, sondern es wird das „Signal“ nachgeahmt, das Immunzellen bei einer Infektion austauschen, um die Einsatzkräfte in der Lunge in einen hohen Bereitschaftszustand zu versetzen. Das Ergebnis ist, dass der „Türsteher“ schnell reagieren kann, egal ob der Eindringling ein Virus oder ein Bakterium ist.


Symbolisch wurde der Ausdruck verwendet, die weißen Blutkörperchen (Makrophagen) in der Lunge in einen „amber alert (Alarmzustand)“ zu versetzen. Die Idee, ob sie sich im Moment des Eindringens bewegen können, ohne die Art des Feindes zu wählen, wurde als ein wesentlicher Unterschied zur herkömmlichen Impfstoffansicht hervorgehoben.


■ Was erreicht wurde: Viren, Bakterien, sogar Allergene

Laut Berichten und verwandten Materialien zeigte das Forschungsteam durch nasale Verabreichung (in Form von Tropfen in die Nase) Schutz gegen mehrere Atemwegsviren. Die Wirkung hielt in Tierversuchen etwa drei Monate an. Darüber hinaus wurde auch bei bakteriellen Atemwegsinfektionen (wie Staphylococcus aureus oder Acinetobacter baumannii) Schutz gezeigt.


Die Überraschung erstreckte sich nicht nur auf Infektionskrankheiten. Es wurde angedeutet, dass die Reaktion auf Hausstaub (ein Protein aus Milben), die als Auslöser für allergisches Asthma bekannt ist, abgeschwächt wurde, was dem Wort „universell“ eine greifbare Realität verlieh.


Wichtig ist jedoch, dass es hier nicht darum geht, dass es „jetzt beim Menschen anwendbar“ ist. Die Forschung befindet sich im Tierversuchsstadium, und die nächste Hürde besteht darin, die Sicherheit in Phase-I-Studien zu überprüfen und dann zu Studien über die Wirksamkeit überzugehen.


■ Der Schlüssel zum Mechanismus besteht darin, „Zeit zu gewinnen, um zuerst zu aktivieren“

Der Kampf des Immunsystems ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Normalerweise gibt es in der Anfangsphase einer Infektion eine Verzögerung, bis das Virus sich vermehrt, Symptome auftreten und der Körper ernsthafte Gegenmaßnahmen (Antikörper und virus-spezifische T-Zellen) vorbereitet.


Der Ansatz zielt darauf ab, diese Verzögerung zu verkürzen. Wenn die „Sofortreaktion“ in der Lunge funktioniert, kann die Menge der eindringenden Krankheitserreger in der Anfangsphase reduziert und das Wachstum gebremst werden. Selbst wenn sie durchschlüpfen, wird die nächste Verteidigungsstufe schnell aktiviert. Verwandte Materialien deuten auf eine signifikante Reduktion der Virusmenge und eine schnellere Immunantwort hin.


Darüber hinaus könnte dieser Ansatz im Vergleich zur herkömmlichen „Punktdurchbruch-Methode (gezielt auf bestimmte Teile eines spezifischen Erregers)“ die Möglichkeit verringern, durch Mutationen zu entkommen. Da es sich um ein Designkonzept handelt, das auf das „Eindringverhalten selbst“ und nicht auf das „Gesicht des Feindes“ reagiert, wie bei schnell veränderlichen Gegnern wie Grippe oder Corona.


■ Reaktionen in den sozialen Medien: Erwartungen, Kritik und der Chor von „in mice“

Die Geschwindigkeit, mit der sich das Thema verbreitete, wurde nicht nur durch den Inhalt der Forschung, sondern auch durch die „Leseweise“ in den sozialen Medien beschleunigt.


Die Stimmen der Erwartung betonten Reaktionen wie „Wenn ein Nasenspray im Herbst den Winter überstehen kann, ist das eine Revolution“, „Wenn mehrere jährliche Impfungen zusammengefasst werden können, hilft das auch dem Gesundheitswesen“ und „Es hat einen großen Wert als Vorbereitung auf Pandemien“. Besonders für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen können Atemwegsinfektionen lebensbedrohlich sein. Die Möglichkeit einer „breiten Abwehr“ wurde intuitiv als starke Hoffnung wahrgenommen.


