Warum unterscheiden sich die Ansichten von Erwachsenen und Teenagern zu sozialen Medien so stark? Wie das "Missverständnis" zwischen Erwachsenen und Teenagern die Schulpolitik fehlleiten kann

Warum unterscheiden sich die Ansichten von Erwachsenen und Teenagern zu sozialen Medien so stark? Wie das "Missverständnis" zwischen Erwachsenen und Teenagern die Schulpolitik fehlleiten kann

Eine Untersuchung mit 19 Fokusgruppen, die an 71 Eltern, Lehrern, Verwaltungsangestellten und Gesundheitsexperten an öffentlichen Mittel- und Oberschulen im US-Bundesstaat Connecticut durchgeführt wurde, zeigte, dass es eine Diskrepanz in der Definition von „Sozialen Medien“ zwischen Erwachsenen und Teenagern gibt. Erwachsene neigen dazu, den Begriff „Soziale Medien“ auf eine breite Palette von „digitalen Medien“ wie Textnachrichten und Spiele anzuwenden, was zu einer Fehlleitung von Diskussionen und politischen Maßnahmen führt. Viele Teilnehmer sehen Soziale Medien als schädlich für die psychische Gesundheit an, erkennen jedoch auch Vorteile wie die Bildung von Identität und Gemeinschaft. Es bestand Einigkeit darüber, dass die Lösung nicht allein den Schulen überlassen werden sollte, sondern dass auch die Rolle der Familie von großer Bedeutung ist. Zudem wurde betont, dass Erwachsene selbst als Vorbilder fungieren und konsistente Richtlinien anwenden müssen. Angesichts der Tatsache, dass 95 % der US-Teenager Zugang zu Smartphones haben und viele „fast ständig online“ sind, ist es dringend erforderlich, die Begriffe zu klären, eine Bildung zur digitalen Bürgerschaft über Schulen, Familien und Gemeinden hinweg zu fördern und Verhaltensmodelle zu entwickeln.