In Deutschland werden die Grundgebühren für Strom und Gas gesenkt – etwa 3 Millionen Haushalte können aufatmen. Was können japanische Haushalte daraus lernen?

In Deutschland werden die Grundgebühren für Strom und Gas gesenkt – etwa 3 Millionen Haushalte können aufatmen. Was können japanische Haushalte daraus lernen?

In Deutschland werden die Energiekosten für viele Haushalte, die einen Standard-Energievertrag („Grundversorgung“) nutzen, ab Januar 2026 gesenkt. Laut der Erhebung der Vergleichsseite „Verivox“ werden 113 regionale Stromversorger die Strompreise in der Grundversorgung um durchschnittlich 9 % senken, was für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh eine Entlastung von etwa 161 Euro bedeuten könnte. Von dieser Senkung profitieren voraussichtlich etwa 2,2 Millionen Haushalte, die weiterhin einen Stromvertrag in der Grundversorgung haben. Auf der anderen Seite planen vier Unternehmen eine Preiserhöhung von etwa 1 %, sodass nicht alle Haushalte gleichermaßen von einer Preissenkung profitieren werden. Im Gasbereich planen 69 Unternehmen eine durchschnittliche Senkung von 7 %, was für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh eine Ersparnis von etwa 183 Euro bringen könnte, wovon schätzungsweise etwa 700.000 Haushalte profitieren werden. Hintergrund dieser Entwicklungen sind die Beruhigung der Großhandelspreise nach dem rasanten Anstieg infolge des Ukraine-Konflikts, staatliche Zuschüsse für Strom- und Gasnetze sowie die Abschaffung der Umlage für Gasspeicher. Allerdings neigen auch in Deutschland Standardverträge dazu, teurer zu sein, und durch einen Wechsel zu einem günstigeren Tarif als der Grundversorgung sind noch größere Einsparungen möglich. Das Verständnis der Entwicklungen in Deutschland nach der Energiekrise kann auch für japanische Haushalte ein Anlass sein, ihre Strom- und Gasverträge zu überdenken.