„Ein Atomschutz für den Mond?“ — Das ultimative Mittel der planetaren Verteidigung, das 2024 YR4 uns vor Augen führt: Ist der Einsatz von Atomwaffen im Weltraum erlaubt?

„Ein Atomschutz für den Mond?“ — Das ultimative Mittel der planetaren Verteidigung, das 2024 YR4 uns vor Augen führt: Ist der Einsatz von Atomwaffen im Weltraum erlaubt?

Der im Dezember 2024 entdeckte Asteroid „2024 YR4“ hatte eine anfängliche Wahrscheinlichkeit von bis zu 3,1 % für einen Einschlag auf der Erde im Jahr 2032. Nach weiteren Beobachtungen wurde jedoch ein Einschlag auf der Erde ausgeschlossen. Stattdessen wird die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags auf dem Mond auf etwa 4 % geschätzt. Sollte es zu einem Einschlag auf der Mondoberfläche kommen, könnten mikroskopische Trümmer in die niedrige Erdumlaufbahn gelangen und das Risiko von Satellitenschäden innerhalb weniger Tage um das bis zu 1.000-fache erhöhen. Eine neue Studie, die am 15. September veröffentlicht wurde (vor der Begutachtung), hält eine Ablenkung für unrealistisch und schlägt stattdessen starke Einschläge oder eine „robuste Zerstörung“ durch Nuklearwaffen als praktikable Lösungen vor. Die Startfenster werden für Ende 2029 bis Ende 2031 (nuklear) und von April 2030 bis April 2032 (nicht-nuklear) angegeben. Trotz der erheblichen Herausforderungen durch vertragliche Einschränkungen (PTBT, Weltraumvertrag) und die Schwierigkeit internationaler Einigungen ist es dringend erforderlich, bei einer Erkundung im Jahr 2028 die Masse und innere Struktur des Asteroiden zu bestimmen, um die Entscheidungsfreiheit zu gewährleisten. [Quellen: Live Science, arXiv, NASA/IAWN].