Die unerwartete Beziehung zwischen Migration und Alterung: Die faszinierende Verbindung zwischen Bewegung und Alterung - Ein "Lebensdesign" aus der Forschung an Flamingos

Die unerwartete Beziehung zwischen Migration und Alterung: Die faszinierende Verbindung zwischen Bewegung und Alterung - Ein "Lebensdesign" aus der Forschung an Flamingos

Das Forschungsinstitut Tour du Valat in der Camargue, Frankreich, hat über 40 Jahre hinweg umfangreiche Daten zu markierten und beobachteten Rosaflamingos (Phoenicopterus roseus) analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Individuen, die wandern, langsamer altern. Sesshafte (residente) Individuen weisen zwar eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungsrate in jungen Jahren auf, erleben jedoch einen raschen Funktionsverlust mit dem Alter und beginnen früher zu altern (durchschnittlich mit 20,4 Jahren). Im Gegensatz dazu haben wandernde (migratorische) Individuen eine höhere Sterblichkeitsrate und eine zurückhaltendere Fortpflanzung in der Jugend, aber ihr Altern verläuft etwa 40 % langsamer, und der Beginn des Alterns liegt bei 21,9 Jahren. Die Studie zeigt deutlich, dass das Verhalten die Lebenskurve und den Fortpflanzungsrückgang (reproduktives Altern) innerhalb derselben Art beeinflusst. Die Forschung wurde in PNAS veröffentlicht und von Phys.org, Gizmodo, Earth.com und anderen berichtet. In den sozialen Medien gab es Interesse an der Frage, ob dies auch auf Menschen zutrifft, sowie an der Beziehung zu Bewegung und Migration, und es wurden Stimmen laut, die den Wert der Langzeitüberwachung schätzen. Die Forscher warnen vor voreiligen Schlüssen in Bezug auf Menschen, deuten jedoch an, dass die Wahl der Lebensweise die Geschwindigkeit des Alterns beeinflussen kann.