Auf der anderen Seite sind die Stimmen der Vorsichtigen und Skeptiker stark. Symbolisch ist der sarkastische Kommentar „in mice (bei Mäusen, ja)“, der in ausländischen Foren wiederholt wurde. In der Vergangenheit gab es eine Geschichte von „Erfolg bei Mäusen → Misserfolg beim Menschen“ bei Berichten über „Traumbehandlungen“, und auch diesmal gab es zahlreiche nüchterne Hinweise wie „Es ist letztendlich ein Tierversuch. Wenn die Schlagzeilen voreilig sind, wachsen nur die Erwartungen“.


Darüber hinaus riefen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit Diskussionen hervor. Die intuitive Frage „Warum hat die Evolution das Immunsystem nicht ständig in hoher Alarmbereitschaft?“ deutet darauf hin, dass es einen Grund geben muss. Das langfristige „Aktivieren“ des Immunsystems könnte umgekehrt das Risiko einer anhaltenden Entzündung oder einer Autoimmunreaktion und mögliche langfristige Nebenwirkungen hervorrufen. In den sozialen Medien wurden Bedenken wie „Was ist mit den Nebenwirkungen von Autoimmunität oder chronischer Entzündung?“ und „Ist das Design, das das Immunsystem ständig anstachelt, nicht gefährlich?“ geäußert, was dazu führte, dass die Erwartungen nicht einseitig waren.


Dieses Thema ist mehr als nur ein Ausdruck von Unsicherheit. Sollte es in Zukunft zu Studien am Menschen kommen, müssen nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch Fragen des Designs wie „Wie lange und in welchem Maße ist es sicher, einen Alarmzustand aufrechtzuerhalten?“, „Verändern sich die Risiken je nach Vorgeschichte oder Konstitution?“ und „Reagiert das Immunsystem bei wiederholter Verabreichung übermäßig?“ unvermeidlich geklärt werden.


■ Die Magie und Gefahr des Wortes „universell“

Sobald in Berichten das Wort „universell“ verwendet wird, neigt die allgemeine Wahrnehmung dazu, sich zu polarisieren.


Einerseits entstehen übertriebene Erwartungen wie „Wird die Erkältung endlich verschwinden?“, während andererseits Ablehnung wie „Es ist sowieso übertrieben“ entsteht. Doch die Realität liegt dazwischen. Die aktuelle Forschung zeigt die Möglichkeit, dass „Schutz gegen eine breite Palette von Atemwegsbedrohungen funktioniert“, und es handelt sich derzeit um ein Thema in Tiermodellen.


Dennoch liegt die Bedeutung nicht in einem „sofort einsatzbereiten Medikament“, sondern in einem „Wechsel des Designgedankens“, gerade weil der Weg zur klinischen Anwendung lang ist. Anstatt auf spezifische Krankheitserreger zu zielen, wird das „Aktivierungsmuster“ des Immunsystems gestaltet. Die Forschung deutet darauf hin, dass sich die Infektionsprävention von einer „verfolgenden Medizin“ zu einer „vorbereiteten Medizin“ wandeln könnte.


■ Was wird der nächste Fokus sein?

Der nächste Fokus ist klar.

  1. Kann es sicher beim Menschen angewendet werden (ohne übermäßige Entzündungen oder Autoimmunreaktionen)?

  2. Wie lange hält die Wirkung an (drei Monate oder über die Saison hinweg)?

  3. Ist die Verabreichungsmethode realistisch (reicht ein Nasenspray aus oder ist ein Inhalator erforderlich)?

  4. Funktioniert es auch bei Personen mit bestehender Immunität (vergangene Infektionen oder Impfgeschichte)?


Die Begeisterung in den sozialen Medien ist kein wissenschaftliches Fazit. Sie kann jedoch als Spiegel dafür dienen, was die Gesellschaft von dieser Forschung erwartet und wovor sie Angst hat. Die gleichzeitige Explosion von Erwartungen und Vorsicht ist auch ein Beweis dafür, wie tief verwurzelt die „Belastung durch Atemwegsinfektionen“ im Alltag ist.


Der Winterhusten, die anhaltende laufende Nase, die Kettenreaktion am Arbeitsplatz oder in der Schule und die Realität, dass es Menschen gibt, für die es nicht nur eine Erkältung ist. Hier wurde eine neue Methode angeboten, das Immunsystem „wach zu halten“. Ob Traum, Übertreibung oder der Eingang zum nächsten Standard – das Fazit steht noch aus, aber zumindest hat die Diskussion begonnen.



Quellen